Ganzheitliche Krebstherapie – grundlegende Gedanken zur Praxis – von Olaf Rippe

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Ganzheitliche Krebstherapie – grundlegende Gedanken zur Praxis – von Olaf Rippe

Von |2019-04-05T09:46:55+02:004. April. 2019|Kategorien: Geomantie, Naturheilkonzepte - Therapietipps|Schlüsselworte: , , , , , , |

Die Giftpfeile unserer Zeit

Die wichtigste Indikation der Mistel ist heute sicher die antitumoröse und immunmodulierende Wirkung beim Karzinomgeschehen. Die Anregungen hierfür gehen auf Rudolf Steiner zurück, der die Wirkung allein durch die Betrachtung der Signaturen der Mistel erkannte. Das Auftreten der Mistel einerseits eine Signatur für die Pathologie des Wachstumsortes, andererseits wirkt sie kompensierend auf die pathologischen Wachstumskräfte des Wirtsbaumes. Ohne Auftreten der Mistel würden die geopathischen Einflüsse wie Wasseradern oder Erdverwerfungen, die auf den Wirtsbaum einwirken, in vielen Fällen zu tumorartigen Auswüchsen führen.

Betrachtet man die Morphologie solcher Baumtumore, dann ist diese immer kugelförmig mit gleichzeitig auftretenden Deformationen. Man hat den Eindruck, als ob an dieser Stelle ein völlig neues und vom Baum abgetrenntes Wesen zur Geburt drängt. Es zeigen sich Baumgesichter, die an Fabelwesen erinnern. Dies ist sicher eine der Wurzeln für den Volksglauben an Naturgeister. Die Mistel kompensiert nun diese überschießenden Vitalkräfte des Wirtsbaums, indem sie diese in sich aufnimmt – so wird der Baum zu ihrer Erde und sie wird von den Wachstumskräften des Wirts auf besondere Weise geprägt und geformt. Auf spezielle Weise verarbeitet und angewendet, eben als besonders hergestelltes Injektionspräparat von Abnoba, Helixor, Wala oder Weleda, übernimmt die Mistel „als äußere Substanz dasjenige, was wuchernde Äthersubstanz beim Karzinom ist, verstärkt dadurch, dass sie die physische Substanz zurückdrängt, die Wirkung des astralischen Leibes und bringt dadurch den Tumor des Karzinoms zum Aufbröckeln, zum In-sich-Zerfallen. So dass, wenn wir die Mistelsubstanz in den menschlichen Organismus hineinbringen, wir tatsächlich die Äthersubstanz des Baumes in den Menschen hineinbringen. Die Äthersubstanz des Baumes, durch den Mistelträger in den Menschen übergeführt, wirkt verstärkend auf den astralischen Leib des Menschen“ (Steiner, zit. nach Selg 2004).

Der Ätherleib ist mit dem Element Wasser und der Lebenskraft verbunden, aber auch mit dem Prinzip der Proliferation. Diese Tendenz wird durch den Standort auf Wasseradern deutlich verstärkt. Der physische Leib trägt die Strukturkraft des Elements Erde in sich, während der Astralleib mit den durchwärmenden und abbauenden Kräften des Elements Luft in Beziehung steht. Ohne genügenden Einfluss der abbauenden und gestaltgebenden Kräfte, kommt es zu überschießenden Vitalprozessen oder Wucherungen. Die Mistel kann diese ungerichteten Kräfte zurückdrängen, die nach den Elementenqualitäten mit Kälte verbunden sind, indem sie die Wärmeprozesse und die Fieberbildung anregt, wodurch es zum Zerfall der Tumorzellen kommt. Betrachtet man also die Beziehung von Mistel und Wirtsbaum genauer, dann ist es in Wahrheit ein Synergismus dieser beiden mit dem Genius loci des Wachstumsortes, der auf den Menschen therapeutisch einwirkt – dies erklärt auch die Notwendigkeit einer speziellen Zubereitung und Dosierung.

