Die Arbeitsgemeinschaft für Traditionelle Abendländische Medizin, Natura Naturans, widmete sich mit dieser Veranstaltung, an der mehr als hundert Personen teilnah- men, einem der aktuellsten Themen unserer Zeit. Neun Referenten waren für das Wochenende geladen, die sich auf ganz unterschied- liche Weise mit dem Phänomen Wasser befassten. Wie Olaf Rippe zur Begrüßung ausführte, besteht Wasser zwar aus dem häufigsten und dem dritthäufigsten Element des Universums, aber wie bereits der Dichter D.H. Lawrence bemerkte, gibt es da noch etwas Drittes, das eigentlich keiner kennt. Dieses Dritte macht aus Wasser eine der bemerkenswertesten Substanzen über- haupt. Das Besondere entzieht sich jedoch der wissenschaftlichen Betrachtung.

Vortrag Dr. rer. nat Max Amann

Dr. Max Amann machte den Anfang mit seinem Vortrag "Heilquellen rund um München". Als Chemiker und Heilpraktiker zeigte er auf ein- drucksvolle Weise, dass die Heilkräfte einer Quelle nicht nur von chemischen, sondern auch von ganz an- deren Faktoren stammen, die man bestenfalls alchi- mistisch erklären kann. Er machte auf die geologi- schen, aber auch geomantischen Besonderheiten von Quellorten aufmerksam. Hierzu zeigte er Bilder beson- derer Heilquellen, beschrieb die Heilqualität der je- weiligen Wässer und demonstrierte die Qualität unter anderem auch mit seinem Pendel. Anschließend konnten die Teilnehmer die verschiedenen Wässer kosten und sich selber ein Urteil bilden. Besonders das Heilwasser von Heiligen Brunn bei Passau stand dabei im Mittelpunkt, das von Jürgen Oswald in zahlreichen Flaschen direkt von der Quelle mit nach München gebracht wurde. Da auch die Firma "Black Forest" ihr schmackhaftes Wasser beisteuerte, wurde über die unterschiedliche Wirkung von Wässern nicht nur kontrovers diskutiert, sondern das Ganze auch zu einem sinnlichen und wahrhaft köstlichen Vergnügen.

Vortrag Jörg Schauberger

Nach Dr. Amann sprach der Wasserforscher Jörg Schauberger über das Thema "Wasser, Wald und Wirbel". Als Enkel von Viktor Schauberger (1885 - 1958), dem Pionier auf dem Gebiet der Wasserforschung, stellte er dessen Lebenswerk vor. Jörg Schauberger, der auch selber das Phänomen Wasser erforscht, begab sich mit den Hörern auf eine Reise in die Bergwelten und zeigte anhand eindrucksvoller Bilder, dass die Natur selbst der wahre Lehrer ist. In der Wirbelbewegung des Was- sers erkannte Viktor Schauberger die Grundlage für aufbauende Lebensenergien. So erfuhren die Teilneh- mer viel Interessantes über die Möglichkeiten der Wasserveredelung. Natur kapieren und kopieren und mit ihr kooperieren lautete das Fazit des eindrucks- vollen Vortrags.

Vortrag Andreas Schulz

"Wasser-Kristall-Welten" war das Thema des nächsten Referenten Andreas Schulz. Er ist Heilpraktiker und Leiter der Firma Hagalis, die Analysen durchführt und spagirische Arzneien her- stellt. Außerdem entwickelte er die Kristallanalyse, mit der die besondere Wasserqualität bildhaft darge- stellt werden kann. Dabei geht es aber nicht nur um eine Qualität im Sinne des Gesetzgebers, sondern um besondere lebensaufbauende Eigenschaften, die durch eine chemische Behandlung durch Wasserwerke oder bei Entsalzungsanlagen mehr oder weniger vollständig verschwindet. Seine Methode macht auch die chemi- sche Verschmutzung und sogar abgetötete Bakterien sichtbar. Er zeigte hierzu Bilder reinsten Quellwassers aus La Palma und Neuseeland und der Vergleich mit Trinkwasser aus Stuttgart und anderen Städten war ausgesprochen ernüchternd. Ermutigend waren dann aber zum Schluss weitere Bilder, die zeigten, wie durch eine Wasserbelebung die Lebenskräfte wiederum auch ansteigen können.

