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Pestilenz aus der Sicht des Paracelsus von Olaf Rippe

Hinweis für den Leser: Dieser Text möchte die Aktualität der Coronapandemie in einen historischen Kontext stellen. Es gibt keine wissenschaftliche belegte Prophylaxe gegen Corona-Viren. Die Behandlung ist zudem ausschließlich dem Arzt vorbehalten und es besteht Meldepflicht bereits bei dem Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2. Alle therapeutischen Angaben sind deswegen nur Überlegungen zur unspezifischen Stärkung der Immunabwehr. Es wäre wünschenswert, wenn in diese Richtung mehr geforscht werden würde, um in solchen Situationen bessere Empfehlungen geben zu können.

Seuchenzüge begleiten den Menschen durch die gesamte Kulturgeschichte. Typisch für Seuchen aller Art ist ihr spontanes und oft saisonales Auftreten und ihr abruptes Ende und immer suchen sie bestimmte Regionen stärker heim als andere und auch bei ihren Opfern sind sie durchaus wählerisch. Ob diese Faktoren auch auf SARS-CoV-2  zutreffen und wenn ja welche, bleibt abzuwarten. Es wäre jedoch utopisch zu denken, dass das Virus wieder aus der Welt verschwinden wird – es ist da und es wird bleiben. Unser Immunsystem wird sich anpassen müssen, so wie dies immer geschehen ist.

Pesthauch und die Reiter der Apokalypse

Das Besondere ist der neue Umgang mit der Seuche, anders, als es die Menschheit bisher in ihrer Geschichte getan hat. Noch nie hat sich eine Gesellschaft in dieser Größenordnung abgeschaltet, aus Befürchtung, sonst der Lage nicht mehr Herr zu werden. Wissenschaftler, besser Virologen, haben festgestellt, dass ein shut-down unabdingbar sei und die Politik folgt diesem Rat, was das Volk hierzu denkt, ist Nebensache. Es gelten die bekannten Katastrophen- und Pandemiepläne der jeweiligen Länder und der WHO. Bis auf China, dass langsam wieder in den Alltag zurückfindet und wenige weitere Länder wie Taiwan, Schweden oder Japan, gibt es weltweit massive Einschränkungen und Eingriffe in die Freiheitsrechte, von noch nie gekanntem Ausmaßes seit dem 2. Weltkrieg. Während die einen ihr ganzes Volk in Quarantäne stecken, setzen andere Länder auf eine möglichst schnelle Durchseuchung und auf Schutz gefährdeter Personen. Ob dieses Vorgehen Sinn macht, ob man die Krankheit unter- oder überschätzt, wer davon profitieren wird, was wir gewinnen und was wir verlieren werden, wird sich leider erst in der Zukunft zeigen, denn es ist ein Experiment mit ungewissem Ausgang ohne Vorbild und niemand weiß, wann der Alptraum ein Ende haben wird. Es wird uns wahrscheinlich grundlegend verändern, vielleicht sogar Sitten und Gebräuche ändern, das Verhältnis der Nationen zueinander neu definieren, Reichtum umverteilen und vieles mehr.

Die Opfer sind wie bei jeder Seuche vor allem die Schwachen und Alten, bei Covid-19 sind die meisten der schwer Betroffenen i.d.R. über 75 und die meisten haben zahlreiche Vorerkrankungen, die alle auch ohne Corona einen erheblich lebensverkürzenden Effekt haben. Derart schwer erkrankte Menschen haben gegen schwere Infektionen kaum Abwehrkräfte, egal, welcher Erreger der Auslöser ist. Zu normalen Zeiten würden die Todesfälle deshalb wohl auch in keiner gesonderten Statistik auftauchen – aber die Zeiten sind alles andere als normal.

Die Pest – Radierung von Max Klinger

Früher waren Krankheit und Tod allgegenwärtig, heute versuchen wir mit allen Mitteln Krankheit zu verhindern und den Tod hinauszuzögern. Hierzu werden nun wie im Mittelalter die Grenzen weltweit geschlossen. Eine Solidarität mit stärker betroffenen Regionen findet, anders als bei Naturkatastrophen, kaum statt. Wir haben technische Möglichkeiten, um die Lebensfunktionen von schweren Fällen zu stabilisieren und die wollen wir natürlich nutzen, aber nur national, nicht als Gemeinschaft. Dies ist eines der Rätsel, dass uns Corona aufgibt, denn es ist eine Utopie zu glauben, man könne das Virus austricksen – ein Virus macht vor Grenzen nicht halt. Dafür sind Viren einfach viel zu flexibel.

