Am 22. und 23.11.2008 veranstaltete Natura Naturans ein Vortragswochenende zum Thema






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Die Arbeitsgemeinschaft für Traditionelle Abendländische Medizin, Natura Naturans, widmete sich mit dieser Veranstaltung, an der mehr als hundert Personen teilnahmen, einem der aktuellsten Themen unserer Zeit.
Neun Referenten waren für das Wochenende geladen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Phänomen Wasser befassten.
Wie Olaf Rippe zur Begrüßung ausführte, besteht Wasser zwar aus dem häufigsten und dem dritthäufigsten Element des Universums, aber wie bereits der Dichter D.H. Lawrence bemerkte, gibt es da noch etwas Drittes, das eigentlich keiner kennt. Dieses Dritte macht aus Wasser eine der bemerkenswertesten Substanzen überhaupt. Das Besondere entzieht sich jedoch der wissenschaftlichen Betrachtung. Dieses Dritte lässt sich, wenn überhaupt, nur auf metaphysische oder alchimistische Weise verstehen.
Wasser ist der Ursprung allen Lebens und Träger der Lebensenergie. Daher gelten Quellen seit Urzeiten und weltweit als heilige und heilkräftige Orte mit ganz individuellen Eigenschaften, an denen oft noch heute eine kultische Naturverehrung stattfindet. Wasser ist aber auch ein Energiephänomen, mit dem sich beispielsweise Rutengänger seit Urzeiten befassen. Als energetischer Speicher dient Wasser ebenso der Informationsübertragung in Homöopathie und Alchimie. In der modernen Wasserforschung kann man diese Phänomene inzwischen auf eindrucksvolle Weise sichtbar machen.
Dr. Max Amann machte den Anfang mit seinem Vortrag
"Heilquellen rund um München".
Als Chemiker und Heilpraktiker zeigte er auf eindrucksvolle Weise, dass die Heilkräfte einer Quelle nicht nur von chemischen, sondern auch von ganz anderen Faktoren stammen, die man bestenfalls alchimistisch erklären kann. Er machte auf die geologischen, aber auch geomantischen Besonderheiten von Quellorten aufmerksam. Hierzu zeigte er Bilder besonderer Heilquellen, beschrieb die Heilqualität der jeweiligen Wässer und demonstrierte die Qualität unter anderem auch mit seinem Pendel. Anschließend konnten die Teilnehmer die verschiedenen Wässer kosten und sich selber ein Urteil bilden.
Besonders das Heilwasser von Heiligen Brunn bei Passau stand dabei im Mittelpunkt, das von Jürgen Oswald in zahlreichen Flaschen direkt von der Quelle mit nach München gebracht wurde. Da auch die Firma "Black Forest" ihr schmackhaftes Wasser beisteuerte, wurde über die unterschiedliche Wirkung von Wässern nicht nur kontrovers diskutiert, sondern das Ganze auch zu einem sinnlichen und wahrhaft köstlichen Vergnügen.
Nach Dr. Amann sprach der Wasserforscher
Jörg Schauberger über das Thema
"Wasser, Wald und Wirbel".
Als Enkel von Viktor Schauberger (1885 - 1958), dem Pionier auf dem Gebiet der Wasserforschung, stellte er dessen Lebenswerk vor. Jörg Schauberger, der auch selber das Phänomen Wasser erforscht, begab sich mit den Hörern auf eine Reise in die Bergwelten und zeigte anhand eindrucksvoller Bilder, dass die Natur selbst der wahre Lehrer ist. In der Wirbelbewegung des Wassers erkannte Viktor Schauberger die Grundlage für aufbauende Lebensenergien. So erfuhren die Teilnehmer viel Interessantes über die Möglichkeiten der Wasserveredelung. Natur kapieren und kopieren und mit ihr kooperieren lautete das Fazit des eindrucksvollen Vortrags.
"Wasser-Kristall-Welten" war das Thema des nächsten Referenten
Andreas Schulz. Er ist Heilpraktiker und Leiter der Firma Hagalis, die Analysen durchführt und spagirische Arzneien herstellt. Außerdem entwickelte er die Kristallanalyse, mit der die besondere Wasserqualität bildhaft dargestellt werden kann. Dabei geht es aber nicht nur um eine Qualität im Sinne des Gesetzgebers, sondern um besondere lebensaufbauende Eigenschaften, die durch eine chemische Behandlung durch Wasserwerke oder bei Entsalzungsanlagen mehr oder weniger vollständig verschwindet. Seine Methode macht auch die chemische Verschmutzung und sogar abgetötete Bakterien sichtbar. Er zeigte hierzu Bilder reinsten Quellwassers aus La Palma und Neuseeland und der Vergleich mit Trinkwasser aus Stuttgart und anderen Städten war ausgesprochen ernüchternd. Ermutigend waren dann aber zum Schluss weitere Bilder, die zeigten, wie durch eine Wasserbelebung die Lebenskräfte wiederum auch ansteigen können.
