Aktuelle Informationen zu den Rosenzäpfchen und zu neueren Rezepturen für Vaginalzäpfchen!

von Margret Madejsky




Liebe Leserin, liebe Interessentin,

die ursprünglichen "Rosenzäpfchen - Blumen für die Vagina" (siehe Margret Madejsky "Alchemilla" Goldmann Verlag München 2000 Seite 163 und "Alchymilla" Naturheilpraxis 10/98) wurden vor bald 10 Jahren in Zusammenarbeit mit unserem ehemaligen Apotheker entwickelt. Damals wollte ich unseren Ausbildungsteilnehmern anhand eines Beispiels das Rezeptieren beibringen und die Herstellung von Vaginalzäpfchen vermitteln. Daher wählte ich folgende Rezeptur, von der eine pflegende und mild antibakterielle Wirkung zu erwarten war:
Taubnesselblütentinktur
Frauenmantel Urtinktur
Majoran Urtinktur
Sonnenhut Urtinktur
Ätherisches Rosenöl
Die Tinkturen und Urtinkturen wurden 10 prozentig in Zäpfchenmasse (Adeps solidus = Hartfett) eingearbeitet und mit ätherischem Rosenöl sowie mit Rosenblütenpulver versetzt.
Die Rosenzäpfchen erfreuten sich rasch großer Beliebtheit und wurden von vielen Hundert Frauen erprobt. Leider tauchten bald auch erste Probleme bei der Herstellung sowie Unverträglichkeiten auf.
  1. Die im Grunde genommen einfache Rezeptur kann eigentlich von jeder beliebigen Apotheke hergestellt werden, nur muss die Apotheke die Rosenblüten selbst pulverisieren. Das Blütenpulver führt jedoch bei Anwendung während dem Geschlechtsverkehr zu unangenehmem Rubbeleffekt und sollte daher bei empfindlichen Personen ganz weggelassen werden. Inzwischen empfehle ich lieber Rosenzäpfchen ohne Blütenpulver.
  2. Einige der Tinkturen und Urtinkturen sind heute so nicht mehr im Handel, weswegen man die Einzelbestandteile der Rosenzäpfchen z. T. aus dem Ausland importieren muss (z. B. von Spagyra Österreich). Leider haben nicht alle Apotheken Erfahrungen damit, so dass die Zäpfchen teilweise sehr teuer sind. Daher empfehle ich, sich vor der Bestellung nach dem Endpreis zu erkundigen.
  3. Die Qualität des verwendeten Rosenöls schwankt erheblich, so dass der Geruch und die Wirksamkeit dieses Vaginalpflegepräparats ebenfalls schwankt. Meiner Meinung nach rundet türkisches Rosenö,l kbA von Primavera die Rezeptur ideal ab und ist aufgrund seines hohen Gehalts an Geraniol besonders heilsam. Bitte erkundigen Sie sich daher, ob Ihre Apotheke ebenfalls das hochwertige türkisches Rosenöl kbA von Primavera verwendet.
  4. Leider kamen in den letzten Jahren immer häufiger Beschwerden über die Rosenzäpfchen, die bei manchen Frauen Brennen sowie Juckreiz verursachten und durch das Blütenpulver auch bei Männern während dem Geschlechtsverkehr lokale Reizungen hervorriefen. Dafür gibt es zwei Hauptgründe:
    1. bei sehr empfindlichen Frauen mit Neigung zu Fissuren, bei Craurosis-Patientinnen sowie bei Unverträglichkeit der Zäpfchenmasse kommen Brennen und Jucken häufiger vor. Diese Frauen sollten lieber die Vaginalgels von Wala probieren (Majorana Gel / Rosmarinus/Prunus Gel).
    2. durch die Herstellung der Rosenzäpfchen mit minderwertigen Ausgangssubstanzen sowie durch die Verwendung von Mikrowelle leidet die Qualität enorm! Daher ist es empfehlenswert sich zu erkundigen, ob die Rosenzäpfchen von Ihrer Apotheke wirklich ohne Mikrowelle hergestellt werden!


Folgende Apotheken haben Erfahrung in der Herstellung von Rosenzäpfchen, stellen die Rosenzäpfchen nach meinen Vorstellungen her - also ohne Gebrauch von Mikrowelle und mit bestem Rosenöl! - und versenden die Rosenzäpfchen auch auf Wunsch:
  • Eversbusch-Apotheke, Ansprechpartner Michael Aigner, Eversbuschstr. 92, 80999 München, Tel. 089-8122159, Fax 089-8123328
  • Linden Apotheke, Roland Andre, Kellerstr. 38 - 40, 85276 Pfaffenhofen, Tel. 08441-76464, Fax 08441-83958
  • Limes-Apotheke, Annette Heerz, Uhlandstr. 18, 35415 Pohlheim, Tel. 06403-61595, Fax 06403-61700


