Signaturenlehre

Heilmittelerkenntnis aus der Zwiesprache mit der Natur

von Margret Madejsky

mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift Naturheilpraxis



Der Natur auf der Spur
Der Adept folgt den Spuren der Natur
(Atalanta fugiens, 1617)

Die Signaturkunde, die Lehre von der Zeichensprache der Natur, ist ein uralter Erkenntnisweg, vielleicht sogar die Wurzel aller Heilkunst. Auf ihr basieren nicht nur die Heilsysteme vieler Naturvölker. Auch für die traditionellen Naturheilverfahren - wie zum Beispiel Kräuterheilkunde, Homöopathie sowie in der anthroposophisch und astrologisch orientierten Medizin - erweist sich die Signaturenlehre als überaus hilfreich.
"Folgt nicht Galen, nicht Rhazes,
folgt nicht eurer Geldgier, nicht eurem Machthunger,
euer einziger Schulmeister ist die Natur!
Lauscht der Natur, und ihr werdet erkennen,
was die Krankheit und was das Heilmittel sei!
" (Paracelsus)

Eine zeitlose Kritik

Naturschutzgebiet Herrsching im Juli 1997: Zwei Hundertschaften angehender Pharmazeuten eilen die Pfade entlang. Im Vorbeigehen deutet ein Gruppenleiter auf den gelben Enzian, der gerade am linken Wegrand blüht, und bemerkt: "Gentiana lutea, eine Bitterstoffdroge!" - einige nicken verständig. Im Stechschritt geht es weiter. Auf Geheiß des Leiters wenden sich die Köpfe nach rechts. Es folgt ein kurzes Begutachten der Blutwurz. Mit dem Stichwort "Potentilla tormentilla, Gerbstoffdroge" geht es zur nächsten Pflanze weiter...
"Wer die Natur erforschen will, muß ihre Bücher zu Fuß durchmessen" schrieb einst jener Meister, mit dessen Namen sich heute viele Apotheken schmücken - von Eilschritt, hastigem Überblättern oder gar Querlesen hat Paracelsus allerdings nie gesprochen.
"Wenn ihr Ärzte, Apotheker und Doktoren die Form, die Farbe und den Geschmack etc. aller Kräuter magisch und kabbalistisch erfahren hättet (...) Dann wäret ihr auf der richtigen Bahn" appellierte Paracelsus nun vor bald fünfhundert Jahren. Er würde sich wohl im Grab umdrehen, wenn er erst von den Irrfahrten der modernen Phytotherapie wüßte!
Da wird die Heilkraft einer Pflanze mit der Wirkung ihrer isolierten Inhaltsstoffe verwechselt; die Heilpflanze wird zum Wirkstoffträger reduziert. Unzählige der seit Jahrhunderten bewährten Drogen erhalten Negativmonographien, weil die Wissenschaft über keine adäquaten Nachweismethoden verfügt. Das Gänseblümchen wird trotz seines hochpotenten Wirkstoffgemischs mit einer Nullmonographie versehen. Wenn es so weitergeht, wird von der einstigen Fülle pflanzlicher Arzneien bald nur noch eine Handvoll standardisierter Monopräparate verbleiben: Johanniskraut für die Psyche, Mariendistel für die Leber, Schöllkraut für die Galle, usw.
Auf den Heilpraktikerschulen werden derweilen brave Verordner herangezogen und mit den Scheuklappen der Wissenschaftlichkeit versehen, damit sie ohne Wenn und Aber den wissenschaftlich fundierten Empfehlungen folgen - falls sie nicht der Einfachheit halber den neuesten Computerprogrammen, diversen Testgeräten oder Testmethoden vertrauen.
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Der Heiler als Naturforscher

Nie zuvor hat sich die natürlichste aller Heilmethoden weiter von der Natur entfernt, als es heute der Fall ist. Im Zuge des vermeintlichen Fortschritts droht jedoch ein immenser Arzneischatz in Vergessenheit zu geraten. Es ist also höchste Zeit, daß sich die Naturheilkunde ihrer Wurzeln besinnt!
Eine dieser Wurzeln findet sich in der Weltanschauung des Paracelsus. Er kannte noch zweierlei Eingänge in die Heilkunst. "Der eine ist in den geschriebenen Büchern", die zum Teil jahrhundertealte Erfahrungen in sich bergen. Aber im gleichen Atemzug warnte er davor, sich hinter Büchern zu verschanzen: "Ein Arzt ist nur eine arme Kreatur, wenn er sich nur mit den papiernen Büchern behelfen will; bei solchem Unfleiß muß der Kranke vernachlässigt werden". So forderte Paracelsus vom Heiler, durch der Natur Examen zu gehen. Der wahre und ursprünglichste Eingang in die Heilkunst lag nämlich seiner Meinung nach in der Natur selbst. Für ihn galt es, im Buch der Natur zu lesen, so wie es die Heilkundigen seit Urzeiten getan hatten - und wie es echte Schamanen heute noch tun - "denn alle creata sind Buchstaben und Bücher". Zu dieser Überzeugung gelangte er, nach dem er sich die schlichte Frage nach dem Anfang aller Heilkunst gestellt hatte: "Dann dachte ich nach, wie gelernt werden müßte, wenn kein Buch und gar kein Arzt auf der Erde wären".

