Gold – König der Metalle

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Gold – König der Metalle

Von |2018-08-25T15:39:43+00:0016. August. 2018|Kategorien: Metalle, Paracelsusmedizin|Schlüsselworte: , , , , , |

„Die Sonne hat das Gold gezeugt und wirkt in ihm. (…) Eine so große Kraft ist im Golde, dass es alles Kranke wieder herstellt. (…) Gold befeuert den Lebensgeist, kräftigt Herz und Geblüt und verleiht Größe und Stärke.“
Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim (Paracelsus)

Gold ist ein Attribut der Götter und ihr Geschenk an uns sterbliche Menschen, einerseits als Erinnerung an unsere ursprünglich lichtvolle und kosmische Natur, andererseits als wundersame Arznei und Lebenselixier für Körper, Seele und Geist. Gold heißt auf Lateinisch Aurum metallicum (aur = Licht), was soviel wie „Metall des Lichts“ bedeutet. In der Alchemie spricht man auch vom Rex metallorum, dem König der Metalle.
In der hermetischen Heilkunde nach Paracelsus verkörpert das Gold das vollkommenste Metall. Es vereint alle drei alchemistischen Grundprinzipien auf ausgewogene Weise in sich: Sal, das Feste, zeigt sich in der Schwere, in der Dichte und in der Beständigkeit. Merkur, das bewegliche oder veränderliche Prinzip, zeigt sich in der Geschmeidigkeit des Goldes. Gold lässt sich zum allerdünnsten Blattgold und fast bis zur Durchsichtigkeit verarbeiten; Sonnenlicht schimmert dann bläulich durch. Aus einem Gramm Gold soll es sogar möglich sein, einen Faden von 35 km Länge herzustellen!
Sulphur, das brennende Prinzip, zeigt sich im goldenen Glanz, in der Lichtnatur des Goldes, die wohl Paracelsus dazu veranlasste zu bemerken: „Äußerlich ist das Gold ein schöner, gelber, glanzvoller, schwerer, gediegener Körper, ein erfrorenes Feuer, das zum Leben erweckt, die Natur stärkt.“

Wegen seiner Eigenschaften galt das Sonnenmetall von jeher als Attribut göttlicher Allmacht. Goldene Äpfel machten die Götter unsterblich und goldene Waffen unbesiegbar. Auf der Suche nach dem goldenen Gral oder dem goldenen Flies verzehrten sich die Helden der abendländischen Geschichte. Die Opfergaben der drei Magier aus dem Morgenland an Jesus waren Gold, Weihrauch und Myrrhe. Allerdings hat sich die spirituelle und kultische Bedeutung von Gold heute verflüchtigt. Aus zierlichem Goldschmuck wurden plumpe Goldbarren, die in den Tresoren der Banken ein armseliges Dasein fristen.

Die grenzenlose Gier nach Gold und das damit verbundene Leid ist aber nur eine Seite der Medaille, denn als Heilmittel ist Gold wirklich von unschätzbarem Wert. Da Gold in substanzieller Form bereits in geringen Dosen giftig ist, gilt diese Aussage allerdings nur für sublimierte Zubereitungen im Sinne der Alchemie und Homöopathie.

Wegen seines goldgelben Glanzes und der ungewöhnlichen Eigenschaften unterstellt man das Gold der Sonne. Licht und Wärme prägen auch die Heilwirkung. Bereits im Altertum kannte man Geheimrezepte mit Gold als Lebenselixier gegen Melancholie. Gold dient, je nach Zubereitung und Dosierung, einerseits als Vermittler von Lebenswärme, anderseits aber auch als Mittel zur Stärkung des Ich-Bewusstseins und zur vertieften Erkenntnis der mentalen Fähigkeiten. In der Homöopathie gilt Gold in höheren Potenzen als eines der besten Mittel bei Depressionen, Lebensüberdruss mit Todessehnsucht und Suizidneigung. Bei verzagten, orientierungslosen Persönlichkeiten mit Selbstzweifel sind eher tiefere Potenzen geeignet, um wieder die goldene Mitte zu finden.

Die eigentliche Hauptwirkung entfaltet Gold jedoch am Sonnenorgan des Menschen, dem Herzen. Wesentlich ist dabei die Vorstellung vom Herzen als Seelenorgan mit ausgleichenden Funktionen zwischen Geist und Körper. In Therapiekonzepten bei Herzleiden sollte Gold nicht fehlen –  bewährte Präparate in dieyer Hinsicht sind “Crataegus comp.” Tropfen von Weleda oder das Mittel Solunat Nr. 5 von Soluna, ehemals Cordiak.

Bei seelischen Herzleiden, Herzrhythmusstörungen, aber auch bei Herzschwäche und Hypotonie eignen sich eher tiefere bis mittlere Potenzen – hier ergänzt Gold die Anwendung von metarubini N in der Herztherapie. Bei sklerotischen Prozessen und Hypertonie, bei denen die meta Fackler Arzneimittel GmbH die Präparate metaginkgo® S und metaginkgo® W empfiehlt, verwendet man Gold eher in mittleren und höheren Potenzen.
Die Sonne regiert auch die Abwehrprozesse im Körper. Schon immer galt Gold als wirkungsvolles Mittel bei Autoimmunleiden, besonders bei rheumatischen Erkrankungen oder Kollagenosen. Bei chronischen Gelenkleiden ergänzt Gold beispielsweise das Präparat metasymphylen®.

Der Sonnenkönig (Gold), umgeben von den anderen Planetenmetallen,
dargestellt in ihren Polaritäten Mond-Saturn, Merkur-Jupiter und Venus-Mars
Sie alle sind mit dem Herzen in Beziehung. La Sagesse des anciens, 18 Jh.

Homöopathischer Einsatz

Tiefere Potenzen (D6–10) stärken das Sonnenprinzip. Sie eignen sich für hektische Menschen, die weltfremd und fremdbestimmt wirken. Ihre Sinne sind überreizt und häufig sind sie gestresst, bis hin zur totalen Erschöpfung. Typische Indikationen sind z. B. Burn-out, Anämie, Hypotonie, Herzschwäche, Herzentzündungen, Abwehrschwäche und Infektanfälligkeit.
Dosierung: 2–3mal tagsüber 5 Tropfen (nicht abends!). Cave: Tiefpotenzen können eine bestehende Depression verstärken. Nicht bei Hypertonie anwenden.
Mittlere Potenzen (D10–20) wirken ausgleichend. Sie verbessern das Selbstwertgefühl, schenken Lebensfreude und eignen sich auch zur Behandlung von Angstzuständen mit Herzbeteiligung, wie Herzrhythmusstörungen, Blutdruckschwankungen, Herzkrämpfen und nervösen Herzleiden. Auch Krankheiten des rheumatischen Formenkreises kommen
in Betracht. Dosierung: 1–2mal tagsüber 5 Tropfen, bis alle drei Tage eine Dosis.
Höhere Potenzen (ab D30) wirken integrierend bei einem Übermaß des Sonnenprinzips. Gold bringt Leichtigkeit in die erdenschwere Seele und gibt dem Menschen wieder ein Bewusstsein über seine lichtvolle Herkunft und Natur. Typische Indikationen sind Hypertonie, Sklerose, Apoplex, Gicht, Rheuma und zu schnelle Alterungsprozesse.
Dosierung: Alle 3 Tage bis 1mal pro Woche tagsüber 5–10 Tropfen (vorzugsweise am Sonntag, dem Tag der Sonne).

  • Traurigkeit/Depression

  • Funktionelle Herzbeschwerden

  • Rheumatische Beschwerden

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