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Wege aus der KriseBehandlung psychischer Extremsituationen mit Solunatenvon Olaf Rippemit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift Naturheilpraxis |
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"Wenn der Spiritus leidet, so leidet der Leib, denn er macht sich im Leibe geltend und ist doch nicht im Leibe. Zweierlei Krankheiten gibt es, das sind die materiellen und die spiritualen." Paracelsus Die Gründe für eine seelische Krise sind vielfältig. Zur Hauptsache sind es ein mangelndes Selbstwertgefühl, fehlende Ichstärke, beziehungsweise Willensstärke, die ein Ohnmachtsgefühl gegenüber dem Schicksal erzeugen - man könnte dies eine negative Selbstverzauberung nennen. Aber auch eine übersteigerte Vorstellung von der Bedeutung der eigenen Person, gepaart mit Rücksichtslosigkeit und mangelnder Kritikfähigkeit, wird spätestens zum Problem, wenn man merkt, dass man ohne echte Freunde und ohne Liebe nicht bestehen kann. Sehr häufig bilden familiäre und partnerschaftliche Konflikte die Ursache für Krisen, dies können Eheprobleme und Eltern-Kind-Konflikte sein oder Folgen von Partnerverlusten, Streit, Kummer, Ärger und Enttäuschung oder Mobbing am Arbeitsplatz. Nicht weniger problematisch sind die Einwirkungen von drohender oder bestehender Arbeitslosigkeit, Verschuldung oder schlechter Wohnqualität. Die Zerstörung sozialer Strukturen, die zunehmende Isolation in unserer Singlegesellschaft, aber auch der Verlust spiritueller Werte, haben außerdem dazu geführt, dass trotz Wohlstand, viele Menschen sehr unglücklich sind. Neben den geistig-seelischen Problemen sind natürlich auch körperliche Krankheiten ursächlich für Lebenskrisen. Je länger sie dauern, beziehungsweise je dramatischer sie ablaufen, desto mehr genügt irgendwann ein kleiner Funke und aus der Krise wird ein Zusammenbruch. Meistens sind es Wechselwirkungen zwischen Psyche und Soma, die sich gegenseitig hochschaukeln. Zu nennen wären hier vor allem Nerven- und Hormonleiden (speziell Schilddrüse), Autoimmunkrankheiten, aber auch Vergiftungen mit vor allem neurotoxisch wirkenden Stoffen (z.B. Schwermetalle, Insektizide, Pestizide, Elektrosmog) und natürlich chronische Krankheiten als solche mit Verlust der Lebensqualität oder mit der Drohung eines nahenden Todes. Als vegetative und somatische Begleiterscheinungen von Krisen treten gehäuft auf: Schlafstörungen (nicht zur Ruhe kommen), Gedächtnis- und Antriebsstörungen (negative Fixierung), nachlassende sexuelle Spannkraft (Unfähigkeit zur Hingabe), Magen-Darm-Krämpfe (Erwartungsangst), Migräne (Kopfzerbrechen), jede erdenkliche Form von Hautleiden (Abgrenzungsproblem), Herzrhythmus- und Blutdruckstörungen (alles liegt wie ein Stein auf dem Herzen; Blei in den Adern), Rückenschmerzen (spez. Nacken und Schulter, denn dort sitzt die Angst und LWS - das bricht einem das Kreuz), diverse Nieren- und Blasenleiden (es geht einem an die Nieren), Schilddrüsenleiden (es schnürt einem die Kehle zu), Gallensteine (verschluckter Ärger), chronische Erkältungen (ich hab die Schnauze voll), Sehstörungen (ich will nichts mehr sehen), Müdigkeit und Abgespanntheit (ich mag nicht mehr) ... |