Im Buch der Natur lesen


Das Wesen der Nachtschattengewächse
Das Wesen der Nachtschattengewächse (aus Pelikan: Heilpflanzenkunde Bd. I)
Mit dem inneren Auge kann man das geheimnisvolle Wesen der Nachtschattengewächse auf ähnliche Weise wahrnehmen, wie es der anthroposophische Künstler Walter Roggenkamp dargestellt hat.

Paracelsus hatte also die Quelle unverfälschter Wahrheiten gefunden. Er erkannte, daß man im Grunde genommen nur die Augen öffnen und den Verstand benutzen muß, denn: "Nichts ist, was die Natur nicht gezeichnet habe, und durch die Zeichen kann man erkennen, was im Gezeichneten verborgen ist". Demnach teilt sich die Natur dem aufmerksamen Beobachter durch eine Art Zeichensprache direkt mit. Der Paracelsist Oswald Croll (17. Jh.) fand hierfür eine einleuchtende Beschreibung. Er verglich die Pflanze mit einem Stummen, der sich eben durch Gebärden statt durch Worte mitteilt: "so reden sie (die Kräuter) auf magische Weise und durch ihre Signaturen mit uns". Damit ist gemeint, daß sie zum äußeren und inneren Auge, zur Nase, zum Gaumen, zu den Fingerspitzen und manchmal sogar zu den Ohren sprechen.
Wir dürfen davon ausgehen, daß die Urvölker dieser Sprache mächtig waren. Woher sollten sie sonst gewußt haben, was Nahrung, was Arznei und was Gift ist? Manche Pflanzen locken durch ihr Äußeres, andere warnen regelrecht. So zeigt sich beispielsweise der Giftgeist in der Pflanzenwelt meist ganz offensichtlich, z.B.:
• in der düsteren Gestalt (Eisenhut)
• in Signalfarben (Rizinus)
• im Violett der Blüten (Tollkirsche) oder der Stengel (Schierling)
• im bitteren bis widerlichen Geschmack (Glykosiddrogen)
• im Aasgeruch (Alkaloiddrogen)...
Ich wage zu behaupten, daß unsere natursichtigen Vorfahren sicher kein "Trial and error" benötigten, wie es in der modernen Phytopharmakologie üblich ist - man denke nur an Tierversuche!

Vom Volk abgeschaut



Bambus (Foto: M. Madejsky)
Der Bambus zeigt gewisse Ähnlichkeit mit der Wirbelsäule, für die er eine bewährte Arzneipflanze ist.

Paracelsus lernte vielleicht vom gemeinen Volk eine seiner Grundregeln der Natur- und Arzneibetrachtung: "Wie es aussen ist, so ist es innen auch".
"... ich habe über 80 Bauern gekannt, die die Kräuter nur wegen ihrer Form und Anatomie mit den Krankheiten verglichen haben, und sie haben vor meinen Augen damit wunderbar und gut geholfen".
Wir sagen heute noch, ein Mensch sei von seiner Krankheit gezeichnet. Ein Symptom ist demnach nichts anderes als ein Zeichen, das die Krankheit im Menschen hinterläßt. Ebenso ist das Heilmittel von den Kräften gezeichnet, die in ihm wirken. Es ist naheliegend, zuerst nach oberflächlichen Ähnlichkeiten zwischen dem Kranken, der Krankheit oder dem betroffenen Organ und der Arznei zu fahnden. Paracelsus hilft uns mit einem Beispiel auf die Sprünge: "In dem Kräutlein Satyrion (Knabenkraut) hast du die Hoden als Signatur. Schaue, ob es seine Kraft bei der Hilfe für dieses Glied zeigt, dessen Anatomie und Signatur es beweist". Ob die hodenähnliche Knabenkrautwurzel nun ein wirksames Aphrodisiakum ist oder nicht, sei dahingestellt (- in manchen Kräuterläden findet das Wurzelpulver jedenfalls reißenden Absatz).
Einem aufgeklärten Menschen erscheint diese Art der Betrachtung einfältig. Noch ist es auch keine Forschung, sondern nur ein simples Vergleichen, das günstigenfalls zu Interpretationen führt, die sich bewahrheiten. Man denke nur an den Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), dessen Struktur an die Wirbelsäule erinnert. Vermutlich hat diese Ähnlichkeit Signaturkundigen den Weg zu dieser bindegewebskräftigenden Arzneipflanze gewiesen. In der modernen Naturheilpraxis zeigt sich Equisetum jedenfalls als hilfreich in der Wirbelsäulentherapie. Die Anthroposophen haben im Bambus ebenfalls die "Naturverwandtschaft" zur Wirbelsäule entdeckt und diesen daher mit dem Ackerschachtelhalm in ihren Disci-Präparaten kombiniert (z.B. "Disci comp. cum Stanno" Ampullen von Wala). Die volkstümliche Signaturkunde mündet mit diesen Beispielen unversehens in eine ernstzunehmende Methode der Heilmittelerkenntnis, denn hier kommt das Aussen (Gestalt) und das Innen (Kieselsäure) bereits zur Deckung.
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Von der Fülle der Zeichen

