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Heilen mit Edelsteinen
Neben Indikationen beschreibt Hildegard auch
ausführlich die Anwendungsformen von Edelsteinen:
- Tragen von Schmucksteinen
- Verwenden von Handschmeichlern
- Einspeicheln der Steine, oft mit anschließendem
Einführen in Körperöffnungen
- Einlegen in Öl mit anschließender Massage
von erkrankten Körperpartien
- Anwendung von Pulver, meist in Wein gelöst
- Gebete und Bannsprüche bei der Anwendung
von Steinen.
Sämtliche Möglichkeiten werden heute
noch von Therapeuten auf der ganzen Welt genutzt. Aber die Zeit ist nicht
stehen geblieben, und heute eröffnet uns die Homöopathie ungeahnte
neue Möglichkeiten der Therapie mit Edelsteinen. Die Potenzierung
der Steine setzt ihr geistartiges Potential frei und ermöglicht somit
eine tiefgreifendere Heilwirkung, als mit anderen Therapiemethoden. Dabei
zeigt sich in der Praxis, daß die Angaben der Medizin des Mittelalters
meistens auch auf potenzierte Steine zutreffen, das Spektrum der Heilanwendungen
jedoch deutlich erweitert ist.
Es ist vor allem ein Verdienst der anthroposophischen
Firmen Weleda und Wala, den Hauptlieferanten potenzierter Edelsteine,
daß diese wunderbaren Heilmittel nicht in den Irrungen des esoterischen
Dschungels untergehen, sondern eine ernstzunehmende Bereicherung des homöopathischen
Arzneischatzes darstellen. Einige Beispiele sollen dies verdeutlichen.
Amethyst, gr. methyo
(trunken sein) - Violettgefärbte Quarzvarietät (Weleda: Ampullen
D12, D20; Verreibung D6, D10; Wala: Ampullen D15):
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1: Der Amethyst fördert mediale Fähigkeiten und das Traumbewußtsein.
Sammlung und Foto Olaf Rippe.
In der Signaturlehre ist Violett die Farbe
der astralen, übernatürlichen Welt. Heiliger Stein des griechischen
Ekstasegottes Dionysos (Chr. Rätsch). Schmuckstein der Bischöfe.
Stein der karmischen Erinnerung. Fördert mediale Fähigkeiten
und das Traumbewußtsein2.
Begleitmittel in der Suchttherapie, besonders Alkoholismus (a-methyo =
nicht trunken sein).
Reaktionsmittel der Psyche. Amethyst greift
tief ins Unbewußte ein (siehe Bergkristall und Diamant); ergänzt
Silber und Quarz/Silicea.
Amethyst verbessert den Hautstoffwechsel,
daher in Kosmetika einarbeiten: "Ein Mensch aber, der Flecken in seinem
Gesicht hat, der mache den Amethyst mit seinem Speichel feucht, und mit
dem so befeuchteten Stein bestreiche er die Flecken, (...) und das tue
er oft, und er wird eine zarte Haut und eine schöne Farbe im Gesicht
haben" (H. v. Bingen). Enthalten in "Akne - Kapseln" (Wala) zur Behandlung
chronischer akniformer Hautleiden.
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2: Tibetische Schamanen benutzen magische Werkzeuge wie das abgebildete
Hackmesser aus Bergkristall, um gegen Krankheitsdämonen zu kämpfen. Sammlung
Rätsch; Foto Margret Madejsky.
Bergkristall = Quarz; gr. krystallos
(Eis) - Siliziumdioxid (von Wala, Weleda, Staufen-Pharma als Dilution,
Globuli und Ampullen in zahlreichen Potenzen lieferbar):
Seit Urzeiten wird der Bergkristall von
Heilern auf der ganzen Welt als magisches Werkzeug zur Hellsicht und Abwehr
von Krankheitsdämonen gebraucht (Chr. Rätsch).
Silizium
ist neben Sauerstoff das häufigste Element der Erdrinde. Es bildet
das Gerüst der Erde. Es ist die Stützsubstanz von Pflanzen,
die sie aus der Erdenschwere zum Licht der Sonne emporstreben läßt
(H. Schramm). Entsprechend ist Silizium ein wichtiges Mittel zur Festigung
des Bindegewebes und der Wirbelsäule.