Vortrag Wolf-Dieter Storl

Zum Abschluss des Samstags sprach dann der Ethnologe Dr. Wolf-Dieter Storl über "die Seele des Wassers". In seiner unvergleichlichen Art erzählte er über die Naturvorstellungen der Völker und wie sie uns durch
Mythen und Sagen überliefert sind. Fasziniert lausch- ten ihm die Teilnehmer und reisten im Geiste mit ihm einmal rund um die Welt. Er erzählte von der Göttin Ganges, von der Loreley, von Nixen, Undinen und von Sirenen die Odysseus quälten, aber auch von Quell- nymphen, an die sich die Menschen in ihrer Not wen- den können. Wunscherfüllung, Reinigung, Heilung oder Fruchtbarkeit sind einige der Gaben der Wasserwesen- heiten an uns Menschen. Doch in unserer reduktionisti- schen Welt ist für diese Sicht der Welt leider kaum noch Platz, was sicher einer der Gründe für unsere ökologischen Probleme ist.

Vortrag Roland Andre

Den Sonntag eröffnete Roland Andre, Apotheker und Inhaber der Lindenapotheke in Pfaffenhofen, mit seinem Vortrag "das kühle Nass aus der Leitung". Durch den Vortrag von Herrn Schulz am Vortag war bereits deutlich geworden, dass das, was aus der Lei- tung kommt, nicht unbedingt immer sehr bekömmlich ist. Die wahre Dimension der Wasserbelastung wie sie Roland Andre darstellte, auch von scheinbar gutem Trinkwasser, war dann doch für viele schockierend. So erfuhren die Hörer Wesentliches zur Verschmutzung des Trinkwassers mit Arzneimittelrückständen und anderen chemischen Stoffen. Auch die technische Reinigung von Wasser, deren Stärken und Schwächen und der Unterschied der verschiedenen Wässer, vom Trinkwasser bis zum Mineralwasser, wurde ausführlich erklärt. Die chemische Zusammensetzung von diversen Mineralwässern wurde ebenfalls unter die Lupe genommen, mit zum Teil erheblichen Überraschungen - "Black Forest" schnitt dabei übrigens sehr gut ab.

Vortrag Jürgen Oswald

Der Geomant, Baumpfleger und Forstwirt Jürgen Oswald referierte danach über das Phänomen "Wasserader - Fluch oder Segen". Zunächst erklärte er Prinzipielles zum Thema und zeigte, dass dieses Wissen bereits in antiker Zeit von Bedeutung war. Besonders hob er dabei die etruskische Kultur hervor, aus der die Rhabdomantie stammt, bei der man mit einer Art Wanderstab die Erdenergien erspüren kann. Von der Theorie zur Praxis analysierte er anschließend mit der Wünschelrute die geomanti- schen Gegebenheiten des Hörsaals und verglich die Ergebnisse mit historischen Sakralbauten, die eigent- lich immer nach geomantischen Gesichtspunkten ge- baut sind. Möglichkeiten der Entstörung mit einfachen und natürlichen Hilfsmitteln wie Steinen und Misteln wurden ebenfalls von ihm besprochen. Zum Abschluss warnte er eindringlich davor, das Phänomen Wasser- ader nur negativ zu betrachten, sondern man sollte seiner Meinung nach auch die heilsamen und spiritu- ellen Aspekte nicht außer Acht lassen.