Die Sprache der Natur ist jedoch komplexer als jede menschengeschaffene und ihr Alphabet ist wesentlich umfangreicher als unseres. Will man die Kräfte kennenlernen, die in einer Pflanze wirken, so kann alles von Bedeutung sein: Farbe, Geruch, Geschmack, Gestalt, Struktur, Habitus, Standort, Bodenbeschaffenheit, Blütezeit, Fruchtreife, Fortpflanzung, Lebensdauer,... Zudem unterliegt die Natur einem stetigen Wandel, so daß der Erkenntnisprozeß nie endgültig abgeschlossen sein wird - ständig kommen neue Vokabeln hinzu!
Ein Beispiel: Die Alten haben ein Antidyskratikum unter anderem noch am hohlen Stengel erkannt; Ackerschachtelhalm, Erzengelwurz, Löwenzahn oder auch Schierling zeigen diese Signatur. Mit zunehmender Umweltverschmutzung brauchen wir uns (bedauerlicherweise) nur noch umschauen, welche Pflanzen sich auf belasteten Böden ansiedeln. Dort begegnet uns wiederum der Ackerschachtelhalm. Er zählt zu den sogenannten Bodenheilern und besitzt die Macht, der Säfteentmischung entgegen zu wirken; heute gilt als erwiesen, daß seine Kieselsäure auch die Lymphozytenaktivität steigert. Manche Gewächse zeigen ihre Kraft gegen Umweltgifte in ihrer Resistenz. Daher findet sich so manches Antidyskratikum an besonders exponierten Standorten: zum Beispiel auf überdüngten Wiesen (Löwenzahn), neben Bahngleisen (Schachtelhalm), an Straßenrändern (Wegwarte) oder auf dem Grünstreifen von Autobahnen (Goldrute). Natürlich sammeln wir unsere Arzneipflanzen nicht an solchen Orten, weil sie dann selbst belastet sind.
Die Signaturlehre, die sich von der alleinigen Betrachtung der Form löst und allumfassend sein will, kann man als interpretierte Botanik oder gar als interdisziplinäre Forschung bezeichnen. Allmählich verstehen wir, warum Paracelsus über den "Unfleiß" der Ärzte geschimpft hat. Wer nur das Buch der Pflanzen eingehend studieren will, hat darin eine Lebensaufgabe gefunden.