In pflanzlicher Form kommt Silizium besonders
in Schachtelhalm und Bambus vor, beides sind wichtige Bestandteile der
Discipräparate von Wala zur Therapie der Wirbelsäule. Die homöopathischen
Indikationen von Quarz sind ähnlich denen von Silicea (gefällte
Kieselsäure). Silizium stimuliert die Abwehrprozesse, besonders bei
Neigung zu chronischen Entzündungen und bei mangelnder Rekonvaleszenz,
zudem ist es ein wichtiges Mittel bei Impfschäden. Zur Anregung der
Abwehr hat sich vor allem "Meteoreisen / Phosphor / Quarz" (Wala) bewährt.
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3: Das Farbspiel im klaren Bergkristall ist eine Signatur für seine geistanregende
und strukturierende Wirkung. Sammlung Gröber; Foto Olaf Rippe.
Quarz durchlichtet den Geist und stärkt die
logische Denkfähigkeit (D12). Nicht nur in der Computerindustrie spielt
Silizium eine wichtige Rolle, "so wie Silicea ein Stützskelett für
den Getreidehalm bildet, so wirkt das Mittel in übertragenem Sinne auch
auf den menschlichen Geist" (J. T. Kent). Kaum ein Mittel regeneriert
besser, wenn Streß, Überarbeitung oder Schicksalsschläge zum geistigen
Zusammenbruch geführt haben. Viele potenzierte Edelsteine sind Silikatverbindungen,
die alle eine strukturierende Wirkung auf Körper und Geist haben.
Bernstein = Succinum - Honigfarbenes fossiles Harz; besteht aus
Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff und etwas Schwefel (Staufen-Pharma: Potenzen
bis D60; Weleda: Verreibung D6, D8, D10):
Die "Tränen der Sonne" werden seit
ältester Zeit schutzmagisch verwendet. Heiliger Räucherstoff
der Germanen zur Verehrung der Sonne, meist zusammen mit Wacholder (Chr.
Rätsch).
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4: Bernstein gilt seit Jahrtausenden als schutzmagischer Schmuck gegen
den Dämon der Angst. Sammlung und Foto Olaf Rippe.
Bernstein wirkt stimmungsaufhellend (sonnengelbe
Farbe). Der Patient fühlt sich dem Schicksal hilflos ausgeliefert.
Wichtiges Mittel bei Depressionen, Angstkomplexen, z.B. Platzangst (siehe
Boericke) oder Prüfungsangst (Einschlüsse und elektrostatische
Aufladung nach Reiben als Signatur).
Ähnlich wie Carbo vegetabilis
und Sulfur, auch bei chronischen Stoffwechselleiden wie Diabetes verwenden.
Ferner bei Autoimmunleiden und Allergien wie Asthma. In der polnischen
Volksmedizin innerlich und äußerlich bei Rheuma; ähnliche
Wirkung wie Weihrauch (Olibanum).
Allgemein bei Altersleiden, besonders bei
Angst vor dem Tod. Vor allem ältere Menschen schätzen den Bernstein
als Schmuck; als Homöopathikum in Lebenselixiere einarbeiten; ergänzt
Gold (Aurum metallicum).
Enthalten in "Rosmarinus comp." (Wala),
Begleittherapie bei Diabetes. Als Augentropfen von Weleda bei Glaukom
(Stannum D8 / Succinum D6).
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5: In Ägypten galt der Carneol wegen seiner warmen Farbe, als ein Symbol
für die lebensspendende Kraft der Sonne. Sammlung Gößwein; Foto Olaf Rippe.
Carneol; lat. carneolus (fleischfarben)
- Hellrote Quarzvarietät (Weleda: Verreibung D8, D10, D12; Wala:
Ampullen D15):
Sonnensymbol
der Ägypter. Überträgt die stimmungsaufhellende Kraft der
Sonne auf die Seele (Farbe); ergänzt Johanniskraut (Hypericum perforatum).