Schutz für Leib und SeeleAus dem bisher Gesagten wird deutlich, welche Therapieziele im Vordergrund stehen sollten. Die gewählten Methoden und Arzneien müssen in erster Linie das Selbstvertrauen stärken und ein Gefühl der Hoffnung vermitteln und allgemein die Lebenskraft stimulieren. Sehr hilfreich sind Selbsthilfegruppen, weil die Mitglieder ähnliche Erfahrungen durchmachen, beziehungsweise bereits überlebt haben.Das einfühlsame Gespräch ist natürlich immer notwendig. Dass hier der normale Kassenarzt überfordert ist, dürfte einleuchten, denn Gespräche kosten Zeit und die gibt es nicht auf Kassenrezept. Wer in die Maschenerie der üblichen Medizin gerät, wird in der Regel mit "stark" wirkenden und nebenwirkungsreichen Psychopharmaka abgefertigt. Deren Einsatz ist in Notfällen durchaus berechtigt, als Dauermedikament kommt es jedoch gehäuft zu starken Veränderungen der Persönlichkeit und meistens auch zu manifesten körperlichen Schäden. In potenzierter Form ist die Wirkung dieser Mittel dagegen ohne Nebenwirkungen und ausgesprochen harmonisierend (siehe hierzu den Artikel "Naturheilkundliche Behandlung mit Psychopharmaka" von Dr. Max Amann, Naturheilpraxis 02/08) - vor allem Diazepam = Valium D30 (Firma Spagyra) in Einzelgaben hat sich in Krisensituationen sehr bewährt. In einem Therapiekonzept sollte man außerdem regenerierende und entgiftende Arzneien integrieren. Die Auswahl richtet sich nach der physiologischen Grundproblematik. Bei Herzbeschwerden wird man Herzmittel wählen oder bei Stoffwechselproblemen Lebermittel usw. Auch manuelle Verfahren sollte man berücksichtigen, z.B. Massagen, Bäder oder Akupunktur (inkl. Moxen) - alles Verfahren, die direkt auf die Aura des Patienten einwirken, in der sich Quälgeister am liebsten einnisten. Außerdem hat bereits Paracelsus darauf hingewiesen, dass eine "spirituale" Krankheit eine "spirituale" Arznei erfordert. Zur Arzneitherapie mit Wirkung auf Seele und Geist sind daher vergeistigte Präparate besonders geeignet, entweder in potenzierter Form oder als spagirische Zubereitung. Unter diesen Gesichtspunkten sind die Präparate der Firma Soluna besonders interessant. Seit über 80 Jahren stellt die Firma Arzneien auf spagirischem Wege her, wobei das Verfahren so gewählt ist, dass die Substanzen durch Destillationen vergeistigt, also im Sinne des Paracelsus spiritualisiert sind. Andererseits berücksichtigt man aber auch das stoffliche Wirkprofil der Substanzen, indem man das Gemisch aus Pflanzen und Mineralien gemeinsam mit Alkohol extrahiert. Auf diese Weise gewonnene Arzneien haben eine besonders intensive und "magische" Wirkung auf Körper, Seele und Geist. |
Wenn die Krise zum Albtraum wirdNach den Vorstellungen der hermetischen Heilkunde besteht eine Wesensverwandtschaft zwischen Mond, Gehirn und Silber. Mit dem Solunat Nr. 4 (früher Cerebretik) liefert Soluna eine Arznei, bei der diese hermetische Sicht der Dinge berücksichtigt wurde. Es besteht aus einer Kombination von kolloidalem Silber, Silbercitrat und Tabakblättern (D4).Eine Therapie mit Silber fördert den Zugang zu den tieferen Schichten der Persönlichkeit und es fördert die Offenheit des Patienten für eine Psychotherapie. Es bewirkt einen ruhigen Schlaf, intensiviert aber auch das Traumbewusstsein und die Fähigkeit zur Reflexion. Es kann daher vorkommen, dass sich erst nach einiger Zeit die entspannende Wirkung einstellt, wenn sich durch das vermehrte Träumen die Seele von Ballast befreien konnte. Silber ist ein Reaktionsmittel der Psyche zur Behandlung unbewusster Angstneurosen, die sich gerne als nervöse Tics und als nervöser Magen oder nervöses Herz maskieren. Bei Erwartungsängsten und Phobien