Die Handschrift der Naturkräfte

Die Erde im kosmischen Kräftefeld
Die Erde im kosmischen Kräftefeld (Atalanta fugiens, 1617)
Kosmische Kräfte wirken auf alles Irdische ein und verknüpfen die fünf Naturreiche - Geistkräfte, Mensch, Tier, Pflanze, Mineral - miteinander.
Nicht immer sind es nur Äußerlichkeiten, die einen aufmerksamen Beobachter und fähigen Interpreten suchen. Man lasse sich daher von der Augenscheinlichkeit nicht täuschen, warnt uns Paracelsus: "Wenn gleichwohl die Farben, Gestalten und was sonst notwendig ist, zum besten angezeigt werden, so mögen die Wesen der Natur doch dadurch nicht im Grund erfaßt werden". Allem Existierenden liegt eben eine geistige Kraft zu Grunde (Hermetischer Lehrsatz) - und die ist meistens weder sichtbar noch wägbar.
Die Signaturlehre basiert auf der Annahme, daß alle fünf Naturreiche - Geistwesen, Mensch, Tier, Pflanze und Mineral - miteinander in Beziehung stehen, Ähnlichkeiten zeigen oder Verwandtschaften aufweisen. Kosmische Kräfte, die auf alles einwirken, verknüpfen die verschiedenen Reiche auf geheimnisvolle Weise miteinander.
Am einfachsten läßt sich eine solche Verwandschaft zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos am Beispiel des Mondes darstellen. Seine Anziehungskraft bewirkt Ebbe und Flut. Als "Herr des Wassers" bewegt er nicht nur die Weltenmeere, sondern alle Flüssigkeiten. Folglich schwingen auch unsere Körperflüssigkeiten (z.B. Lymphe) in seinem Rhythmus. In der Astromedizin werden unter anderem die Schleimhäute dem Mond zugeordnet. Die monatliche Reinigung der Gebärmutterschleimhaut, die Menstruation, ist also eine lunare Erscheinung im Menschenreich. Im Mineralreich findet sich eine Entsprechung in der roten Koralle (Corallium rubrum; Kalziumkarbonat). Wie alle Heilmittel des Meeres, untersteht sie in erster Linie dem Mond. In den 60er Jahren fanden Wissenschaftler heraus, daß die feinen Bänderungen der Korallen dem Mondrhythmus entsprechen - die kosmische Kraft hat sich der Arznei damit sogar sichtbar eingeprägt. Zudem zeigt die Farbe, die, wie wir heute wissen, von Eisenoxid stammt, die Verwandschaft mit dem Blut an (Mars). Für Signaturkundige ist es nicht verwunderlich, daß die Koralle ein Heilmittel für die "Mondblutung" ist (z.B. Corallium rubrum D6).
Alle Signaturen lassen sich Planetenkräften zuordnen. Allein die Signaturen, die mit dem Mond in Verbindung gebracht werden, sind so zahlreich, daß hier nur ein kleiner Teil vorgestellt werden kann. Zu der Sprache der Tiere, Pflanzen oder Mineralien kommt also noch die Sprache der Gestirne hinzu.

Signaturen homöopathischer Arzneien


Hafer
Wilder Hafer (Foto: M. Madejsky)
Das Kieselsäureprinzip der Mineral- (Bergkristall) oder der Pflanzenwelt (Ackerschachtelhalm, Bambus, Hafer) verleiht nicht nur der Wirbelsäure Stützkraft, es strukturiert den Menschen von der zellulären bis in die geistige Ebene hinein.

Feuerzauber
Feuerzauber mit Bärlappsporen (Foto: O. Rippe)
Daß das homöopathische Mittel Lycopodium ein Reaktionsmittel ist, zeigt sich, wenn man eine Handvoll seiner Sporen ins Feuer wirft und so eine Stichflamme erzeugt.


Auch in der Homöopathie erweist sich die Signaturlehre als nützlich. Hahnemann lehnte sie zwar als Aberglauben ab. Seine Kritik bezog sich jedoch auf die vulgären Signaturen und deren naive Interpretationen. Gewissermaßen widersprach er sich sogar selbst, da er einmal aus dem faden Geschmack einer Pflanze (= fehlende Signatur) auf deren geringe Heilkraft schloß. Was Hahnemann einst trennte, führte der Homöopath Emil Schlegel später wieder zusammen: die paracelsistische Arzneimittelerkenntnis und die Homöopathie. Schlegel war überzeugt, daß sich bereits in der lebendigen Gestalt der Pflanze oder auch des Minerals die zu erwartende homöopathische Wirkung offenbare.
Obwohl sich die wenigsten Homöopathen offen zur Signaturlehre bekannten, wimmelt es in den Arzneimittelbildern von Boericke, Stauffer oder Kent geradezu vor Signaturbeschreibungen. Über Silicea liest man beispielsweise bei Kent: "So wie Silicea ein Stützskelett für den Getreidehalm bildet, so wirkt das Mittel im übertragenen Sinne auch auf den menschlichen Geist".
Zwei weitere Beispiele sollen zeigen, daß die Signaturlehre helfen kann, wenn man sich von den verwirrenden Symptomenaufzählungen der Arzneimittelbilder emanzipieren will. Signaturen helfen Indikationen, Leitsymptome oder Modalitäten homöopathischer Arzneien zu verstehen. Sie führen überhaupt zu einem tieferen Verständnis für die Arznei, so daß das Auswendiglernen und Nachplappern von Symptomen ein Ende haben könnte.
Nehmen wir uns nur einmal das Gänseblümchen (Bellis perennis) vor. Hebammen empfehlen es nach der Geburt als "Arnica der Gebärmutter" (Bellis D3). Warum? Das Gänseblümchen gehört zu den Wetterorakelblumen. Bei schönem Wetter öffnet es seine Blüte, zieht schlechtes Wetter heran, dann schließt es sich in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit (Mondsignatur). Die Blüte zeigt damit eine Ähnlichkeit mit der Gebärmutter (Mondorgan), die sich rhythmisch öffnet (z.B. während der Menstruation und um den Eisprung herum) und schließt (z.B. in der Gelbkörperphase). Hinter dieser Eigenart verbirgt sich ein weiterer Hinweis: Könnte diese sensible Blüte vielleicht bei Wetterfühligkeit helfen? Bei der allgemeinen Tendenz zur "Polychresterie" (Bruno Vonarburg) wird dieses kleine Mittel vielleicht zu Unrecht vergessen.
Das Gänseblümchen können wir fast überall studieren, es trägt viele seiner Kräfte offen zur Schau. Weit unauffälliger präsentiert sich dagegen der Keulen-Bärlapp, das Lycopodium der Homöopathie. Er bildet ein leicht entzündliches Sporenpulver. Früher nannte man es "Hexenmehl", weil es den Heiden zum Feuerzauber diente. Heute wird es noch manchmal zur Erzeugung von Theaterblitzen gebraucht. Dies ist eine verborgene Signatur, die erklärt, warum wir es mit einer äußerst reaktionsfreudigen Arznei (Reaktionsmittel) zu tun haben, die vor allem für explosive Menschen, zum Beispiel für Choleriker, geeignet ist.
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Wirkstoff als Signatur