Geopathische Zonen wie Erdverwerfungen oder Wasseradern wirken je nach Intensität des Phänomens und in Abhängigkeit zur Empfindlichkeit des Menschen immer mehr oder weniger toxisch. Sie begünstigen vor allem die Entstehung neurologischer Erkrankungen und Krankheiten des Immunsystems. Subjektive Beschwerden sind ständige Müdigkeit, Apathie, Depressionen oder Schlafstörungen, aber auch extreme Unruhe oder Krampfleiden wie Migräne. Ferner kommt es vor allem zu rheumatischen Erkrankungen, aber auch im schlimmsten Fall zur Entartung auf zellulärer Ebene, also zum Karzinom. Schwere Nervenleiden wir Psychosen, Multiple Sklerose, Parkinson oder Alzheimer werden ebenfalls als Folgen diskutiert. Sämtliche Erkrankungen fallen auf die eine oder andere Weise in das Spektrum einer Misteltherapie. Das geopathologische Phänomen allein ist aber keine Erklärung für die extreme Zunahme der Karzinomerkrankung in den letzten 100 Jahren.

Heute muss sich der Körper mit einer Unmenge bisher unbekannter toxischer Stoffe auseinandersetzen wie radioaktiver Strahlung, Schwermetalle oder Pestizide, von denen die meisten nicht nur die Umwelt zerstören, sondern auch eindeutig kanzerogen wirken. In dem Zusammenhang ist interessant, dass es durch die Misteltherapie zu einer immunologischen Stabilisierung bei chronischen Atemwegsinfekten von Kindern als Folge von Tschernobyl kam (Jänicke, Grünwald, Brendler, 2003). Negativ verstärkt werden diese Toxine inzwischen durch den grassierenden Elektrosmog, der nicht nur selber toxisch wirkt, sondern allgemein die feinstofflichen Organfunktionen destabilisiert, so dass die Gefährlichkeit der zuvor genannten Stoffe zunimmt.

Die durch Toxine erzeugten Symptome sind praktisch dieselben, die auch auftreten, wenn man sich längere Zeit auf Reizstreifen und Störzonen aufhält. Man fühlt sich unangenehm ausgelaugt und antriebsarm, gleichzeitig aber auch nervös und umtriebig. Die Vielfalt der möglichen Erkrankungen durch diese Noxen kennt eigentlich keine Grenzen. Weniger Empfindliche werden einfach nur labiler in ihrer Gesundheit, während andere schwere Allergien, Rheuma, Nervenleiden oder eben ein Karzinom entwickeln.

Dies ist die Sternstunde der Misteltherapie, denn ihre Affinität zu Feldphänomenen macht sie auf jeden Fall zu einem bedeutenden Mittel, um diesen Auswüchsen besser gewachsen zu sein. Man ist aber nicht nur vor den Dämonen unserer Zeit besser geschützt, es kommt auch insgesamt zur Verbesserung der Lebensqualität und zu einer deutlichen Steigerung der Lebenserwartung. Präventiv eingesetzt hilft die Mistel dem gestressten Organismus, sich besser anzupassen. Als Astralpflanze ermöglicht sie den geistigen Kräften des Menschen, wieder vermehrt in den Stoffwechsel einzugreifen.

Weihnachtspostkarte mit Mistel (frühes 20. Jh.)

Die Mistel als Jungbrunnen

Die Mistel ist eine „Winterpflanze“ (Steiner, zit. nach Selg 2004), die sich für den Winter des Lebens besonders eignet. „In unserer vergreisenden Gesellschaft sind die Misteln wie keine anderen Pflanzen dazu geeignet, Jugendkräfte für die zweite Lebenshälfte zu geben bzw. dem einzelnen Menschen in seiner Biografie Mut einzuflößen für die noch harrenden Aufgaben“ (Wilkens, 2006). Man kann durchaus behaupten, dass die Misteltherapie hilft, in Würde zu altern. Allein dies macht die Mistel zu einer unverzichtbaren Heilpflanze.