Zum Abschluss des Samstags sprach dann der Ethnologe
Dr. Wolf-Dieter Storl über
"die Seele des Wassers".
In seiner unvergleichlichen Art erzählte er über die Naturvorstellungen der Völker und wie sie uns durch Mythen und Sagen überliefert sind. Fasziniert lauschten ihm die Teilnehmer und reisten im Geiste mit ihm einmal rund um die Welt. Er erzählte von der Göttin Ganges, von der Loreley, von Nixen, Undinen und von Sirenen die Odysseus quälten, aber auch von Quellnymphen, an die sich die Menschen in ihrer Not wenden können. Wunscherfüllung, Reinigung, Heilung oder Fruchtbarkeit sind einige der Gaben der Wasserwesenheiten an uns Menschen. Doch in unserer reduktionistischen Welt ist für diese Sicht der Welt leider kaum noch Platz, was sicher einer der Gründe für unsere ökologischen Probleme ist.
Den Sonntag eröffnete
Roland Andre, Apotheker und Inhaber der Lindenapotheke in Pfaffenhofen, mit seinem Vortrag
"das kühle Nass aus der Leitung".
Durch den Vortrag von Herrn Schulz am Vortag war bereits deutlich geworden, dass das, was aus der Leitung kommt, nicht unbedingt immer sehr bekömmlich ist. Die wahre Dimension der Wasserbelastung wie sie Roland Andre darstellte, auch von scheinbar gutem Trinkwaser, war dann doch für viele schockierend. So erfuhren die Hörer Wesentliches zur Verschmutzung des Trinkwassers mit Arzneimittelrückständen und anderen chemischen Stoffen. Auch die technische Reinigung von Wasser, deren Stärken und Schwächen und der Unterschied der verschiedenen Wässer, vom Trinkwasser bis zum Mineralwasser, wurde ausführlich erklärt. Die chemische Zusammensetzung von diversen Mineralwässern wurde ebenfalls unter die Lupe genommen, mit zum Teil erheblichen Überraschungen - "Black Forest" schnitt dabei übrigens sehr gut ab.
Der Geomant, Baumpfleger und Forstwirt
Jürgen Oswald referierte danach über das Phänomen
"Wasserader - Fluch oder Segen".
Zunächst erklärte er Prinzipielles zum Thema und zeigte, dass dieses Wissen bereits in antiker Zeit von Bedeutung war. Besonders hob er dabei die etruskische Kultur hervor, aus der die Raptomantie stammt, bei der man mit einer Art Wanderstab die Erdenergien erspüren kann. Von der Theorie zur Praxis analysierte er anschließend mit der Wünschelrute die geomantschen Gegebenheiten des Hörsaals und verglich die Ergebnisse mit historischen Sakralbauten, die eigentlich immer nach geomantischen Gesichtspunkten gebaut sind. Möglichkeiten der Entstörung mit einfachen und natürlichen Hilfsmitteln wie Steinen und Misteln wurden ebenfalls von ihm besprochen. Zum Abschluss warnte er eindringlich davor, das Phänomen Wasserader nur negativ zu betrachten, sondern man sollte seiner Meinung nach auch die heilsamen und spirituellen Aspekte nicht außer Acht lassen.
Nach der Mittagspause referierte die Heilpraktikerin
Margret Madejsky über das Thema
"Die Pflanze als Zeiger".
Sie machte deutlich, wie sehr Pflanzen mit dem Wässrigen verbunden sind. Auf dem Weg von der Quelle bis zum Meer wird das Wasser immer auch von bestimmten Pflanzen begleitet. Oft findet man den Zusammenhang schon im Namen einer Pflanze angedeutet, z.B. Brunnenlebermoos, Brunnenkresse, Bachbunge, Wasserdost oder Seerose. Ist dies nur Zufall, oder verbirgt sich dahinter ein unsichtbares Gesetz? Im Sinne des Paracelsus lässt sich der Standort oder der Name einer Pflanze auch als Signatur begreifen und Signaturen sind immer ein Hinweis auf eine mögliche Verwendung als Heilmittel. Es ist eben kein Zufall, dass man Rheumapflanzen gerne im Feuchten findet oder wenn immunmodulierende Pflanzen gehäuft auf Wasseradern oder anderen "Störzonen" auftreten. Als Fazit wurde den Hören bewusst, wie wichtig es ist, mit wachen Sinnen im Buch der Natur zu lesen.