sollte man das Solunat unbedingt probieren (z.B. Höhenangst, Platzangst und Flugangst). Das Solunat Nr. 4 eignet sich vor allem zur Behandlung schleichender Nervenleiden, nervöser Erschöpfung und bei Nervenzerrüttung infolge geistiger Überanstrengung und Dauerstress. Gleichzeitig fördert eine Silbertherapie die innere Ruhe und das psychische Gleichgewicht, besonders wenn man zusätzlich Zink verabreicht, das intensiv auf das Nervensystem einwirkt (z.B. als Zincum valerianicum D6 bis D12). Als Begleitmittel von Silber wurde Tabak gewählt. Die stark giftige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse wirkt in erster Linie auf den Dopaminspiegel im Gehirn ein. Als Genussmittel erzeugt es häufig schon nach kurzer Zeit eine starke Abhängigkeit. Im Arzneimittelbild von Tabak findet man Angstsymptome, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit mit innerer Anspannung und Störungen der rhythmischen Funktionen (Schlaf, Herz, Atmung) - alle Symptome treten gehäuft in seelischen Krisensituationen auf. Tabak genießt vor allem bei den indigenen Völkern Südamerikas höchstes Ansehen als heilige Pflanze um einen Kontakt zu den Göttern zu erhalten. Nur dient es ihnen nicht als Genussmittel, sondern als Opfergabe. Die Verabreichung von "Cerebretik" erfolgt bei Schlafstörungen in der Regel kurze Zeit vor dem Zubettgehen (5 bis 10 Tropfen). Die Dosis kann bei nächtlichem Erwachen wiederholt werden. Bei Unruhezuständen kann man das Solunat Nr. 4 auch tagsüber als Sedativum einsetzen (mehrmals täglich 3 bis 5 Tropfen). Beim Entzug von Suchtstoffen, nicht nur von Nikotin, hat sich das Solunat Nr. 4 ebenfalls bewährt. |
Ruhe und innerer Frieden in stürmischen ZeitenInnere Ruhe und Gelassenheit sind in seelischen Krisen ein frommer Wunsch. Wenn die Mechanismen der Selbstregulation auf Dauer versagen, entsteht nach einiger Zeit eine Anspannung, die sich bis zur Panik steigern kann. In diesem Zustand ist man zu keinem klaren Gedanken mehr fähig und man neigt aus Verwirrtheit zu Fehlern, die wiederum das Panikgefühl steigern. Ein Teufelskreis, aus dem es scheinbar kein Entrinnen mehr gibt. Die Situation erscheint einem wie verhext und man fühlt sich vom Pech verfolgt. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Eventuell plagen einen Albträume oder man hat quälende Visionen. Man fühlt sich allein, unverstanden und von Gott verlassen. Früher hätte man vielleicht gesagt, man sei verflucht oder von einem Dämon besessen.Für diesen rastlosen und ratlosen Patiententyp eignet sich das Solunat Nr. 14 (früher Polypathik N). Es besteht aus drei Bromverbindungen: Ammoniumbromid, Kaliumbromid und Natriumbromid. Als pflanzliche Bestandteile sind enthalten: Beifußkraut (Artemisia vulgaris), Mistelkraut (Viscum album), Pfingstrosenblüten (Paeonia officinalis) und die Wurzel der schwarzen Nieswurz (Helleborus niger D4). Die Bromverbindungen sind bewährte Sedativa und Nervenberuhigungsmittel bei Erregungszuständen aller Art, auch mit Wahnvorstellungen. Die pflanzlichen Begleitmittel verwendet man ebenfalls schon sehr lange zur Harmonisierung bei psychischen Extremzuständen. Sämtlichen Pflanzen wird in der Volksmedizin eine magische Wirkung nachgesagt. Spontan auftretende Leiden, z.B. Wahnsinn, Migräne mit Drehschwindel, (Morbus Menière = Fallsucht), Apoplex oder Epilepsie, die alle auf ihre Weise lähmend auf Lebensprozesse wirken, galten früher als angehext oder als Einfluss von