Fördert die Sozialität des Menschen (M. Uyldert). Stärkt
den Tastsinn (z.B. bei Taubheitsgefühl in der Haut, Parästhesien)
und das Selbstbewußtsein.
Chalcedon; benannt nach der einstigen
Stadt Kalchedon - Hellblaues mikrokristallines Siliziumdioxid (Wala: Ampullen
D15):
Der Stein hat einen starken Bezug zum Kehlkopfchakra
(Farbe). Stärkt die Lungenkraft; bei Asthma in Lungenpunkte auf der
Brust und zwischen den Schulterblättern spritzen. Ergänzt Quarz/Silicea
bei Lungenleiden; zusammen mit blauen Blütenpflanzen verabreichen
wie Lavendel (Lavandula officinalis), Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
oder Vergißmeinnicht (Myosotis arvensis).
Chalzedon verbessert laut Hildegard die
Fähigkeit zur Kommunikation: "Wer sich Redegewandtheit wünscht
(...), der nehme Chalzedon in seine Hand und hauche ihn mit seinem Atem
an (...). Dann lecke er mit seiner Zunge (den Stein) ab, und er wird den
Menschen beharrlicher Rede und Antwort zu stehen wissen".
Chrysolith = Olivin; gr. chrysos (Gold)
und lithos (Stein) - Grün- bis goldfarbenes Magnesiumeisensilikat
(Weleda: Ampullen D12, D30; Salbe D4; Verreibung D6 bis D30):
Der Stein
festigt laut Hildegard das Wissen, das von Herzen kommt: "Wer über
ein gediegenes Wissen und gute Fähigkeiten verfügt, soll daher
diesen Stein an sein Herz legen, und solange dieser da liegt, werden das
Wissen und die guten Fähigkeiten bei ihm nicht schwinden". Bei
Herzschmerzen soll man laut Hildegard einen Chrysolith in Olivenöl
tauchen und mit dem Stein anschließend die schmerzhaften Körperstellen
massieren.
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6: Der Chrysolith festigt das Wissen, das von Herzen kommt. Sammlung Gößwein,
Foto Olaf Rippe.
Als Magnesiumverbindung allgemein bei psychosomatischen
Herzbeschwerden verwenden; ergänzt Magnesium carbonicum = Magnesit
(Weleda) in der Herztherapie; Herzmassage mit Chrysolith-Salbe.
Stärkt den Sehsinn und fördert
die Einsicht in das Verborgene (Farbe; Eisen und Silizium stärken
die Sinneswahrnehmungen).
Enthalten in "Chrysolith comp." Ampullen
von Weleda bei Degeneration der Netzhaut, Überanstrengung der Augen
und bei Lichtempfindlichkeit; s.c. Injektion im Nacken, gleichzeitig mit
Chrysolith-Salbe die Augenumgebung einreiben und Verreibung einnehmen.
Als Pallasit (olivinhaltiger Eisenmeteorit)
bei Autoimmunleiden und mangelnder Rekonvaleszenz, auch bei Status nach
Grippe mit Visusschwäche und/oder Migräne (Weleda: Verreibung
D12). Wegen seines Eisenanteils ist der Pallasit auch als "Durchhaltemittel"
zur Prüfungsvorbereitung interessant.
Chrysopras; gr. chrysos
(Gold), prason (Lauch) - Hellgrünes mikrokristallines Siliziumdioxid,
nickelhaltig (Wala: Ampullen D15):
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7: Der nickelhaltige Chrysopras ist ein bewährtes Heilmittel bei
Erregung und Allergien. Sammlung und Foto Olaf Rippe.
Beruhigend bei Hyperthyreose (Injektion im
Nacken). Zur Umstimmungstherapie bei Neurodermitis und Allergien mit Eigenblut
mischen (Nickel wirkt auf die Abwehr, hierzu mit Eisen und/oder Mangan
kombinieren).
Nach Hildegard auch bei cholerischen Menschen,
Gicht, Rheuma und Epilepsie versuchen.
