Sonnenblume – Sonnenstern und Gottesauge

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Sonnenblume – Sonnenstern und Gottesauge

Von |2018-08-25T15:38:45+00:0025. August. 2018|Kategorien: Pflanzenportrait, Phytotherapie|Schlüsselworte: , , , , , |

Eine der größten Blütenpflanzen der Sonne ist die Sonnenblume (Helianthus annuus). Bis zu 5 Meter wachsen manche dem Himmel entgegen! Ihre Heimat ist das sonnenverwöhnte Mexiko, wo im 16. Jahrhundert ihr Siegeszug nach Europa begann. Heute hat sie fast jeden Garten erobert. Die meisten bewundern ihre Schönheit und vergessen dabei, dass sie auch ein Heilmittel der Sonne ist.

Sonnenblumenöl ist wegen seines hohen Gehalts an essentiellen Fettsäuren ein wertvolles Speiseöl. Besonders bei zu hohen Blutfettwerten, einer der Hauptursachen für Arteriosklerose und Bluthochdruck, sollte man es viel verwenden. Volksheilkundler schwören ferner auf die  entgiftende Wirkung. Dazu schwenkt man täglich 1–2 Esslöffel Sonnenblumenöl nüchtern 5–10 Minuten lang im Mund und spuckt es anschließend wieder aus. Das aktiviert die Speicheldrüsen und fördert die Ausscheidung von Giftstoffen wie etwa Quecksilber.
Die Blume der Sonne birgt aber weit mehr Heilkräfte in sich. Vor allem Russen schätzen ihre fiebersenkende und lungenstärkende Wirkung. Weil die Lungen großlappige Organe sind, gelten Pflanzen mit großlappigen Blättern als Lungenheilmittel (siehe Rezept) – auch auf diese Weise heilt man im Sinne der Homöopathie »Ähnliches mit Ähnlichem«.
Allein der Anblick eines Sonnenblumenfeldes erfreut die Seele. Ihre Verwendung in Kräuterbuschen zum Schutz vor Krankheiten verwundert daher nicht. Ein alter Brauch ist auch, Kindern Amulettbeutel mit Sonnenblumenkernen gegen Alpträume und Fieber in die Wiege zu legen. Neben der abwehrsteigernden ist vor allem die stimmungsaufhellende Wirkung der Sonnenblume von Bedeutung. Stetig folgt sie mit ihrer Blüte dem Lauf der Sonne. Ihre leuchtend gelben Zungenblüten sind ein Spiegel der flammenden Sommersonne.
Der Volksmund nennt sie liebevoll »Sonnenstern«. Bewundernd verliert sich der Blick in der Spiralform ihrer Blüte, die wie ein Sonnenmandala anmutet. Die Spirale als Grundform des Lebens zeigt sich auch im Aufbau von Blatt und Stängel. Sie schraubt sich regelrecht zum Licht empor. Trotz ihrer kraftvollen Gestalt wirkt sie sanftmütig und selbstzufrieden. Auch wenn sie alles versucht, der Sonne möglichst nah zu sein, beugt sie sich schließlich unter der immensen Last ihrer Samen zur Erde.
Übertragen wir diese Geste auf uns Menschen, dann finden wir in der Sonnenblume vor allem ein Heilmittel, das uns wieder im Einklang mit der Sonne schwingen lässt, wenn sich das innere Auge vom lichten Prinzip des Lebens abgewandt hat. Besonders lebensschwache Menschen, deren Gefühlswelt verdunkelt ist und die unter ihrer Verantwortung zusammenzubrechen drohen, werden durch sie wieder seelisch aufgerichtet und gestützt.

Rezept: Lungenkraft durch Sonnenpflanzen

Besonders die russische Volksmedizin verwendet die Blütenblätter der Sonnenblume als Heilmittel bei Lungenerkrankungen sowie als Stärkungsmittel bei Fieber.
Weitere Sonnenpflanzen ergänzen das lungenstärkende Rezept.

  • Hedera helix Urtinktur (Efeu)
  • Helianthus annuus Dil. D1 (Sonnenblume)
  • Inula helenium Urtinktur (Alant)
  • Tussilago farfara D6 (Huflattich)
  • Verbascum thapsiforme Urtinktur (Königskerze)

jeweils 20 ml über eine Apotheke von DHU bestellen und mischen lassen.

Über eine Apotheke von Spagyra bestellen und mischen lassen oder die Einzelmittel bei Spagyra bestellen (www.spagyra.at) und selber mischen.

Dosis: 3- bis 4-mal täglich 15–20 Tropfen im Mund zergehen lassen oder in etwas Tee einnehmen.

Quelle und Buchtipp