Quälgeistern (Alb, Tropf, Mahr, Fraisen). Alexander von Bernus, der Begründer der Firma Soluna, auf den auch die Rezepte zurückgehen, dürfte diese Zusammenhänge gekannt haben, denn er berücksichtigte bei der Arzneiauswahl nicht nur das pharmakologische Wissen seiner Zeit, sondern auch mythologische Überlieferungen, die Signaturenlehre und die Erfahrungen der empirischen Weiber - eine alte Bezeichnung für kräuterkundige Hexen. Beifuß galt den Germanen als besonders heilig. Die Pflanze war dem Donnergott Thor geweiht und entsprechend verwendete man sie als magischen Schutz vor Unwettern, Blitz und Geistern. Das Volk gab dem Gewächs aus der Familie der Korbblütler Namen wie Geisterbanner oder Mugwurz (Kraut der Macht). Beifuß wird traditionell in der Volksmedizin als Krampfmittel und in der Hebammenkunst zur Einleitung der Geburt verwendet. Boericke vergleicht die Pflanze mit Arnika und führt sie in seiner Materia medica als wirkungsvolles Traumamittel auf, vor allem wenn nach Schicksalsschlägen und Unfällen epileptiforme Nervensymptome auftreten. Paracelsus erwähnte Beifuß, zusammen mit Johanniskraut, Teufelsabbiss, Raute, Schöllkraut und Immergrün, als Mittel gegen Besessenheit. Eine weitere Zutat des Solunats Nr. 14 ist die Mistel (Viscum album), die bei den Germanen in noch höherem Ansehen stand. Sie galt als die Zauberpflanze schlechthin, mit deren Hilfe der Druide die Tore zur Anderswelt öffnen konnte. In der Volksmedizin verwendet man sie als Mittel bei Bluthochdruck, gegen Anfallsleiden, besonders Epilepsie und gegen den Wahnsinn. Betrachtet man die Pflanze näher, dann wächst sie entgegen natürlichen Rhythmen - sie wurzelt nur in den Kronen bestimmter Bäume, die immer an bizarren Orten wachsen (Störzonen) und sie fruchtet im Winter, der dunklen Jahreszeit. Dies gilt als Signatur, dass sie mit den Himmelsgeistern in Kontakt steht und eine besondere Beziehung zu der lichten Kraft höherer Mächte hat, mit deren Hilfe man der Dunkelheit trotzen kann. Außerdem findet man die Kreuzform im Wuchs als Signatur, was Dämonen abwehren soll. Die Pflanze enthält Wirkstoffe (Viscotoxin, Lektine) mit einer immunmodulierenden Wirkung. Von Rudolf Steiner wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts als Krebsheilpflanze eingeführt. In gleicher Weise wie die Mistel wächst auch die Nieswurz oder Christrose entgegen natürlichen Rhythmen. Ihr lichtvolles Erblühen zur Wintersonnenwende steht im Gegensatz zur Düsterkeit der Blätter und der Giftigkeit der Wurzel. Bereits Hippokrates verwendete sie als Mittel gegen Anfallsleiden und von griechischen Philosophen hieß es, dass sie die Wurzeln aßen, um besser denken zu können. Herakles wurde angeblich durch diese Heilpflanze von einem Wahnsinnsanfall geheilt, ebenso die rasenden Töchter des Königs Proitos (W. Chr. Simonis, 1981). Nieswurz wurde entsprechend in der antiken Heilkunde gegen Wahnsinn gebraucht. Dioskurides empfahl Helleborus als Mittel gegen Epilepsie, Melancholie, Wutanfälle, Gicht und Paralysis (Lähmungen nach Schlaganfall). In der homöopathischen Literatur findet man Symptome wie religiöser Wahn, Angst und Trübsinn sowie Geistesverwirrung und Hysterie. Auch Paracelsus rühmte ihre Heilwirkung bei Wahnsinn, vor allem alter Menschen. Er verwendete sie in einer spagirischen Zubereitung außerdem als Bestandteil von Lebenselixieren. Die Heilwirkungen konnten durch pharmakologische Untersuchungen weitgehend bestätigt