Bemerkenswert und in ihrer Zusammensetzung einzigartig, sind die Mittel der Serie „Rabjuven“ von Wulf Rabe zur Begleitbehandlung bei Entartungen, denn diese enthalten nicht nur Mistel, sondern auch potenzierte Tumore von Bäumen. Außerdem muss man bei dyskratischen Prozessen, speziell beim Karzinom, an eine energische Entgiftung denken, besonders über Leber, Lymphe und Milz. Zur allgemeinen Entgiftung über das Lymphsystem und zur Begleitbehandlung bei Karzinom liefert die Firma Schuck „Flenin“ als Tropfen und als Ampullen, auch zur Eigenbluttherapie – das Mittel enthält neben Mistel auch Conium maculatum (gefleckter Schierling) zur Drainage bei bösartigen Erkrankungen und Arsen zur Behandlung einer Degeneration auf der Zellebene, außerdem ist es ein Kardinalmittel beim Erschöpfungssyndrom. Conium und Mistel sind auch Bestandteil von „Lymphdiaral Injektopas L“ Ampullen von Pascoe. Auch die Firma Pflüger liefert ein Mistelpräparat zur Entgiftung – „Derivatio H“ zur Injektion und als Dilution.

Wichtige Ergänzungsmittel neben Conium und Arsen sind natürlich alle weiteren Mittel die man bei Präkanzerose traditionell verwendet, wie Antimonium crudum, Argentum nitricum, Causticum, Kreosotum oder Silicea (alle in mittleren Potenzen um D12) sowie die Katalysatoren des intermediären Zellstoffwechsels – die Firma Heel liefert Chinone und die einzelnen Bausteine des Zitronensäurezyklus auch als Ampullen für eine Eigenblutbehandlung (siehe Firmenschriften). Der gemeinsame Nenner dieser Substanzen ist die energetisch anregende Wirkung auf die feinstofflichen Vorgänge im Körper. Wichtig ist auch eine ergänzende Eisentherapie, die ebenfalls positiv auf die Lebensprozesse wirkt; bewährt hat sich die Therapie mit „Meteoreisen“ oder mit „Skorodit Kreislauf “ (beide als Globuli und Ampullen von Wala).

Zur Behandlung des Erschöpfungssyndroms bei chronischen Leiden kann man ansonsten auch an das Mistelpräparat „Ginseng comp. N“ Tropfen von Heel denken. Das Mittel wirkt im Sinne eines Tonikums oder eines roborierenden Mittels auch bei bösen Folgen durch geopathische Phänomene und allgemein als Geriatrikum.

Als Ergänzungsmittel einer Misteltherapie kommen natürlich alle Pflanzen und auch einige Tiere infrage, die ebenfalls einen Bezug zu geopathischen Orten haben. Hierzu zählen beispielsweise die Biene, die man vor allem bei Rheuma und bei Autoimmunleiden der Schilddrüse verwendet, und die Ameise, die man bei Rheuma einsetzt. Da Immunleiden und das Karzinomgeschehen multikausal bedingt sind, muss man neben der Mistel auf jeden Fall weitere „energetisch“ verwandte Mittel anwenden, um den komplexen Krankheitsprozessen gerecht zu werden. Sie beugen vor allem den Erschöpfungstendenzen vor, die man auch als Krebsdepression und -kachexie kennt. Sehr bewährt haben sich beispielweise Eleutherokokkus (E. senticosus), Wasserdost (Eupatorium perfoliatum) und Schlehe (Prunus spinosa), die man alle drei auch bei chronischen Virusleiden verwendet. Auch hier gibt es Verknüpfungen zum Karzinom, das in vielen Fällen als „unausgeheilte“ Viruserkrankung gilt; Beispiele sind das Leberkarzinom infolge einer Virushepatitis oder das Uteruskarzinom als Folge von Herpes genitalis.

Natürlich gäbe es noch zahlreiche weitere Mistelpräparate, die zu nennen wären, vor allem die Mittel von Wala, Weleda, Helixor und Abnoba zur Karzinomtherapie – diese Präparate sind ausführlich in dem Buch Die Mistel – eine Heilpflanze für die Erkrankungen unserer Zeit beschrieben.

Apfelmistel

Das Karzinom, ein Spiegelbild unserer Zeit

Das Karzinom, das bereits von antiken Ärzten beschrieben wurde, war noch zu Zeiten von Rudolf Steiner eine eher seltene Erkrankung. Heute ist es die zweithäufigste Todesursache und wenn es so weitergeht, wird es die Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Statistik bald überholt haben.