Diamant; gr. adamas, adamantos (der
Unbezwingliche) - Durchsichtiger Kohlenstoff (Weleda: Ampullen D10, D20;
Dilution D10, D15, D20, D30):
In der anthroposophischen Pädiatrie
bei geistig retardierten Kindern zur Anregung der Nerven-Sinnes-Funktionen
(H. Schramm). Ergänzt Graphites auf geistiger Ebene.
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8: Der Diamant fördert klare Erkenntnis und geistige Freiheit.
Diamant ist ein wichtiges Psychotherapeutikum.
Kaum ein Stein zeigt geschliffen ein größeres Lichtspiel, daher
wird verständlich, warum der potenzierte Diamant ein Reaktionsmittel
der Psyche ist, der das Unbewußte öffnet. Zusätzlich sollte
man stimmungsaufhellende und balsamische Mittel wie Ambra verschreiben,
da die Offenbarungen des Unbewußten oftmals schockierend sind.
Hildegard verwendete den Diamant ansonsten
vor allem bei Jähzorn (ergänzt Aurum): "Und es gibt gewisse
Menschen, die von Natur aus und durch teuflische Einwirkung bösartig
geworden sind (...) und bisweilen geraten sie fast außer sich, wie
wenn sie vom Wahnsinn geführt werden, und sie kommen schnell wiederum
zu sich. Diese sollen oft oder immer den Diamanten in ihren Mund legen".
Dioptas; gr. diopteia (Hindurchsicht)
- Tiefgrünes Kupfersilikat (Weleda: Verreibung D6, D8, D12; Ampullen
D6, D20, D30; Dilution D30, Augentropfen D8):
Fördert den Blick für Zusammenhänge
metaphysischer Art. Erfahrungsberichten zufolge macht er die Gedanken
klar wie Quellwasser, entspannt und strukturiert die Geisteskraft.
Laut Rudolf Steiner befähigt Kupfer
den Geist Analogien zu bilden; als Silikatverbindung wirkt das Venusmetall
stärker auf das Nerven-Sinnes-System. Zur Integration wesensfremder
Sinneswahrnehmungen. In der anthroposophischen Psychiatrie wird Dioptas
als Begleitmittel bei Schizophrenie verwendet.
Dioptas-Augentropfen eignen sich besonders
zur Behandlung von müden und gereizten Augen; auch bei Migräne
mit Sehstörungen und Augenmuskelkrämpfen ausprobieren (Kupfer
entkrampft).
Granat; lat. abgeleitet von Granatapfel
- tiefrotes Magnesiumaluminiumsilikat (Wala: Ampullen D15):
Gutes Mittel bei Kreislaufschwäche
(Magnesium) und Psychasthenie (Aluminium); s.c. Injektion in KG 17, M
36, H 3 und zwischen Schulterblättern sowie im Nackenbereich.
"Der Patient ist von Selbstzweifeln und
Unsicherheit geplagt. Verbessert den Riecher für das Wesentliche"
(M. Amann). Ergänzt Magnesium carbonicum und Magnesium phosphoricum.
Hämatit = Blutstein; gr. haima
(Blut) - Stahlgraues, blauschwarzes Eisen(III)-oxid (Weleda: Ampullen
D6; Verreibung D3, D4, D6):
Sehr gute Wirkung bei Anämie, Kreislauf-
und Abwehrschwäche sowie bei mangelnder Rekonvaleszenz. Hämatit
wurde früher als Schutzamulett getragen, um hieb- und stichfest zu
sein, daher bei Verzagtheit und Selbstzweifeln anwenden.
Die Kombination mit stacheligen Pflanzen
wie Schlehe, verstärkt die Wirkung des Marsmetalls Eisen (z. B."Prunuseisen"
von Wala).
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9: Der stimmungsaufhellende und angstlösende Heliotrop hat seinen Namen
vom griechischen Sonnengott Helios. Sammlung Gößwein; Foto Olaf Rippe.
Heliotrop = Blutjaspis; gr. helios
(Sonne), tropeo (zugehörig) - Dunkelgrüne kryptokristalline
Quarzvarietät mit roten Einlagerungen aus Eisenoxid (Weleda: Verreibung
D4):
Durchlichtet die Seele, besonders bei nächtlichen
Angstzuständen und schenkt Vertrauen sowie Zuversicht (Eisenanteil).