Die Liste der Signaturbeispiele läßt sich natürlich auch auf der stofflichen Ebene fortführen. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Geschmack und Geruch ebenfalls um Signaturen. Das, was wir schmecken oder riechen sind zweifelsohne Stoffe, z.B. ätherische Öle, Bitterstoffe oder Scharfstoffe. Nicht nur in der Traditionellen Chinesischen Medizin, sondern auch in der abendländischen Kräuterheilkunde beurteilt man Pflanzen seit langem mit Gaumen und Nase. Geschmack und Geruch erlauben beispielsweise eine Zuordnung von Pflanzen sowie Inhaltsstoffen zu den vier Elementen: Feuer (Bitterstoffe) - Wasser (Schleimstoffe) - Luft (ätherische Öle) - Erde (Kohlenhydrate).
Die Signaturlehre funktioniert aber nur, weil die Verwandtschaft zwischen Mensch und Pflanze vom Geistigen bis ins Stoffliche hineinreicht.
Beispielsweise wird Blattgrün gerne mit unserem roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) verglichen. Die chemische Struktur von Chlorophyll ist dem Häm sogar ähnlich. So verwundert es nicht, daß Chlorophyll Stoffwechsel und Zellatmung verbessert, also ein pflanzliches Dopingmittel ist.
Der Naturstandort ermöglicht ebenfalls Rückschlüsse auf die zu erwartenden Kräfte und auf entsprechende Wirkstoffe. Wenn eine Pflanze zum Beispiel einen sonnigen Platz wählt, dann zeigt sich darin ihre Strahlenresistenz. In der Tat bilden sonnenexponierte Pflanzen vermehrt Flavonoide und lagern diese in den oberirdischen Teilen ab. Die gelben Farbstoffe dienen der Pflanze als Strahlenschutz. Farben sind der Sonnenschirm der Pflanzenwelt. Man vergleicht Flavonoide daher mit Melanin und nutzt diese Strahlenschutzstoffe der Pflanzenwelt inzwischen für Sonnenschutzpräparate.
Wir leben nun einmal an der Schwelle zum 21. Jahrhundert und auch der Naturheilkunde steht eine Zeitenwende bevor. Signaturkundige brauchen die Wirkstoffrage keineswegs ignorieren. Pflanzeninhaltsstoffe sind eben "nachweisbare" Signaturen. Sie erweitern den Wortschatz der Signaturlehre. Doch das wahre Wesen der Pflanze läßt sich durch Analysen auch nur begrenzt erfaßen. Denn die Phytopharmakologie ist eben nichts weiter, als "eine Stoffkunde, ein Zweig der analytischen Chemie geworden, die trotz ihrer großartigen Leistungen das Rätsel, wie die Pflanze eine Heilbeziehung zum Menschen zu entfalten vermag, nicht zu lösen vermochte" (Gerhard Schmid; im Geleitwort zu "Heilpflanzenkunde", siehe Literaturtips).