Folgt man den Medien und den Ausführungen des Robert-Koch-Institutes, deren Vertreter momentan die Politik unseres Landes maßgeblich beeinflussen, wird ein bizarres Zerrbild gezeichnet, dass an die düstersten Zeiten der Pest im 14. Jahrhundert erinnert, was natürlich viele Mitmenschen in Angst und Schrecken versetzt. Die Art der Aufarbeitung eines solches Prozesses und die Reaktionsmuster der Bevölkerung sind Teil des Genius epidemicus – eine Infektion erfolgt nicht nur körperlich, sie geschieht auch seelisch-geistig und in diesem Sinne haben die meisten Weltbürger inzwischen Corona, sie wissen es nur nicht, weil sie nur auf das Körperliche achten.

Solche Gedanken waren einem Paracelsus nicht fremd. Der vielleicht bedeutendste Arzt des Abendlandes seit Hippokrates, lebte vor 500 Jahren. Zu seiner Zeit waren Seuchen allgegenwärtig und eine der Hauptursachen des Sterbens. Als Arzt versäumte er keine Seuche seiner Zeit, er reiste ihnen regelrecht hinterher und er steckte sich nie an – übrigens genauso wie sein Zeitgenosse Nostradamus, auch er war Pestarzt, war immer in vorderster Front tätig und blieb immer gesund. Wobei man nicht immer sicher sein kann, dass es die uns bekannte Pest war – unter Pestilenz verstand man damals jede Form einer kollektiven Erkrankung durch Ansteckung.

Eine der vielen Schriften des Paracelsus zum Thema Seuchen

Die Ursachen von Krankheit nach Paracelsus

Paracelsus hatte ganz eigene Vorstellungen von der Entstehung von Krankheiten, speziell von Seuchen und es ist spannend, allein schon aus historischem Interesse, zu hören, was er zu sagen hat.

Paracelsus unterschied 5 prinzipielle Krankheitsursachen, die er Entien nannte, abgeleitet von Ens, Wesen.

  • Ens astrale – hier liegt die Ursache im Zeitgeistphänomen, der eine kollektive Krankheit mit sich bringt, vor allem solche, die ansteckend sind, von Seuchenzügen bis hin zur Pandemie, eben z.B. von Corona. Auch Krankenhauskeime wären hier zu denken (ca. 30.000 Tote pro Jahr in Deutschland). Das Verständnis für eine Infektion hat sich seit der Entdeckung von Erregern sehr geändert. Früher sprach man von der Strafe der Götter, von Dämonen, unreinen Winden, von einem Miasma, von kleinsten unsichtbaren Wesenheiten – nun, ganz falsch war das nicht, nur eben nicht so detailliert wie heute und vergessen wir nicht den Grundgedanken, die Seele wird genauso infiziert wie der Körper. In alter Zeit galt die Regel, es ist immer der Wirt, auf den man achten muss, heute gilt die Aufmerksamkeit weitgehend dem Erreger.
  • Ens veneni – die Ursache von Krankheit liegt in der Lebensweise, in der Ernährung und in der Stoffwechselbilanz, auch abhängig von Alter und Möglichkeiten; hierunter fallen auch Vergiftungen, heute sind dies auch Umweltgifte oder Arzneimittel als Krankheitsursache (einer der häufigsten Todesursachen); auch unterdrückte Krankheitssymptome und eine mangelnde Ausscheidung sieht Paracelsus hier.
  • Ens naturale – je nach Konstitution entwickelt der Mensch bestimmte Krankheitsanlagen und – neigungen, wir würden heute auch von familiären Häufungen und Erbleiden sprechen. Der Konstitutionsbegriff ist der modernen Medizin inzwischen völlig unbekannt, allein bestimmte Richtungen der Naturheilkunde verwenden ihn noch. Deshalb werden auch nicht mehr Menschen therapiert, sondern Organfunktionen und alle bekommen dasselbe Mittel, statt einer individuell angepassten Therapie. Wie sagte ein Hautarzt doch tatsächlich voller Stolz: „Die hohe Kunst des Hautarztes ist die richtige Dosis von Cortison“ – die Schimpfworte eines Paracelsus für einen solchen Arzt möchte man nicht wissen.
  • Ens spirituale – die Ursache liegt in der Psyche – Stichwort Psychoneuroimmunologie – in den psycho-sozialen Verhältnissen, in den Gefühlen, ihrer Verarbeitung, also auch die Themen Angst, Wut, Einsamkeit, auch die Art und Weise wie wir mit Krankheit, dem Erkrankten und Tod als Gesellschaft umgehen. Im Falle von Corona heißt dies ein Sterben in Einsamkeit, weil niemand der Angehörigen zu den Erkrankten darf. Auf allen Kanälen wird Angst verbreitet und Ängste und Sorgen setzen der Seele zu und erzeugen neue Krankheiten.
  • Ens dei – hier spricht er von Schicksal, das von Menschenhand nicht verhindert, sondern nur begleitet werden kann, also z.B. durch Seelsorge. Hier finden wir das Angeborene, das Unheilbare, die Palliativmedizin, aber auch das Wunder, dass jeder Therapeut in seinem Praxisleben kennengelernt haben dürfte. Heute versucht man sich mit Gentechnik und High Tech darüber hinwegzusetzen. Besonders die Anhänger des Transhumanismus werden solche Gedanken sicher nur verachten. Jedoch ist nachgewiesenermaßen die Spiritualität der wichtigste Faktor in der Salutogenese.