Begleitmittel bei Anämie. Stärkt den Riechsinn, z.B. bei Anosmie
nach Grippe.
Hyazinth = Zirkon; gr. hyakinthos,
Sagengestalt; siehe Ovid: "Metamorphosen" - Zirkonsilikat mit schwacher
radioaktiver Strahlung; enthält Thorium (Weleda: Ampullen D20, Salbe
D5, Verreibung D6):
Wichtiges Begleitmittel bei Allergien, Neurodermitis,
Folgen von Elektrosmog und Wetterempfindlichkeit, z.B. Föhnkopfschmerz.
Hildegard verwendete den Hyazinth vor allem
zum Gegenzauber, "wenn jemand durch Trugbilder oder magische Worte
bezaubert ist, so daß er wahnsinnig wird".
Jaspis - Durch Eisenoxid rot gefärbter
Chalcedon; kryptokristalliner Quarz (Weleda: Verreibung D 6 bis D20):
Stärkt wie Heliotrop den Geruchssinn
und lindert Schnupfen sowie Ohrentzündungen. Laut Hildegard heilt
er Hörschäden: "Ein Mensch aber, der auf einem Ohr taub ist,
der halte den Jaspis an den Mund, und er hauche ihn mit seinem warmen
Atem an, damit er dadurch warm und feucht werde. Und sogleich stecke er
ihn ins Ohr (...). Und so verschließe er das Ohr, damit die Wärme
dieses Steins ins Ohr eindringe".
Als Stein
des Mars (Eisen), stärkt Jaspis die Abwehr und entängstigt,
besonders bei Alpträumen: "Und wenn Blitze und Donner im Schlaf
erscheinen, ist es gut, daß der Mensch den Jaspis bei sich hat,
weil Fantasien und Trugbilder ihn dann meiden und verlassen" (H. v.
Bingen).
Der Eisengehalt ist sicher auch dafür
verantwortlich, daß Jaspis vor Ansteckung schützt; daher die
Empfehlung von Hildegard, daß eine Mutter im Kindbett diesen Stein
bei sich tragen soll, damit sich keine Krankheiten auf das Kind übertragen.
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10: Der Malachit verhilft zu Glück und Harmonie in der Partnerschaft.
Malachit, gr. malachä (Malve)
- tiefgrünes basisches Kupfercarbonat (Weleda: Ampullen D6, Dilution
D8, D10, Verreibung D3, D4, D6):
"Lindert Verletzungen im Gefühlsbereich
(Venus - Kupfer), vorzugsweise in Liebesdingen" (M. Amann).
Kupfer lindert Krampfschmerzen, Übelkeit
und Durchfall; auch bei Pilzleiden und Dysbiose des Darms interessant
(Status nach Antibiotika). Als Karbonat bei chronischen Magen-Darmleiden
mit Beteiligung des Pankreas; ergänzt Nux vomica (enthält ebenfalls
Kupfer!).
"Anagallis / Malachit comp." Dilution (Weleda):
Entzündliche und spastische Darmleiden; Gastritis, Duodenitis; Ulcus,
Blähkolik.
"Chamomilla / Malachit comp.", Ampullen,
Dilution (Weleda): Sehr bewährt bei Magen-Darm-Ulcus.
"Malachit comp.", Dilution (Weleda): Sekretionsstörungen
des Pankreas.
Onyx; gr. onyx (Fingernagel, Kralle)
- Dunkle Quarzvarietät (Weleda: Verreibung D6 bis D30; Salbe D5,
Öl D6, Ampullen D12, D20):
Der dunkle Stein soll die Sinne für
okkulte Botschaften öffnen und hellhörig machen. "Um metaphysische
Aspekte zu verstehen. Zum Überschreiten der Grenzen" (M. Amann).
Bei Schwerhörigkeit, Tinnitus und Hörschäden
nach Entzündungen oder Grippe; Salbe hinter Ohr einreiben; Öl
ins Ohr träufeln. Bestandteil von "Gnaphalium comp.", Ampullen, Globuli
(Wala) bei Otosklerose, Tinnitus und Morbus Menière.