Das Licht der Natur

Eule mit Fackeln, Licht und Brille
Eule mit Fackeln, Licht und Brille (aus: The Golden Game)
"Die Natur gibt ein Licht, wodurch sie in ihrem Schein erkannt werden mag" (Paracelsus).
So harrt die Natur seit ihrem Anbeginn, auf daß Menschen kommen, um ihr zu lauschen. Der Weg ist lang und zu Beginn fühlt man sich oft wie ein Blinder, aber er lohnt sich. Denn einen sinnlichen Einstieg in eine ganzheitliche Heilkunde bietet die Signaturlehre allemal. Mit ihrer Hilfe läßt sich das Wahre vom Unwahren der "papiernen Bücher" leichter trennen. Oft ergänzt sie die lückenhaften Erkenntnisse der Wissenschaften. Aber mehr noch: Für Paracelsus war der Kontakt des Heilers mit der Natur nicht nur ein dringendes Erfordernis, sondern die Quelle der Lebensfreude.
"Wo der Mensch der erleuchtenden Macht, die ihm die Geheimnisse und Wunder der Natur enthüllen würde, den Rücken zukehrt, verschließt er sich gleichermaßen dem höheren Glück dieser Erde, denn ebendiese Geheimnisse sind auch die magnalia dei" (Lucien Braun). Wenn auch nicht jeder erleuchtet wird, der dem Aufruf des Paracelsus folgt, eins ist gewiß: Fortan wird jeder Spaziergang zur spannenden Entdeckungsreise in die Welt der Erscheinungen. Der Weg ist das Ziel!
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Signaturdeutung am Beispiel von Johanniskraut

Im Johanniskraut erblicken wir eine Heilpflanze, über die zum Teil jahrtausendealte heilkundliche Erfahrungen vorliegen und die heute zu den wissenschaftlich am besten durchgeprüften Pflanzen zählt. Es ist auch darum ein Paradebeispiel für die Signaturlehre, weil Paracelsus einige Signaturen beschrieben hat.

Hypericum perforatum
Hypericum perforatum
Lichtsamer: "Sicherlich gehört die edle Heilpflanze auf die Lichtseite des Erdenlebens. Schon die Samen keimen nur im Hellen, können an dunklen Orten jahrelang im Feuchten liegen, ohne sich zu regen" (Wilhelm Pelikan).
Erster Hinweis auf den sonnigen Charakter.
Gelbe Blüte: Nach alter Vorstellung sind gelbe Blüten oder Pflanzensäfte ein Hinweis auf Heilpflanzen für Gelbsucht. Johanniskraut hat eine gewisse galletreibende Wirkung. Rotöleinreibungen bewährten sich auch bei unklaren Leberschmerzen.
In den sonnenhaften Johanniskrautblüten erkennt man wiederum den Stimmungsaufheller. Die antidepressive Wirkung hypericinhaltiger Zubereitungen (z.B. "Hyperforat Dragees" von Klein) gilt heute als erwiesen.
Blüte ab Mittsommer: "Die Blüte verkündet die Johanniszeit, den Höchststand des Jahres. Die volle Kraft der Sommersonne lebt in ihr" (Wilhelm Pelikan). Schon die Germanen erkannten im Johanniskraut ein Ebenbild der allesheilenden Sonne. Im warmen, trockenen, leicht bitteren Geschmack bestätigt sich die geisterhellende und seelenerwärmende Sonnennatur nochmals. Wala hat mit "Aurum/Apis regina comp. Glob. oder Amp." die Sommersonne eingefangen; Vorteil: das Mittel wirkt auch ohne Hypericin antidepressiv - denn es ist der Geist, der heilt, und nicht nur der Stoff.
"Es (das Rotöl) lindert Schmerzen, vor allem bei Verbrennungen, da das Kraut zur Zeit des längsten Tages und der ärgsten Hitze blüht" (Hans Fink).
Johanniskraut liebt sonnige, trockene Standorte - darin zeigt sich die Hitze- und Sonnenrestistenz. Nach Sonnenbrand oder Verbrühungen dient das Rotöl als volksmedizinische Erste Hilfe.
"Fauliges Aussehen" beim Verblühen: "Die Blüten faulen in der Form des Blutes. Das ist ein Zeichen, daß sie für Wunden und, was von Wunden kommt, gut sind, auch soll man sie gebrauchen, wo man Fleisch (Keloid) zügeln muß"
Paracelsus rühmte Johanniskraut auch als "die beste Wundarznei". Das Rotöl fördert den Wundschluß vor allem bei Schürfwunden und bewährte sich zur Behandlung von Narbengewebe (z.B. nach OP oder Dammriß). Bei nässenden Wunden (z.B. Dekubitus) empfiehlt sich eher die Waschung mit verdünnten Extrakten (z.B. "Extractum Hyperici fluid. 1:1" von Caelo).
"Perforiertes" Blatt: "die Löcher, die in den Blättern sind, bedeuten, daß das Kraut für alle inneren und äußeren Öffnungen der Haut eine Hilfe ist" (Paracelsus).
Hält man ein Blatt gegen das Licht, dann sehen die Exkretbehälter wie kleine Löcher aus. Das "Tausendlöcherlkraut" galt daher vor allem als ein Heilmittel für Stich- und Schußverletzungen. Verletzung nervenreichen Gewebes (z.B. nach Zahn-OP), Schnitt- oder Stichwunden sind Hauptindikation der Homöopathie (ich finde hier die Urtinktur sowie "Hyperforat Tropfen" von Klein in häufigen Gaben am zuverlässigsten).
Geädertes Blatt: "Die Adern auf den Blättern sind ein Zeichen, daß Perforata alle Phantasmata austreibt" (Paracelsus).
Auch "stärcket es das sämtliche Nerven-Werck" (Weinmann). Die "Blattnerven" werden manchmal als Nervensignatur gedeutet, oft zeigen sie auch Venenheilpflanzen an.
Roter Pflanzensaft: Zerreibt man eine Blüte zwischen den Fingern, so tritt blutroter Saft aus, der im Volksmund "Johannis-" oder "Herrgottsblut" heißt. Wegen dieser Verwandtschaft zum Blut erkannte man im Johanniskraut einen Kraftspender, ein Heilmittel für Blutarmut und Menstruationsbeschwerden.
Zähe, feste Stengel: Das "Hartheu" liefert aufgrund seiner harten Stengel schlechtes Heu. Dies ist ein Zeichen dafür, daß das Kraut das Bindegewebe kräftigt.
Würmer fliehen das Kraut: "So gibt es auch Würmer, die vor Hypericon fliehen. Es geschieht nicht nur wegen des Geruches, sondern auch, weil in der Perforata der Spiritus ist, der die phantastischen Geister vertreibt" (Paracelsus).
Die Beobachtung, daß das Johanniskraut kaum von Parasiten heimgesucht wird, hat wohl dazu beigetragen, daß man das Kraut zwischen den Käse legte, um Madenbefall zu verhindern. Der Preßsaft wurde beim Wurmbefall der Pferde gerühmt (Tabernaemontanus). Ist es nicht naheliegend, daß eine Pflanze, die sich vor Schädlingsbefall schützen kann, auch uns vor Parasiten schützt? Bis zu 16% Gerbstoffe verleihen dem Gewächs die Kraft, das Wachstum von Fäulnisbakterien oder Schimmelpilzen (z.B. bei Durchfall oder Wundinfektion) zu hemmen. Mit Hypericin ist es auch gegen Pflanzenviren gewappnet - zumindest in vitro erwies sich der Farbstoff als anti-HIV-wirksam. Erfahrungsgemäß heilt Herpes labialis durch innerliche Gaben und/oder Betupfen der Bläschen mit Extrakten schneller ab.
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Beispiele für Mondsignaturen in der Heilmittelwelt