Pestfriedhof in Rouen, Frankreich

Krankheit als Resonanz – das Ens astrale

Um das Thema Pandemie besser zu verstehen, sollten wir nun das Ens astrale näher betrachten. Der Begriff leitet sich von Astrum – Stern ab und tatsächlich spricht Paracelsus von der Resonanz des Zeitgeschehens zu kosmischen Phänomenen. Er denkt also unviversalistisch und niemand kann leugnen, dass wir auf einem Planeten leben, der am Rande einer Galaxie inmitten unendlicher Weiten existiert – und diese Welt ist als offenes System in steter Resonanz zu allen Phänomenen, die wir uns nur vorstellen können.

Zunächst wäre dies das Wetter als kosmisches Phänomen – in Bezug auf Seuchen ist es typisch, dass bestimmte Erreger Jahreszeiten bevorzugen, besonders den Winter und die Zeit großer Stürme. Auch extreme Wettererkapriolen, Dürren, Überschwemmungen, Heuschreckenplagen und andere “biblische” Ereignisse, finden sich oft parallel (denken wir hier bitte an alle Wetterkatastrophen allein nur in den letzten paar Monaten und sogar die Heuschrecken waren dabei). Der Winter ist generell eine schwächende Zeit, früher sagte man nicht, man wäre xy Jahre alt, sondern man hätte xy Winter überlebt. Heute kommt noch der Smog als Wetterphänomen hinzu, der das Sonnenlicht abhält und die Lungen belastet und der im Winter oft extreme Ausmaße annimmt.

Besondere kosmische Ereignisse galten früher als Unheilsboten, vor allem Mond- und Sonnenfinsternisse (wir erinnern uns 2019 an die totale Mondfinsternis mit dem roten Mars am Horizont – ein Jahrtausendereignis), aber auch bestimmte Gestirnsstände, die man mit Unheil in Verbindung brachte. Zu seiner Zeit waren dies vor allem Saturn und Mars. Nun haben wir seit geraumer Zeit außergewöhnliche Konstellationen am Himmel, die so nur alle heiligen Zeiten stattfinden – nicht alles hätte Paracelsus wissen können, denn Pluto, Uranus und Neptun kannte er nicht. Dennoch gibt es auffällige Korrelationen, die mit unserem heutigen Wissen Licht ins Dunkel bringen könnten.

Mitte Januar trafen sich Pluto und Saturn im Steinbock, zusammen mit Merkur und Sonne, was zum letzten Mal zu Zeiten des Paracelsus geschah, also nur ca. alle 500 Jahre vorkommt – gleichzeitig gab es Mitte Januar eine Mondfinsternis im Sternzeichen Krebs in Opposition zu dieser Konstellation. Pluto steht für eruptive Umwälzungen, extreme Strukturveränderungen und Saturn für Entbehrungen und Krisen – Pluto/Saturnkonjunktionen gab es in anderen Sternzeichen auch z.B. zu Beginn des ersten Weltkriegs und zu anderen schicksalshaften Ereignissen. Im Zeichen Steinbock vor 500 Jahren war es der Startschutz für die Reformation, auf die der 30jährige Krieg folgte, wobei dies nur eine von vielen Krisen dieser Zeit war.