werden. Das enthaltene Helleborin wirkt erst reizend, dann lähmend auf das ZNS. Ein zweites Glykosid, das Helleborein, ist seiner Wirkung nach ein Digitalisglykosid zweiter Ordnung. In kleinen, häufig wiederholten Dosen, verursacht es eine Verlangsamung des Pulses, in großen Dosen dagegen eine Beschleunigung, in beiden Fällen aber eine ziemliche Erhöhung des Blutdrucks. Ähnlich wirkt es auf das Nervensystem, kleine Dosen wirken tonisierend, große Dosen dagegen paralysierend (Jänicke, Grünwald, Brendler, 2003). Interessant ist vielleicht noch der Hinweis, dass Rudolf Steiner auch bei der Nieswurz auf eine immunmodulierende Wirkung beim Karzinomgeschehen hinwies, besonders bei Männern. Da Alexander von Bernus sehr gut mit Rudolf Steiner befreundet war und sich beide häufig zum Gedankenaustausch trafen, haben sie vielleicht auch die Frage nach einer gemeinsamen Verabreichung von Mistel und Nieswurz diskutiert, die Kombination im Solunat Nr. 14 ist auf jeden Fall bemerkenswert und einzigartig. Die Wirkung der botanisch verwandten und weitgehend ungiftigen Pfingstrose gleicht der Nieswurz in vielerlei Hinsicht. Volkmedizinisch verwendet man das Hahnenfußgewächs bei Neurasthenie, Neuralgien, Epilepsie, Migräne und als Sedativum bei Erregbarkeit und verschiedenen Krampfleiden (Jänicke, Grünwald, Brendler, 2003). Während Nieswurz und Mistel mit dem Mysterium der Wintersonnenwende verbunden sind, zeigt sich bei der Pfingstrose die Frühlingsgöttin Flora von ihrer schönsten Seite. Die Farbenpracht der Blüte in Kontrast zum dunklen saftigen Grün der Blätter ist unvergleichlich. In alter Zeit gab es kein Rezept mit Wirkung auf Gemüt und Nerven, das nicht auch Blüten oder Samen der Pfingstrose enthielt. Amulette aus den Samen, die man im Volksmund "Schreckkörner" nannte, verwendete man für Fraisenketten, mit denen man Kinder vor Anfallsleiden schützen wollte. Bei Dioskurides, Plinius und später bei Hildegard von Bingen, findet man die Pfingstrose als Schutzmittel gegen Dämonen, Nachtmahre, Gespenster und Albdrücken (Gallwitz, 1996). Die Heilwirkung bezeugt bereits der Name der Pflanze. Homer erwähnte einen Gott der Heilkunst namens Paieon. Hades wurde von ihm geheilt, als er bei der Verteidigung des Tores zur Unterwelt durch einen Pfeil des Herakles verletzt wurde. Später wurde Paieon generell ein Beiname für Götter der Heilkunst wie Apollon und Asklepios (Grant / Hazel, 1980). Die zwei bisher genannten Solunate lassen sich hervorragend kombinieren. Sie haben eine synergistische Wirkung bei Nerven- und Gemütserkrankungen, vor allem mit seelischer Erregung. Man kann die Mittel als Ersatz für allopathische Tranquilizer in Erwägung ziehen. Auch dieses Mittel nimmt man vorzugsweise am Abend ein, vor allem bei Schlafstörungen (10 Tropfen abends und/oder vor dem Zubettgehen) und als Sedativum auch am Tag (mehrmals tgl. 5 Tropfen). Bei Angstzuständen und Schock, also bei Erlebnissen, die einem an die Nieren gehen, sollte man ebenfalls an eine Nierenstütze denken, z.B. an das Solunat Nr. 16 (früher Renalin) - es enthält unter anderem das Venusmetall Kupfer, das man auch "Krampfmetall" nennt. Es wirkt ebenfalls entspannend und anxiolytisch. |