Die Zunahme der Herzerkrankungen hatten wir bereits als Ausdruck des erwachten Ichbewusstseins verstanden und dem Konflikt zwischen dem Streben nach individueller Freiheit und der Erkenntnis, sich als soziales Wesen mäßigend verhalten zu müssen.

Die Karzinomerkrankung führt diese Entwicklungsprozesse nun auf einer anderen Ebene weiter. Während das Herz mit der Eigenverantwortlichkeit in Beziehung steht, ist das Karzinom eine Antwort auf die Art und Weise, wie wir unser Leben und unsere Umwelt gestalten. Die Krankheit ist letztendlich ein Abbild für die Entfremdung des Menschen von der Natur und vom Göttlichen, die nicht nur zur Umweltzerstörung, sondern auch zu neuartigen Krankheiten geführt hat.

Heute ist viel vom globalen Bewusstsein die Rede, und genau darum geht es auch beim Karzinom, das ja nicht auf ein Organ bezogen ist, sondern generell den ganzen Organismus betrifft. Als ganzheitliche Erkrankung erfordert der pathologische Prozess eine ganzheitliche Behandlung. In der Medizinindustrie von heute ist jedoch für eine solche Sichtweise kein Raum. Die Krankheit wird nicht als „Lehrer“ gesehen, sondern regelrecht dämonisiert und als persönliche Apokalypse wahrgenommen. An dieser Angst verdienen inzwischen ganze Industriezweige Milliarden, die natürlich wenig Interesse an einer Entschärfung des Problems haben. Der Aufwand zur Erforschung und zur Therapie des Karzinoms stellt alles in den Schatten, was jemals in der Medizin vollbracht wurde, dafür sind die Ergebnisse überaus kläglich. Dies liegt nicht nur allein am Profitinteresse, sondern auch daran, dass das Pferd von hinten aufgezäumt wird, denn das Augenmerk der Forschung liegt hauptsächlich auf der grobstofflichen Diagnose und einer ebenso groben Behandlung. Die unpersönliche Medizinindustrie hat dazu geführt, dass der Patient meistens völlig unvorbereitet eine Diagnose vor die Füße geworfen bekommt und dann umgehend in einen therapeutischen Prozess gezwungen wird, der die Lebensqualität über lange Zeit und oft bis zum bitteren Ende aufs Äußerste strapaziert. Dabei dauert der Krankheitsprozess in der Regel viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte. Es wäre also Zeit, zunächst einmal in sich zu gehen und alle Möglichkeiten auszuloten. Doch die Medizin folgt hier unerbittlich ihren Dogmen. Da der therapeutische Aufwand groß, die Nebenwirkungen schauerlich und die Erfolge oft nur gering sind, versucht man inzwischen konsequenterweise das Geschehen bereits im Anfangsstadium „niederzuknüppeln“, wobei es auch hierzu kontroverse Meinungen gibt. Ein Beispiel ist der Diagnosewert PSA (Prostata-spezifisches-Antigen), der als Indikator für eine mögliche Krebserkrankung der Prostata gilt. Die Vorsorge wird als Erfolg gefeiert, da man glaubt, auf diese Weise zahlreiche Karzinomfälle im Frühstadium gebannt zu haben. Man verschweigt jedoch gerne, dass durch die Eingriffe zigtausend Betroffene impotent und inkontinent wurden, die wahrscheinlich niemals eine behandlungsbedürftige Erkrankung entwickelt hätten. Bei drei Milliarden Dollar Umsatz mit diesem Vorsorgetest allein in den USA kann man sich vorstellen, wer hier gerne entsprechend argumentiert. Inzwischen hat sich Richard Ablin, der Entdecker des Verfahrens, das bei gewissen Stadien natürlich sinnvoll ist, sich aber keinesfalls als Standarttest eignet, entsetzt über den Missbrauch seiner Entdeckung geäußert.