Astrologen hatten vor dieser Konstellation schon lange gewarnt und von Finanzkrisen, möglichen Kriegen und Naturkatastrophen geredet. Natürlich hat eine solche Sichtweise keine Platz mehr im technokratischen Weltbild von heute, was aber nichts über den Wahrheitsgehalt aussagt. Es spiegelt nur die vorherrschende Meinung wider und die Deutungshoheit, was Wahrheit überhaupt ist und hier muss man inzwischen vom Dogma der Evidenz sprechen.

Dr. Schnabel – der Pestarzt in alter Zeit

Schutz vor Seuchen heute – viel hat sich eigentlich nicht geändert. Foto: Sunny Liebscher

Der Genius epidemicus

Nun zum Genius epidemicus, der in Resonanz zu diesem Phänomen steht. Prinzipiell sind Seuchen nicht nur auf der körperlichen Ebene zu verstehen, sondern auch ein seelisch- geistiges Thema. Der Genius epidemicus hat immer einen speziellen Charakter, eben einen eigenen symptomatischen Verlauf, aber auch kollektive Emotionen und Reaktionsmuster. Im Falle von Corona kann man sagen, es schlägt als Tröpfcheninfektion in erster Linie auf Rachen und Lunge mit eigentlich milden Symptomen, dann aber auch mit extremen Folgen bei Schwachen und Alten – dies ist nichts Unerwartetes, sondern einfach typisch für viele Seuchen. Lungenkraft ist Lebenskraft – typisch für Covid – 19 ist das Gefühl großer Erschöpfung, als ob einem der Stecker gezogen würde. Viele klagen über eine Lähmung des Geruchs – und Geschmackssinns, obwohl kein wirklicher Schnupfen vorliegt, bei dem das normal wäre. Ansonsten verhält sich Krankheit grippeähnlich, ohne eine solche zu sein.

Corona ist nur bedingt mit der Grippe zu vergleichen, aber daran starben vorletztes Jahr allein in Deutschland 25.000 Menschen, weltweit 1,5 Millionen – doch die Gesellschaft blieb dabei nicht stehen, es blieb eine Randnotiz – dies ist dieses Mal anders, nun werden apokalyptische Szenarien heraufbeschworen. In China hat sich die Lage inzwischen sogar beruhigt, die Rate an Todesfällen durch SARS-CoV-2 in der täglichen Sterberate des Landes dürfte im Promille Bereich liegen, dies dürfte bei uns wahrscheinlich nicht anders sein. Eine solche Statistik wurde aber bisher wohl aus gutem Grund nicht veröffentlicht, denn damit ließen sich die extremen Maßnahmen wohl kaum noch rechtfertigen. Warum es dieses Mal anders ist, erklärt sich durch die zuvor genannten Phänomene.

Der Genius entsteht nicht erst mit Ausbruch der Seuche selbst, er kündigt sich an, aber dazu muss man ein größeres Zeitfenster anschauen und eher soziologisch, politisch und psychologisch auf die Welt schauen. Der Zeitgeist vor Corona war eine extreme Überhitzung in jeder Weise – die Gesellschaften weltweit in rasantem Tempo, ohne jede Rücksicht auf Natur und physiologische Systeme – ein Gegen die Natur, geprägt von Gier, Hast, Rücksichtslosigkeit, Hochmut, Egoismus und Abgestumpftheit gegenüber den feinen Reizen. Entfesselt, ohne Grenzen. Eine Selbstregulation findet schon lange nicht mehr statt. Die Insekten sind kurz vor dem Aussterben, die Klimakrise war das bestimmende Thema 2019. Dieser Zug muss einfach irgendwann gegen die Wand fahren, entweder durch einen Krieg oder ein Systemcrash, der kriegsähnliche Folgen hat – hierfür stehen Pluto und Saturn.