Das Licht am Ende des TunnelsWährend die Erregtheit eine Seite der Medaille darstellt, finden wir auf der anderen Seite die Depression als typisches Reaktionsmuster bei Krisen. Besonders nach schicksalhaften Ereignissen, beispielsweise Verlusterlebnissen, aber auch anderen schockierenden Neuigkeiten, folgt nicht selten ein seelischer Zusammenbruch. Die Betroffenen ziehen sich in ihr Schneckenhaus zurück. Sie sind in ihrem Kummer untröstlich, apathisch und ohne Hoffnung. Viele setzen sich in Gedanken mit der Vergänglichkeit und dem Tod auseinander. Sie fühlen sich einsam und von allen guten Geistern verlassen.Bei manchen Menschen bedarf es aber erst gar nicht eines Schicksalsschlages. Sie kämpfen täglich mit den Schattenwesen in ihrem Geist, sind voller böser Vorahnungen und wenn die Sonne scheint, dann ist dies immer nur der Vorbote für das nächste Unwetter. Schon morgens ist ihnen der Tag verhasst, am liebsten ziehen sie sich die Decke über den Kopf, auch wenn sie genau wissen, dass die Vogelstrauß-Taktik nicht viel hilft. Was man heute als endogene Depression beschreibt, galt früher als Seelenraub durch einen Dämon, was eine leere Hülle hinterlässt. Neben der unersetzbaren liebevollen Zuwendung und einer spirituellen Hilfe, brauchen solche Menschen vor allem Seelenbalsame. Diese umnebeln nicht die Seele, sondern sie helfen, die Hoffnung nicht zu verlieren. Es geht in erster Linie darum, dass man Ende des Tunnels wieder ein kleines Licht wahrnehmen kann, auch wenn man den Weg dorthin allein gehen muss. Seelenbalsame öffnen die Augen auf sanfte Weise für das Licht der Natur, das immer da war und immer da sein wird und das geduldig darauf wartet, dass wir uns an ihm erfreuen. Ein solcher Seelenbalsam ist das Solunat Nr. 17 (früher Sanguisol). Es enthält das Sonnenmetall Gold in einer alchimistischen Zubereitung. Schon der Fachbegriff für Gold, Aurum metallicum, verweist auf das besondere Wesen dieser Substanz, heißt doch Aurum übersetzt nichts anderes als Licht. Früher glaubte man, Gold sei als stoffgewordenes Sonnenfeuer direkt vom Himmel gefallen. Es galt als Attribut höherer Mächte und nicht ohne Grund wurde es dem neugeborenen Jesuskind als Opfergabe dargebracht. Im Arzneimittelbild von Gold finden sich Schwermut, Lebensüberdruss, Gedanken an den Tod, sogar die Neigung zum Suizid, aber auch der Hang zur Sucht, was immer von einer spirituellen Grundproblematik zeugt. Das Herz steht im Mittelpunkt. Dabei geht es jedoch nur bedingt um ein organisches Geschehen. Sehr wohl behandelt man mit Gold organische Herzprobleme wie Herzrhythmus- oder Blutdruckstörungen, viel wichtiger ist jedoch die Wirkung auf das Herz als Sitz der Seele. Der alte Name Sanguisol ist daher besonders treffend für die Wirkung des Solunats Nr. 17, denn das Mittel reichert über die Goldwirkung das Blut mit solaren Kräften an (sanguis = Blut, sol = Sonne). Das Blut ist Träger der "Ichkräfte". Es ist bekanntlich ein ganz besonderer Saft, der das Herz bewegt und die Seele im richtigen Maß schwingen lässt. Es wundert daher sicher nicht, dass einige der pflanzlichen Begleitmittel wie Johanniskraut, Safran, Weißdornfrüchte, Wiesenknopf und Rose, eine rote Farbsignatur aufweisen. Johanniskraut ist heute neben Baldrian die am häufigsten verwendete Pflanze bei seelischen Problemen. Selbst in schulmedizinischen Kreisen hat sich die vorzügliche Wirkung gegen den Dämon der Melancholie herum gesprochen. Eine alte Bezeichnung in der Volksmedizin ist Fuga daemonum (Teufelsflucht). Paracelsus schrieb über die heilige Pflanze der Sommersonnenwende: "Gott hat in der Perforata einen besonderen Willen und ein besonderes Arcanum für den Menschen geschaffen (...). Es ist