Laut Hildegard auch bei Sehschwäche,
Herz- und Magenschmerzen, Fieber sowie Depression anwenden.
Opal; altindisch upala (Edelstein)
- Amorphe Kieselsäure mit hohem Wassergehalt und ausgeprägtem
Farbenspiel (Wala: Ampullen D8, D12, D15, D20, D30):
Tuberkulinische Diathese. In der Kinderheilkunde
bei Schwäche der Atmungsorgane; Begleitmittel von Calcium carbonicum.
Als "Opal comp." Verreibung (Weleda) bei
Störungen im lymphatischen Apparat, Nasenpolypen, Heuschnupfen, Sinusitis
und Infektneigung.
Rosenquarz - Rosagefärbte Quarzvarietät
(Wala: Ampullen D15):
Rosa ist die Farbe des Herzens. Stein der
Herzensgüte. Bei Folgen von zuviel Empathie und Streß. Wenn
Schicksalsschläge und Kontaktstörungen zu Herzproblemen führen.
Allgemein bei psychosomatischen Herzbeschwerden, Herzstreß und pektanginösen
Beschwerden als Begleitmittel (Injektionen in Herzpunkte, z.B. H3).
Zur Herzmassage in Wildrosenöl (Weleda)
oder Rosenöl (Hauschka Kosmetik) einlegen; Massage spiralförmig
über dem Herz beginnen und zur Kleinfingerseite hin austreichen.
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11: Die starken Strukturkräfte im Turmalin sind eine Signatur für seine
klärende Wirkung auf den Geist. Sammlung Weleda; Foto Margret Madejsky.
Rubellit = Roter Turmalin; lat. rubellus
(rötlich) - Komplexes, rotgefärbtes Silikat-Mineral; enthält
z.B. Bor, Eisen, Titan, Chrom (Weleda: Dilution D10, D20, D30; Injektionslösung
D12, D30):
Die starken Strukturkräfte des Turmalin
(Dreieck = Saturn) machen ihn zu einem ausgeprägten Geistmittel.
Zur Anregung der geistigen Leistungsfähigkeit und bei Gedächtnisschwäche.
Kreislaufstimulans (Sportler äußern
sich sehr positiv über die leistungssteigernde Wirkung). Mittel für
"Morgenmuffel" und zur Prüfungsvorbereitung. Nicht abends nehmen;
Vorsicht bei Hypertonie und Herzrhythmusstörungen. Als "Equisetum
limosum - Rubellit", Ampullen D30, Dilution D4, D6, D30 (Weleda) bei geistiger
Leistungsschwäche; ergänzt Phosphorverbindungen wie Argentum
phosphoricum (stärkt die Erinnerung), Strychninum phosphoricum (bei
gelähmten Bewußtsein) oder Kalium phosphoricum (Nachlassen
der geistigen Spannkraft).
Rubin; lat. rubeus (rot) - Rotes Aluminiumoxid
(Wala: Ampullen D12):
Der Stein verkörpert Willenskraft und
Macht, daher bei Angstsyndrom verwenden. "Und an welcher Stelle auch
immer der Rubin ist, dort können Luftgeister ihre Trugbilder nicht
vollenden, weil sie ihn fliehen und von ihm weichen" (H. v. Bingen).
Bei Ich-Schwäche, mangelnder Willensstärke
und Kreislaufschwäche hat sich eine Injektion zwischen den Schulterblättern
bewährt.
Saphir - Blauschillerndes Aluminiumoxid
(Wala: Ampullen D15):
Die Wirkung erstreckt sich vor allem auf
die Willens- und Gedankenbildung (Farbe), daher ist Saphir besonders bei
mangelndem Selbstwertgefühl, geistiger Verwirrtheit und Gedächtnisverlust
ein interessantes Heilmittel (wegen Aluminiumgehalt unbedingt bei Alzheimer
probieren).
Auch Hildegard sah im Saphir ein geistig
wirkendes Mittel: "Ein Mensch, der guten Verstand und gute Einsicht
haben möchte, der lege den Saphir täglich frühmorgens (...)
nüchtern in den Mund (...) für eine kurze Stunde. Aber auch
wer dumm ist, so daß alle Einsicht in ihm versagt (...), der salbe
oft nüchtern die Zunge mit dem Saphir (...), und so wird der Mensch
einen guten Verstand erlangen".