Pluto / Saturn steht für den schamanischen Tod als Initiation, Stirb und Werde – sprengen von festgefahrenen Strukturen

Eine Begleiterscheinung der Coronapandemie ist Stillstand, Ruhe, Entschleunigung, Rückzug, Einsamkeit, Unsicherheit und vor allem Angst, diese hat durch die Berichterstattung der Medien und die Wortwahl der Verantwortlichen geradezu bizarre Züge angenommen. Die Sprache gleicht der Propaganda wie sie in jedem Krieg benutzt wird, nur ist der Feind jetzt das unsichtbare Virus – Pluto ist übrigens der Gott mit der Tarnkappe, man sieht ihn nicht, man hört ihn nicht. Als man den Planeten entdeckte, schrieb man das Jahr 1930 – in dieser Zeit herrschten vielerorts Diktaturen und parallel öffnete sich die Tür ins Atomzeitalter. Die Angst vor einem Atomkrieg gleicht der Angst vor der Klimakrise, da muss man sich nur Filme anschauen und nun das Virus. Drei Ursachen und ein Reaktionsmuster. Eine Angst löst die andere ab, so ist die Angst vor einer drohenden Klima-Apokalypse nun völlig in den Hintergrund getreten. Die Angst hat einen neuen Schuldigen gefunden, um sich dem Apokalyptischen (= Pluto/Saturn) erneut hinzugeben – das Virus! Doch die Angst liegt in uns – sie ist entstanden, weil ein entgrenztes Ich ohne spirituellen Kompass sich auf einer unbekannten Odyssee befindet. Die Aufgabe besteht darin, sich als Weltbürger zu definieren, jenseits des Nationalismus und eine neue naturgemäße Lebensform zu finden. Ökologie ist weltumspannend – wir atmen alle die gleiche Luft, trinken dasselbe Wasser und leben auf derselben Erde. Dieser Shut-down erfolgt ja nun weltweit und wir werden nun gezwungen, wozu wir sonst als Kollektiv nicht bereit sind. Dies ist im Kleinen so, wenn eine Krankheit jemand in die Knie zwingt und so ist es im Großen. Dies ist der Lernprozess– auch dafür steht Pluto: stirb und werde / Krankheit als Initiation.

Wege zur Heilung

Jetzt steht alles still, dies gibt die Möglichkeit durch die Entschleunigung sich auf das Wesentliche zu besinnen – die Natur kann durchatmen – Satellitenbilder zeigen die beste Luft seit langer Zeit und diese Entschleunigung ist wichtig für den Genesungsprozess – vergessen wir nicht, die Schulmedizin hat nichts zu bieten, keine Impfung, kein Heilmittel, nichts, außer Händewaschen. Sich also allein auf Ärzte dieser Zeit zu verlassen ist kein guter Rat. Der Genesungsprozess ist beim Genius epidemicus immer auch kollektiv zu sehen. Je mehr Menschen nun in die Achtsamkeit kommen, Solidarität leben und sich bewusst werden, wie wertvoll dieses Leben in dieser Gemeinschaft auf diesem paradiesischen Planeten ist, desto schneller wird die Metamorphose vollzogen – es wird kein Zurück geben, diese Krise wird uns verändern, so oder so, es liegt an uns, wohin.

Nun hat Paracelsus auch immer die Idee vertreten, dass es für jedes Ens ein besonderes Heilmittel gibt – er war kein Nihilist, sondern zutiefst von der Güte des Göttlichen überzeugt, indem es für jedes Leiden ein ihm eigenes Heilmittel gibt.

Bei Seuchen kennt die Schulmedizin in erster Linie nur Hygiene (immerhin und enorm wichtig) und Impfungen. Tatsächlich sind diese hervorragend geeignet, um einer Seuche Herr zu werden, wenn es denn eine geben würde. Im Fall Corona harren wir der Dinge und hoffen. Für viele andere Infektionen gibt es inzwischen einen gigantischen Cocktail an Impfstoffen und man kann da schon auf den Gedanken kommen, wir wären überimpft, schließlich muss der Organismus dies alles verarbeiten. Und was bietet man dem ängstlichen Mitbürger sonst noch an? Nichts, absolut nichts, außer der Hoffnung! Und dies ist angesichts des erzwungenen Systemkollaps definitiv nicht genug.