eine Universalmedizin für den ganzen Menschen" Er erwähnte Johanniskraut als Arznei bei Besessenheit, Suizidneigung und wenn Phantasmen den Geist vergiften, aber auch als Wundbalsam, was seelische Wunden einschließt. Ähnlich sonnenhaft ist der Safran, der dem Präparat nach der Destillation als Extrakt zugegeben wird. Das Gold unter den Gewürzen ist ein besonders wirkungsvolles Mittel bei Stimmungslabilität und bösen Folgen von Kummer. Ferner enthält das Solunat Nr. 17 drei Rosengewächse. Zunächst den Wiesenknopf, der durch seine rote Farbsignatur auf das Blut kräftigend einwirkt. Dann die Rose, die man in der Volksmedizin traditionell als Herz-und Nerventonikum verwendet. Sie ist aber auch als Symbolpflanze der Rosenkreuzer und des Herz-Mysteriums in diesem Rezept enthalten. Die tonisierende Wirkung auf das Herz als Seelenorgan erfolgt besonders durch den Weißdorn, wobei neben den Früchten auch die Blätter und die Blüten verwendet werden. Auch hier gibt es mythologische Zusammenhänge - es ist die Kraft des weisen Merlins, der durch Zauberhand in einen Weißdorn verwandelt wurde, die durch den Weißdorn wirkt. Ebenfalls als Herztonika sind Rosmarin und Herzgespann enthalten. Letzteres hat eine besonders wohltuende Wirkung bei seelischen Herzleiden und Rhythmusstörungen. Als letzte Zutat findet man in dem Rezept noch die Melisse. Sie ist ein Nervinum ersten Ranges. Paracelsus schrieb über seine Lieblingspflanze: "Melisse ist ein Erneuerer der Lebenskräfte (...) und von allen Dingen, die die Erde hervorbringt, die beste Pflanze für das Herz." Wunderbar ist auch das folgende Zitat aus dem Kräuterbuch des Alchimisten Brunschwyck: "Melisse macht dem Menschen schnelle Sinn/ und ein Verständnuß und Vernufft alles das zu gedenken und ihn Gedächtnuß zu behalten/ was einem Menschen möglich ist. (...) Nüchtern auf drey loht getruncken/ macht die von Zorn oder sonsten traurig und beschwehret sindt/ widerumb frölich/ es bringt auch gute Sinn und beständige farb. (...) Melisse vertreibt die Unsinnigkeit und Daubheit des Haupts (...). Melissenkraut Wasser macht frölich die Seel/ und stärckt das Herz und Hirn/ und nimbt alle Sorgfeltigkeit und Forcht/ die da von verbrannter Melancholey und Phlegma gern entsteht. Ist gut, wem sein Herz siech ist von kält/ es erwärmet dasselbige widerumb."So in etwa hätte Brunschwyck wohl auch die Wirkung des Solunats Nr. 17 beschrieben Das Präparat dosiert man am besten mehrmals täglich 5 bis 10 Tropfen, vorzugsweise morgens und mittags. Man kann es auch im Wechsel mit dem silberhaltigen Solunat Nr. 4 verwenden. Morgens das Goldpräparat und abends das Silberpräparat angewendet, gibt der Seele ein Gefühl für den richtigen Rhythmus zurück. Als Ergänzungsmittel eignen sich natürlich vor allem Herzpräparate, z.B. das goldhaltige Solunat Nr. 5 (ehemals Cordiak), das die Herzfunktion kräftigt. Das ebenfalls goldhaltige Solunat Nr. 2 (früher Aquavit) wirkt vor allem auf die Lebensfunktionen stimulierend. Man sollte es bei jeder Art von Depression verwenden. Bei Schwermut muss man auch an Leber- und Milzmittel denken. Wenn die schwarzen Säfte das Gemüt verdüstern, eignen sich z.B. das Solunat Nr. 8 (früher Hepatik) und das Solunat Nr. 18 (früher Splenetik) zur Reinigung. Sie entlasten die Seele von unnötigem Ballast und geben ihr so das nötige Gefühl von Leichtigkeit, um den Weg zum Licht zu gehen. |
Literatur
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