So wie das Karzinom als multifaktorielles Geschehen eine ganzheitliche Sichtweise des Individuums erfordert, benötigt man ein globales, wenn nicht sogar ein universelles Bewusstsein, um die Ursachen der eigentlichen Entstehung überhaupt zu begreifen, denn die Phänomene wie radioaktive Strahlung, Umweltgifte oder Elektrosmog, halten sich nicht an Landesgrenzen. Hier muss es zu einer Neuorientierung hin zu Ökologie und Nachhaltigkeit kommen, denn nur auf diese Weise gräbt man der Krankheit das Wasser ab. Das reduktionistische Weltbild, das auch die universitäre Medizin beherrscht, mag ein notwendiger Schritt zur Beherrschung der Materie gewesen sein, der Weisheit letzter Schluss ist es nicht. Zauberpflanzen sind eben mehr als bloße Wirkstoffträger. Naturgeister sind auch keine Phantasmen, sondern ein Ausdruck für die Qualität einer Landschaft und das Wirken des Göttlichen ist kein Aberglaube, sondern schlicht das Leben selbst.

Herstellung von Iscador mit High-Tech-Maschinen

Nicht zuletzt ist das Karzinom auch ein Hilferuf der verloren Seele in einer kaltherzigen Welt, in der die Natur und der Mensch selbst zu einem entseelten Ding mutiert sind. Rudolf Steiner hatte dementsprechend ganz andere Vorstellungen im Umgang mit Karzinompatienten. Dem „Irrsinn“ auf körperlicher und geistiger Ebene, so seine Worte, setzt die Mistel mit ihren „irrsinnigen“ Signaturen ein korrigierendes Spiegelbild entgegen. Außerdem ist sie eine sinnvolle und notwendige Ergänzung, wenn man sich für die radikalen Methoden der Schulmedizin entschieden haben sollte, wobei die Misteltherapie, so Steiner, eigentlich das Messer des Chirurgen ersetzen sollte.

Wesentlich ist jedoch die Möglichkeit der Prävention durch die Misteltherapie. Die wahre Stärke der Mistel ist die immunmodulierende Wirkung, die man auch als „magischen“ Schutz vor einem Karzinom bezeichnen könnte, schließlich ist die wahre Heilkunst die, die einen Ausbruch einer Erkrankung erst gar nicht zulässt. Auf jeden Fall sollte man bei einer familiären Neigung zum Karzinom und bei vorzeitiger Alterung, regelmäßig eine Kur durchführen. Da man aber angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung nicht mehr sicher sein kann, ob man nicht doch betroffen ist, sollte man die Mistel ähnlich einer Frühjahrskur inzwischen generell einsetzen, um gesund zu bleiben.

Auf individueller Ebene ist das Karzinom vor allem eine Auff orderung, sich auf seine schöpferischen Kräft e zu besinnen, diese zu pfl egen und in sein Leben zu integrieren. Das, was den Menschen wirklich auszeichnet, ist seine Fähigkeit zur Kunst – und wir sind alle Künstler! In der Karzinombehandlung ist daher die musische Th erapie mindestens so wichtig wie die Arzneitherapie. Wesentlich sind auch die Stärkung der Selbstregulation und die Neuorientierung auf der spirituellen Ebene. Oft kann hier der Karzinompatient, der weiß, dass er nichts mehr zu verlieren hat und der das Wagnis von mehr Spiritualität eingeht, anderen ein Vorbild sein.

Es ist bezeichnend, dass Rudolf Steiner diese schwierige kulturelle und gesundheitliche Entwicklung vorausschauend erkannte und in der Mistel eine mögliche Helferpflanze für die Krankheiten unserer Zeit entdeckte. Dies lässt auch den germanischen Mythos vom Tod des hellsehenden und schönen Baldur durch seinen blinden Bruder in einem anderen Licht erscheinen. Der Feuergott Loki ist nicht nur Anstifter zu dieser Schandtat, weil er wusste, dass die Mistel den Schwur zur Treue gegenüber Baldur nicht leisten konnte, er ist auch ein Synonym für die Gier und die spirituelle Blindheit des modernen Menschen, der sich von der Natur abgewandt und seine Götter getötet hat. Doch irgendwann, so die Prophezeiung, wird Baldur aus der Totenwelt zurückkehren. Dies wird der Beginn eines neuen Zeitalters sein, in dem sich der erwachte Mensch vom Licht der Natur leiten lassen wird.

 

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