Wir sind nicht mehr besonders robust, viele Mitbürger sind von chronischen Krankheiten gezeichnet, wir werden zwar älter, aber auch morbider. Es gibt viele Resistenzen, unzählige unheilbare chronische Leiden. Ab dem Industriezeitalter begann das Phänomen Stress (der Begriff kommt aus der Industrie) und der Siegeszug der Herz-Kreislauferkrankungen. Der Krebs, früher weitgehend unbekannt, erobert nun aber bald Platz 1 der Hitliste an Krankheiten – die Ursache liegt im Beginn des Atomzeitalters und in der Vergiftung unserer Welt. Auch Autoimmunleiden, Alzheimer oder Psychosen klettern ebenfalls nach oben und lösen die einstige Vormachtstellung der Seuchen ab. Nicht nur die Bäume schwächeln, wir tun es auch, daran ist die Medizin nicht unschuldig, weil sie nicht die Selbstheilungskräfte anregt, sondern mit extremen Mittel versucht, ihren Krieg gegen Krankheiten zu gewinnen und sei es mit Strahlenkanonen. Aber die Vergiftung unserer Ressourcen spielt wohl die Hauptrolle – Erde, Luft und Wasser sind so vergiftet wie noch nie zuvor und wir glauben tatsächlich, dass wir dies ungestraft machen könnten? Sämtliche Industriegifte wirken sich schwächend auf das Immunsystem aus, fördern Krebs, Nervenleiden, machen unfruchtbar.

Zur Schande dieser Nation und speziell der Medizinbranche gehört nun aber auch, seine heilkundlichen Wurzeln nicht zu achten und das alte Wissen nicht zu nutzen – wenn man nichts hat, ist eine solche Arroganz nicht angebracht, denn die Volksmedizin bietet Schätze, die man nur ergreifen muss – aber die Mediziner haben im Studium davon nichts gehört und wenn, erscheint es antiquiert und so wird es bestenfalls belächelt oder sogar als Systemschädling verachtet und verfolgt.

Die Erz-Engelwurz heißt auch Angstwurz und Kraftwurz – in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr kann man beides durchaus gebrauchen

Gefeit sein!

Was hätte Paracelsus nun geraten, wenn es um eine Therapie geht? Wichtig ist seine Anmerkung, dass man immer alle fünf Entien in ein Therapiekonzept integrieren sollte, da man nie sicher sein kann, was die wirkliche und einzige Ursache einer Krankheit ist. Krankheit im Sinne des Paracelsus ist grundsätzlich multikausal und erfordert deshalb immer alle Register der Heilkunst – der Methodenwechsel ist einer seiner Leitgedanken und nichts hasste er mehr, als einen monokausalen Denkansatz, egal ob es um die Ursache oder die Methodik geht.

Zunächst einmal sollte man die Lebensweise (Ens veneni) überdenken und hier alle Faktoren überprüfen, ob sie der Gesundheit dienlich sind oder schaden und gegebenenfalls diese anpassen (Ernährung, Bewegung, meiden von Giften, Hygiene). Ens spirituale: Eine Seelenhygiene, die Achtsamkeit auf die inneren Zustände und die Selbstregulation, sind mindestens so wichtig wie eine äußere Hygiene – dazu gehört auch, die Informationen richtig zu sortieren und ein Verständnis für den Zeitgeist zu entwickeln; hier empfahl er psychisch wirkende Mittel, aber auch meditative Techniken. Ens naturale: Jeder kennt seine Schwachpunkte besser als jeder andere – eine Stärkung des Locus minoris resistentiae (des Schwachpunkts an dem Krankheit immer zuerst angreift) ist prinzipiell vernünftig – hierzu gehört auch ein Wissen über Heilwege und diese in sein Leben zu integrieren. Gut beraten ist hier auf jeden Fall, wer sich einer regelmäßigen, ganzheitlichen und naturheilkundlichen Therapie unterzieht, statt einer symptomatisch orientieren Methode mit radikalen Mitteln, wie sie die Leitlinienmedizin bevorzugt. Was das Ens dei angeht, so ist am besten beraten, wer sich in diesem Universum geborgen fühlt und wer spirituelle Qualitäten in sich entwickelt, die alle Krisen überdauern – nichts dürfte mehr Vertrauen schenken und die Angst stärker mindern.

Nun zum Ens astrale selbst: Gegenüber Seuchen ist es am besten, das Immunsystem so zu stärken, dass einem ein Virus möglichst nichts oder nur wenig anhaben kann – dies gilt im Prinzip ständig, denn wir leben in einem Meer von Bakterien, Pilzen und Viren und müssen uns behaupten. Paracelsus oder sein Zeitgenosse Nostradamus eilten von Pest zu Pest, ohne sich je anzustecken. Was war ihr Geheimnis?

Vieles ist unbekannt, aber manches ist überliefert, so z.B. Essig, dessen Dämpfe die Lunge vor Infektionen schützen, auch bestimmte Kräuter in Essig, darunter aromatische Bitterstoffe, die innere Stoffwechselprozesse anregen und so eine gesunde Grundkonstitution erzeugen; Beispiele sind Engelwurz, Meisterwurz, Salbei.

