Sonnenhut – Das Immunsystem anfeuern

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Sonnenhut – Das Immunsystem anfeuern

Von |2018-07-24T11:11:21+00:0024. Juli. 2018|Kategorien: Pflanzenportrait, Phytotherapie|Schlüsselworte: , , , , , |

Ein besonders heißblütiges Gewächs hielt erst vor einigen Jahrhunderten Einzug in unsere Gärten: der Sonnenhut (Echinacea angustifolia, E. pallida und E. purpurea). Ursprünglich kommt er aus Nordamerika, wo die Indianer den Pflanzenbrei seit langem zur Verhütung von Wundinfektionen als Auflage gebrauchen oder auch Schlangenbisse damit behandeln.

Im Garten bevorzugt er die sonnigsten Plätze. Von oben betrachtet sehen die Blüten wie glutrote Sonnenscheiben aus. Der rötliche Blütenboden mit dem Strahlenkranz aus rosa Zungenblüten zeigt bereits den erwärmenden und kräftigenden Charakter. Astrologisch ordnet man Echinacea gleichermaßen der Sonne wie auch dem Mars zu. Neben der Sonne ist der Mars der feurigste Planet. Er verleiht dem Korbblütler seinen erwärmenden Charakter und seine Wirkung auf das Immunsystem.

In der Korbblüte erkennen wir das Sonnensymbol: den Punkt mit dem Kreis. Hier steht es allerdings nicht für Herz und Kreislauf, sondern deutet vielmehr das Ich und die Abgrenzung nach außen an. Eine solche Abgrenzung ist vor allem dann von Nöten, wenn wieder einmal Grippewellen übers Land ziehen, denn der Sonnenhut feuert das Immunsystem an und macht uns stark gegen Viren.

Seine abwehrsteigernden Eigenschaften sind weitreichend bekannt. Inzwischen belegen zahlreiche klinische und pharmakologische Untersuchungen seine positive Wirkung auf das Immunsystem: Sonnenhut aktiviert die Blutabwehrzellen (z. B. Leukozyten, Phagozyten), stärkt das Immunorgan Milz, regt die Bildung von Immunglobulinen sowie von Interferon an und wirkt nachweislich antiviral (v. a. Herpes-Viren und Influenza-Viren).

Wir erinnern uns an einen Fall, der die Wirkung des Sonnenhuts skizziert. Eine Frau kam wegen akuter Erkältung mit Husten. Weil sich ihr Abwehrsystem bereits im Kampf mit Erregern befand, verordneten wir ihr unter anderem ein Echinacea-Präparat (z. B. Esberitox N Tabletten von Schaper & Brümmer) in geringer Dosierung. Sie rief einen Tag später an und beklagte sich, weil sie nun auch noch unter Fieber litt. Erst nach eingehender Befragung gab sie zu, dass sie im Lauf des Tages statt der verordneten dreimal zwei Tabletten etwa zwanzig Tabletten eingenommen hatte. Als sie sich wieder an die verschriebene Dosis hielt, klang das Fieber sofort wieder ab.

Der Sonnenhut regt die körpereigenen Abwehrkräfte so stark an, dass er die Körpertemperatur spürbar heben kann, was als positive Immunreaktion zu werten ist. Eben weil er so feurig wirkt, gebrauchen wir ihn manchmal sogar als »Ofenersatz«. Wenn man sich beispielsweise etwas unterkühlt hat, dann kann man die erwärmende Wirkung nutzen und zudem noch  einer Erkältung vorbeugen (z. B. Stoßtherapie mit Echinacin Tabletten von Madaus). Echinacea ist eine bewährte Sonnenmedizin zur Vorbeugung und im Beginn akuter  Infektionskrankheiten.

Bei chronischer Immunschwäche wie etwa Allergien oder Autoimmunerkrankungen sollte man mit dem Sonnenhut allerdings vorsichtig sein. Er facht nämlich Autoimmunprozesse an und kann mitunter auch Allergien verstärken. Bildhaft gesprochen könnte man das dauerhaft geschwächte Immunsystem mit einem alten Esel vergleichen, der keine großen  Kraftreserven besitzt. Echinacea wirkt dann wie ein Peitschenhieb, der den armen Esel solange antreibt, bis er vielleicht völlig zusammenbricht. In solchen Fällen helfen eher die homöopathischen Zubereitungen. Tiefe Potenzen (z. B. Echinacea D6) wirken jedoch harmonisierend auf das Immunsystem ein und stärken die körpereigenen Abwehrkräfte tiefgreifend.

Rezept: Ich-Stärkung bei Infektanfälligkeit

Wer sich jeden Infekt einfängt, der gerade wieder umgeht, kann es einmal mit folgender Rezeptur versuchen. Sie erwärmt und feuert das Immunsystem auf sanfte Weise an, indem sie die Abwehrzellen im Blut vermehrt und auch die Stimmung stabilisiert. Längerfristig eingenommen strukturiert sie die seelischen und körperlichen Abwehrkräfte.

• Echinacea purpurea Urtinktur (Sonnenhut)
• Ferrum phosphoricum Dil. D8 (Eisenphosphat)
• Hypericum perforatum Dil. D2 (Johanniskraut)
• Lachesis Dil. D8 (Buschmeister)
• Silicea Dil. D12 (Quarz)

jeweils 20 ml über eine Apotheke von DHU bestellen und mischen lassen.

Dosierung: Sobald Grippewellen umgehen, vorbeugend 2- bis 3-mal täglich 20 bis 30 Tropfen pur oder in etwas Wasser einnehmen. Im Beginn von grippalen Infekten empfiehlt sich eine Stoßtherapie mit bis zu 20 Tropfen stündlich. Bei ausgeprägter Infektanfälligkeit kann man zusätzlich Meteoreisen Globuli von Wala einnehmen (2- bis 3-mal täglich. 10 bis 15 Globuli) sowie reichlich Vitamin C und Zink (z. B. CeTeBe Abwehrplus Kapseln).

Quelle und Buchtipp