Vortrag Margret Madejsky

Nach der Mittagspause referierte die Heilpraktikerin Margret Madejsky über das Thema "Die Pflanze als Zeiger". Sie machte deutlich, wie sehr Pflanzen mit dem Wäss- rigen verbunden sind. Auf dem Weg von der Quelle bis zum Meer wird das Wasser immer auch von bestimm- ten Pflanzen begleitet. Oft findet man den Zusammen- hang schon im Namen einer Pflanze angedeutet, z.B. Brunnenlebermoos, Brunnenkresse, Bachbunge, Wasserdost oder Seerose. Ist dies nur Zufall, oder ver- birgt sich dahinter ein unsichtbares Gesetz? Im Sinne des Paracelsus lässt sich der Standort oder der Name einer Pflanze auch als Signatur begreifen und Signa- turen sind immer ein Hinweis auf eine mögliche Ver- wendung als Heilmittel. Es ist eben kein Zufall, dass man Rheumapflanzen gerne im Feuchten findet oder
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Dieses Dritte lässt sich, wenn überhaupt, nur auf metaphysische oder alchimistische Weise verstehen. Wasser ist der Ursprung allen Lebens und Träger der Lebensenergie. Daher gelten Quellen seit Urzeiten und weltweit als heilige und heilkräftige Orte mit ganz individuellen Eigenschaften, an denen oft noch heute eine kultische Naturverehrung stattfindet. Wasser ist aber auch ein Energiephänomen, mit dem sich beispielsweise Rutengänger seit Urzeiten befassen. Als energetischer Speicher dient Wasser ebenso der Informationsübertragung in Homöopathie und Alchimie. In der modernen Wasserforschung kann man diese Phänomene inzwischen auf eindrucksvolle Weise sichtbar machen.
wenn immunmodulierende Pflanzen gehäuft auf Was- seradern oder anderen "Störzonen" auftreten. Als Fazit wurde den Hören bewusst, wie wichtig es ist, mit wachen Sinnen im Buch der Natur zu lesen.

Vortrag Alexander Lauterwasser

"Resonanz und Schöpfung" lautete der Beitrag von Alexander Lauterwasser. Der bekannte Philosoph und Wasserforscher kommen- tierte einen selbst hergestellten Film, dessen Inhalt viele Zuschauer zutiefst berührte. Mit einzigartigen Bildern konnte er zeigen, welche Kräfte sich hinter der Formenwelt verbergen. Unterschiedliche Töne ver- setzen Wasser in Schwingung, was spontan zu den un- terschiedlichsten Formen führt. Aber statt Chaos ant- wortet das Wasser mit überirdisch schönen und harmo- nischen Formen, z.B. mit einer Pentagrammstruktur oder oktogonalen Formen und sogar als Spirale, die zu den komplexesten Formen überhaupt zählt. Doch dies geschieht nicht nur in der Welt des Wassers. Gleiche Formenprinzipien findet man im Blütenaufbau von Pflanzen oder im Muster des Leopardenfells oder einer Schildkröte. Begeistert folgten die Zuhörer den Aus- führungen des Referenten und zum Abschluss sah man, wie das Wasser zur Musik von Debussy tanzte. Der Film von Alexander Lauterwasser war übrigens nicht der einzige künstlerische Beitrag an diesem Wo- chenende. Fred Weidmann, visionärer Künstler aus München, zeigte einen kleinen Querschnitt aus seinem künstlerischen Schaffen. Seine fraktalen Kunstwelten, die unter anderen auch vom Werk des Naturforschers Theodor Schwenk inspiriert sind, ließen erahnen, welche geistigen Dimensionen sich noch hinter dem Element Wasser verbergen.

Vortrag Olaf Rippe

"Magische Heilquellen" hieß der letzte Beitrag. Heilpraktiker Olaf Rippe entführte die Hörer auf eine Bilderreise zu Quellen, die als Jungbrunnen, Orakel- plätze oder Quelle der Weisheit verehrt wurden und die bis heute nichts von ihrer Heilkraft und von ihrem Zauber verloren haben. Die Reise beginnt im antiken Delphi, das heute noch zu den geomantisch interessantesten Orten Europas zählt. Einst kam man an diesen heiligen Ort, um das Orakel zu befragen. Noch heute kann man die Quelle besu- chen, aus die Orakelpriesterin trinken musste. Weitere Stationen des Vortrags waren Gomera, Irland, Zypern sowie Quellen in Bayern und in den Alpen. Die Hörer erfuhren nicht nur etwas über die geheimnis- vollen Kräfte der Orte und die Heilwirkung der Quell- wässer, sondern auch etwas über Mythologie und Geist- wesen, die mit dem Wasserelement in Verbindung ste- hen. Eine Quellnymphe kann man nicht in der Flasche mitnehmen, lautete das Fazit von Olaf Rippe. Zu einer Quelle muss man hingehen, dort in Stille verweilen und man sollte auch an ein Gegengeschenk für die Wasserwesen denken, denn ohne Wasser gäbe es kein Leben.
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Wesen und Heilkraft des Wassers

Vortragswochenende am 22./23.11.2008
NATURA NATURANS