"Resonanz und Schöpfung" lautete der Beitrag von
Alexander Lauterwasser.
Der bekannte Philosoph und Wasserforscher kommentierte einen selbsthergestellten Film, dessen Inhalt viele Zuschauer zutiefst berührte. Mit einzigartigen Bildern konnte er zeigen, welche Kräfte sich hinter der Formenwelt verbergen. Unterschiedliche Töne versetzen Wasser in Schwingung, was spontan zu den unterschiedlichsten Formen führt. Aber statt Chaos antwortet das Wasser mit überirdisch schönen und harmonischen Formen, z.B. mit einer Pentagrammstruktur oder oktogonalen Formen und sogar als Spirale, die zu den komplexesten Formen überhaupt zählt. Doch dies geschieht nicht nur in der Welt des Wassers. Gleiche Formenprinzipien findet man im Blütenaufbau von Pflanzen oder im Muster des Leopardenfells oder einer Schildkröte. Begeistert folgten die Zuhörer den Ausführungen des Referenten und zum Abschluss sah man, wie das Wasser zur Musik von Debussy tanzte.
Der Film von Alexander Lauterwasser war übrigens nicht der einzige künstlerische Beitrag an diesem Wochenende.
Fred Weidmann, visionärer Künstler aus München, zeigte einen kleinen Querschnitt aus seinem künstlerischen Schaffen. Seine fraktalen Kunstwelten, die unter anderen auch vom Werk des Naturforschers Theodor Schwenk inspiriert sind, ließen erahnen, welche geistigen Dimensionen sich noch hinter dem Element Wasser verbergen.
"Magische Heilquellen" hieß der letzte Beitrag. Heilpraktiker
Olaf Rippe entführte die Hörer auf eine Bilderreise zu Quellen, die als Jungbrunnen, Orakelplätze oder Quelle der Weisheit verehrt wurden und die bis heute nichts von ihrer Heilkraft und von ihrem Zauber verloren haben.
Die Reise beginnt im antiken Delphi, das heute noch zu den geomantisch interessantesten Orten Europas zählt. Einst kam man an diesen heiligen Ort, um das Orakel zu befragen. Noch heute kann man die Quelle besuchen, aus die Orakelpriesterin trinken musste. Weitere Stationen des Vortrags waren Gomera, Irland, Zypern sowie Quellen in Bayern und in den Alpen. Die Hörer erfuhren nicht nur etwas über die geheimnisvollen Kräfte der Orte und die Heilwirkung der Quellwässer, sondern auch etwas über Mythologie und Geistwesen, die mit dem Wasserelement in Verbindung stehen. Eine Quellnymphe kann man nicht in der Flasche mitnehmen, lautete das Fazit von Olaf Rippe. Zu einer Quelle muss man hingehen, dort in Stille verweilen und man sollte auch an ein Gegengeschenk für die Wasserwesen denken, denn ohne Wasser gäbe es kein Leben.
Bedanken möchten wir uns bei der Zeitschrift Naturheilpraxis (Pflaum-Verlag) für die Übernahme der Schirmherrschaft und bei der Firma "Black Forest", die uns ihr schmackhaftes Wasser zum Kosten zur Verfügung stellte.
Die Vorträge sind auf DVD erhältlich - zur Bestellung bitte hier klicken
Literatur zum Thema Wasser finden Sie in unserem Büchershop
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Fotos von Foto-und Aroma-Oase, Ludwina und Rudolf Buchner, München
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Referenten und Helfer:
Oben: Thomas Schury, Susanne Lindacher, Rosemarie Gabrysch, Fred Weidmann, Monika Perselli, Gaby Schötz
Mitte: Stefan Theierl, Astrid Süßmuth, Alexander Lauterwasser, Max Amann, Michael Schmid, Margret Madejsky, Olaf Rippe und Florian, Roland Andre
Unten: Jörg Schauberger, Miriam Crämer, Jürgen Oswald |