Meerwasser Tintenfisch Alchemilla vulgaris
Meerwasser (Aqua marina)
Tintenfisch (Sepaia)
Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Auf mondhaftes Wirken deuten hin:
Bezug zum Wasser: Meeresflora (Blasentang) oder Meeresfauna (Tintenfisch); Standort Auenwald (Silberweide), Teiche (Seerose, Teichrose) oder andere Feuchtbiotope (Brunnenkresse, Mädesüß, Wolfstrapp).
Saftige bis schleimige Konsistenz: Dickblattgewächse (Dachwurz), Schleimstoffdrogen (Eibisch, Malve, Taubnessel), schleimige Konsistenz (Mistel) oder saftspendende Bäume (Birke).
Mondfarben: weiße Blüten (Königin der Nacht, Madonnenlilie, Schneeball, Silberkerze, Taubnessel, Weißdorn,...), silbrig behaarte Blätter (Beifuß, Silberweide, Wermut) oder perlmuttartig schimmernde Rinden (Birke).
Bezug zur Nacht: abendliches Erblühen (Königin der Nacht, Nachtkerze) oder verstärkte Duftentwicklung in der Nacht (Ginster, Jasmin, Robinie).
Wucherndes Prinzip: starke Regenerationskraft (Eibe, z.T. Unkräuter) bis wucherndes Wachstum (Efeu, Keimzumpe, Mistel, Waldrebe).
Samenreichtum: Granatapfel, Kornfrüchte (Hafer, Hirse,...), Schlafmohn.
Als "Herr des Wassers" bewirkt der Mond Ebbe und Flut. Meerwasser (Aqua marina) zählt daher zu den besonders lunaren Arzneien, mit denen man auf mondhafte Leiden einwirkt, z.B. auf das Traumerleben oder auf Haut- und Schleimhauterkrankungen.
Luna bedeutet soviel wie Laune. Ebenso launisch wie der Mond, der uns stets ein anderes Gesicht zeigt, sind auch jene Arzneien, die bspw. aus dem Meer kommen (z.B. Aqua marina, Calcium carbonicum, Corallium rubrum). Menschen, die Meeresmittel benötigen, klagen oft über Verschlimmerung bei Vollmond oder Neumond. Aber auch andere Mondheilmittel weisen Stimmungsschwankungen oder wechselnde Beschwerden auf (z.B. Silberkerze).
Besonders launisch zeigt sich bspw. der Tintenfisch. Fühlt er sich bedroht, dann wechselt er erregt die Farbe und spuckt Tinte - darin erkennen wir die garstige Xanthippe, für die Sepia ein Seelenheilmittel ist (Hochpotenzen). Der Tintenfisch zeigt durch seine zähe Konsistenz, daß er das Bindegewebe strafft. Sepia bessert daher Senkungsbeschwerden (Tiefpotenzen).
Der Frauenmantel heißt auch "Taubecher" und steht somit wiederum mit dem Mond in Beziehung. In Wirklichkeit handelt es sich um Guttationstropfen, die die Pflanze ausschwitzt. Alchemilla zeigt hiermit ihre schweißregulierende Kraft bspw. bei Wechseljahrsbeschwerden (Teemischung: Frauenmantelkraut, Hopfenzapfen, Melissen-, Walnuß- und Salbeiblätter).
Zerreißt man ein Frauenmantelblatt, so zeigt es sich zäh und faserig, was darauf hindeutet, daß wir es mit einer bindegewebsfestigenden Heilpflanze zu tun haben (Begleitmittel zu Sepia).