Liebe Leserin, liebe Interessentin,

bitte beachten Sie, dass ich im Laufe der letzten Jahre neue Vaginalzäpfchen-Rezepturen entworfen haben, die leider erst in der 4. Auflage der "ALCHEMILLA - Eine ganzheitliche Kräuterheilkunde für Frauen" vom Goldmann Verlag München aufgenommen werden konnten. Bitte beachten Sie meinen Fachartikel "Blumen für die Vagina" veröffentlicht in der NATURHEILPRAXIS 9/2004.
Die vielen Rückmeldungen meiner Patientinnen und meiner Leserinnen haben mich angeregt, die Zäpfchen-Rezepte stetig zu verbessern, so dass für die neuen Rezepte beste Verträglichkeit und optimale Wirkung zu erwarten sind. Besonders hochwertige, handgerührte und somit ohne Mikrowelle hergestellte Zäpfchen erhalten Sie von den vorgenannten Apotheken.
Hier meine drei neuen Lieblingsrezepte für Vaginalzäpfchen:
  1. Rosenzäpfchen mit Frauenmantel (Rezept für 20 Vaginalzäpfchen à 1g)
    2 ml Alcea Alchemilla Urtinktur
    2 Tropfen Oleum aeth. Rosae verum
    18 g Adeps solidus (Hartfett)
    M.f. vag.supp. à 1g Nr. XX
    Diese Rezeptur ist sozusagen die Fortentwicklung der Originalrezeptur. Die Rosenzäpfchen mit Frauenmantel sind ein Vaginalpflegepräparat, das mild reizlindernd, regenerierend und leicht antibakteriell wirkt. Es kann auch nur bei Bedarf verwendet werden, bspw. bei unspezifischem Weissfluß oder statt eines Gleitmittels bei Geschlechtsverkehr oder zur Nachkur nach bakteriellen Infekten.
  2. Rosenzäpfchen mit Kapuzinerkresse (Rezept für 30 Vaginalzäpfchen à 1g)
    1 ml Alcea Alchemilla Urtinktur
    1 ml Alcea Tropaeolum majus Urtinktur
    1 ml Borax Dil. D4 (Borax)
    3 Tropfen Oleum aeth. Rosae verum
    5 Tropfen Oleum aeth. Lavandulae
    27 g Adeps solidus (Hartfett)
    M.f.vag.supp. à 1g Nr. XXX
    Diese Rezeptur wurde speziell für die Nachbehandlung bei (durch Gynäkologen behandelten) Scheidenpilz sowie zur Vorbeugung entwickelt. Die Kapuzinerkresse wirkt jedoch nicht nur pilzfeindlich, sondern sie hat auch eine beachtliche antibakterielle Wirkung.
Wichtig!
Sollten Sie Fragen zur Herstellung der Zäpfchen haben, so wenden Sie sich bitte an die vorgenannten Apotheken. Gerne werden Ihnen die Apotheker Michael Aigner, Roland Andre oder Annette Heerz Ihre Fragen beantworten und bei der Herstellung der Zäpfchen durch Ihre Apotheke behilflich sein.



Liebe Interessentin, liebe Leserin,

ständig werde ich von Hörerinnen oder Leserinnen gedrängt, mich auf jeweils eine Standardrezeptur z. B. für Pilz, für Craurosis, etc. einzuschießen. Doch dies ist nicht meine Art, denn wir von Natura Naturans verstehen uns als ewige Studenten der Natur, so dass ständig neue Erkenntnisse hinzukommen, die natürlich auch in unsere Veröffentlichungen integriert werden wollen. Dann verändern sich auch die Bedürfnisse der Betroffenen im Lauf der Zeit, so dass ich stets nach noch milderen und gleichzeitig noch wirksameren Läsungen suche. Und nicht zuletzt unterliegt der Arzneimarkt einem unberechenbaren Wandel. Manche Verluste sind sehr schmerzlich in der Praxis, z.B. dass es Lamioflur nur noch als rezeptpflichtigen Auslandsimport aus der Schweiz gibt, der zudem sehr teuer ist. Daher versuche ich, diese Mittel irgendwie zu ersetzen.
Für die 4. Auflage der ALCHEMILLA ermöglichte mir der Verlag kleinere Korrekturen, so dass sich hier und da "neue" Rezepturen finden. Ich wollte und will zwar keine Verwirrung stiften, aber es führen stets viele Wege nach Rom und die alten Rezepte haben selbstverständlich immer noch ihre Berechtigung. Wer durch die dadurch entstandene Rezeptauswahl völlig verunsichert ist, sollte sich meiner Meinung nach einfach an unsere Apotheker Roland Andre und Michael Aigner wenden, die Sie bei der Wahl der richtigen Rezeptur gerne beraten.

Wichtiger Hinweis für den Leser:
Trotz sorgfältiger Überprüfung sind die in den Artikeln aufgeführten Hinweise, Rezepte, Dosierungsangaben und Applikationsformen ohne Gewähr; Die Autoren übernehmen daher keine Garantie, bzw. Haftung. Jeder Benutzer ist angehalten, durch Prüfung der Beipackzettel verwendeter Handelspräparate und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker festzustellen, ob die Empfehlungen für Dosierungen oder die angeführten Kontraindikationen gegenüber den Angaben in den Artikeln abweichen. Jede Dosierung oder Applikation erfolgt auf eigene Gefahr und muss in jedem Fall individuell abgewägt werden. Geschützte Warennamen (Warenzeichen) sind nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.
Sämtliche vorgeschlagenen Therapiehinweise und Rezepte haben ausschließlich einen modellhaften Charakter. Die Artikel sind im Inhalt nicht zeitlich angeglichen, sondern im Original des Erscheinungsdatums dargestellt. Das der Arzneimarkt starken Umwälzungen ausgesetzt ist, kann es sein, dass genannte Präparate nicht mehr im Handel sind oder eine andere Bezeichnung erhalten haben - bitte fragen Sie diesbezüglich bei Ihrem Apotheker nach. Sollten Sie weder Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker sein, bedenken Sie bitte bei einer Selbstmedikation, dass hierfür ausreichende Kenntnisse der Heilkunst erforderlich sind.
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