Laut Hildegard ist der Stein auch wirksam
bei Besessenheit, Jähzorn und wenn jemand seine hitzigen Triebe zügeln
möchte.
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12: Smaragd fördert den Sinn für Ästhetik, Schönheit,
Harmonie und Gerechtigkeit.
Smaragd; ursprünglich hebräisch
Baragu (Blitz) - Tiefgrünes Aluminiumberylliumsilikat (Weleda: Ampullen
D12, D20, Verreibung D6):
In der christlichen Symbolik das Geistauge
des Lichtträgers und Fürsten dieser Welt. Stein der mystischen
Liebe und der Gralsritter.
Smaragd
verleiht eine Aura erhabener Schönheit. Hilft bei Minderwertigkeitsgefühlen
und Angstkomplexen, auch in Verbindung mit psychosomatischen Leiden. Allgemein
bei Störungen des Nabelchakras (Libidostörungen). Wirkt auf
die endokrine Achse regulierend und regenerierend. Verjüngt und schenkt
Schönheit, daher die Verreibung auch in kosmetische Salben einarbeiten.
Laut Hildegard bei Herz- oder Magenschmerzen
und Epilepsie anwenden. Bei Kopfschmerzen soll man den Stein anhauchen
und anschließend die schmerzenden Stellen damit massieren. Der Bischof
Marbod von Rennes (1035 - 1123) schrieb über Smaragd: "Er vermehrt
die Schätze dessen, der ihn verehrt und er gibt in allen Lagen überzeugende
Worte ein" (laut Albertus Magnus besonders bei Gerichtsverfahren!).
Er stärkt mit seiner grünen Farbe schwache Augen, vermehrt geistige
Kräfte und bezähmt zügellose Leidenschaften.
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13: Im Lichtspiel des Topas zeigt sich die mediale Wirkung auf das Unbewußte.
Sammlung Gößwein; Foto Margret Madejsky.
Topas; benannt nach der sagenumwobenen
Insel Topasos im Roten Meer- Meeresblaues bis rosenrotes Aluminiumfluorsilikat
(Weleda: Ampullen D12, D20; Verreibung D8; Wala: Ampullen D15):
Stein der Inspiration; eignet sich wie Bergkristall
zur Kristallschau. Erste Hilfe wenn einem die Ideen für geistige
Arbeiten ausgegangen sind. Status nach geistiger Überanstrengung
und bei Vergeßlichkeit (Aluminiumgehalt und Silikatverbindung; siehe
Bergkristall).
Topas kommt gerne mit dem Lebermetall Zinn
vor, daher beide Mittel bei chronischen Leberleiden und Leberdepression
anwenden (Injektion über der Leber). Bei unausgelichenem Temperament,
zusammen mit weiteren Lebermitteln3
verordnen (z.B. Hepatik von Soluna). Topas belebt den Geschmackssinn,
z.B. nach Grippe (Leber - Geschmacksnerven).
Hildegard schätzte den schillernden
Edelstein über alle Maßen. Jeden Morgen soll man den Topas
auf sein Herz legen und zu Gott beten, "und so oft du das getan hast,
wird das Übel von dir weichen. Denn von Gott hat der sehr starke
Stein Topas diese Kraft, weil er in der Neigung der Sonne wächst,
daß er die Schmach vom Menschen sich abwenden läßt".
Anmerkungen
- z.B.die zwölf Steine
auf dem Amtsschild des Hohepriesters (2. Moses 28); in der Geheimen
Offenbarung (21.14 - 21) und in Ezechiel (28.11.) sind weitere Edelsteine
genannt. [zurück]
- siehe Naturheilpraxis
8/96: "Traumförderung - Mit Traumsteinen und Orakelpflanzen ins Land
der Träume" von Margret Madejsky. [zurück]
- siehe Naturheilpraxis
12/95, "Die Laus auf der Leber" von Olaf Rippe.
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