Lamium album
Taubnessel (Lamium album)
Punica granatum
Granatapfel (Punica granatum)


Als Schleimdroge und aufgrund der weißen Blüten wird auch die Weiße Taubnessel dem Mond zugeordnet. Früher glaubte man, daß die Weiße Taubnessel bei Weißfluß, die Gelbe bei gelbem und die Rote bei rotem Ausfluß hilft; dies ist heute nicht haltbar, wenn man bedenkt, daß gelblicher Ausfluß auf eine bakterielle Infektion und Blutspuren auf Karzinom hindeuten können. Dagegen bewährte sich diese Mondheilpflanze bei streßbedingtem Fluor albus und zur unspezifischen Schleimhautsanierung (z.B. "Lamioflur" von Heel).
Luna ist auch die "Herrin über Wachstum und Fruchtbarkeit". Daher sind samenreiche Pflanzen wie der Granantapfel mondhaft. Im Querschnitt erinnert er an einen Eierstock mit heranreifenden Eizellen. In den Granatapfelkernen fand man interessanterweise Östron, ein schwach wirksames Östrogen, identisch mit den im Ovar gebildeten weiblichen Sexualhormonen.
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Literaturtips

  • Wilhelm Pelikan: Heilpflanzenkunde, 3 Bände (je DM 68,-); Philosophisch-anthroposophischer Verlag; ISBN 3-7235-0084-6.
    Anmerkung: einfühlsame, auf der Signaturenlehre beruhende Betrachtungen von Heilpflanzen und Pflanzenfamilien; sehr nützliches Nachschlagewerk für Kräuterheilkundige und reichhaltige Quelle der Inspiration für Signaturinteressierte.
  • M. Madejsky/O. Rippe: Heilmittel der Sonne; DM 29,80 .-; Peter Erd Verlag; ISBN 3-8138-0414-3
    Anmerkung: bietet eine anschauliche Einführung in die ganzheitliche Arzneimittelbetrachtung; mit Schwerpunkt Signaturen der Sonnenheilmittel

Einige weitere Quellen:

  • B. Aschner: Paracelsus - Sämtliche Werke; Anger Verlag
  • L. Braun: Paracelsus - Alchimist, Chemiker, Erneuerer der Heilkunde; SV international
  • H. Fink: Verzaubertes Land - Volkskult und Ahnenbrauch in Südtirol; Tyrolia Verlag
  • A. Fyfe: Die Signatur des Mondes im Pflanzenreich; Verlag Freies Geistesleben
  • J. Jacobi: Paracelsus - Arzt und Gottsucher an der Zeitenwende
  • R. Jütte: Paracelsus heute - im Lichte der Natur; Haug Verlag
  • S. Klossowski De Rola: The Golden Game; Alchemical Engravings of the Seventeenth Century; Thames and Hudson
  • E. M. Kranich: Die Formensprache der Pflanzen - Grundlinien einer kosmologischen Botanik; Fischer Verlag
  • G. Madaus: Lehrbuch der Biologischen Heilmittel; Mediamed Verlag
  • E. Schlegel: Religion der Arznei; Johannes Sonntag
  • W. Schüpbach: Pflanzengeometrie; Troxler-Verlag
  • H.-H. Vogel: Wege der Heilmittelfindung; Verlags GmbH Bad Boll
  • B. Vonarburg: Homöotanik; Haug Verlag
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