Scharfstoffe wie beim Meisterwurz, den Paracelsus grundsätzlich Infektiösen zum Kauen gab, stärken die Lebenskraft (in der Trad. Chin. Medizin nennt man diese Chi) und somit die Abwehrkraft als solche – weitere Beispiele von scharfen Pflanzen sind Bärlauch, Zwiebel, Ingwer, Meerrettich. Solche Pflanzen sind traditionell Bestandteile von Lebenselixieren, die immer so aufgebaut sind, dass sie eine möglichst breite Wirkung entfalten und auch seelische Aspekte mit abdecken – ein empfehlenswertes Präparat im Sinne des Paracelsus wäre Solunat 2 Tropfen von Soluna – früher hieß das Mittel Aquavit; es enthält aromatische Bitterstoffe, ätherisch Ölpflanzen und solche mit Scharfstoffen und dazu noch Seelenbalsame wie Melisse, Johanniskraut und Gold, um die Lebenskraft als solche anzusprechen. Besonders ältere Menschen sollten solche Mittel regelmäßig jeden Tag einnehmen, mehrmals täglich ein paar Tropfen nach den Mahlzeiten genügen völlig. Wenn man speziell die Lunge stärken möchte, wäre das Solunat Nr. 15 eine Empfehlung – früher hieß es Pulmonik – es erwärmt die Lunge und lindert eine Vielzahl der Symptome von Lungenleiden. Zudem enthält es Brechweinstein, das Kardinalmittel des Paracelsus für Krankheiten in einem fortgeschrittenen Stadium.

Wohlriechende Harze galten mit ihren ätherischen Ölen immer schon als Wunderwaffe gegen Infektionen, sei es als Räucherstoff (wirkt keimtötend) oder innerlich gegen jede Art von Entzündung – Paracelsus empfahl dem Arzt als Schutz vor Infektionen das Kauen von Weihrauch.

Eisen in jedweder Form stimuliert die Abwehr, es wirkt wie eine Ritterrüstung und es gibt dem Immunsystem Schwert und Schild, um uns zu verteidigen. Besonders Meteoreisen von Wala wäre hier eine Möglichkeit (mehrmals täglich 10 Globuli) oder Ferrum phosphoricum, dieses ist in vielen Fiebermitteln enthalten wie Metavirulent von metaFackler.

Vitamine statt junk-food heißt die Devise, besonders Vitamin C – nun horten sie überall Tiefkühlwaren und Dosenfutter, statt die gewonnene Zeit für Gemüserezepte zu verwenden und Zitronen zu horten macht wesentlich mehr Sinn als Toilettenpapier (verstehe das wer will). Ein Tipp zur Abwehrsteigerung: morgens eine Zitrone auspressen (Bio!) und ein Stückchen Ingwer dazugeben und mit heißem Wasser übergießen, kurz ziehen und abkühlen lassen und noch warm genießen.

Weitere Vitamine wären Vitamin D3 – ein Mangel ist inzwischen eine Volkskrankheit – dies liegt ziemlich sicher am Smog, der die Sonnenintensität verändert. Auch Zink fehlt den meisten (hier gäbe es Zinkorot 25). Hochdosen von Vitamin C als Infusion sollte man ebenfalls bedenken.

Pestsäule mit Wacholder, mit dem man traditionell das Krankenzimmer ausräuchert

Bemerkenswert sind die Hinweise aus der indischen Homöopathie für Arsen in C30 zur möglichen Prophylaxe – betrachtet man das Arzneimittelbild mit Brennen, Lungenschwäche und Angst, macht dies durchaus Sinn. Der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns als Prodromalsymptome deutet auf Natrium muriaticum, einem Klassiker für grippeähnliche Erkrankungen, vor allem wenn sie mit Niesen beginnen. Dies sind natürlich alles nur modellhafte Überlegungen, denn bisher fehlen Rückmeldungen von ärztlichen Behandlungen (es sei nochmals auf das Behandlungsverbot von Covid-19 für andere Heilberufe außer Ärzten hingewiesen!).

Angesichts der vielen Ängste und Sorgen, die nun die Menschen quälen, kann man auch an Johanniskraut denken – es hat den Spitznamen pflanzliches Arsen – es wirkt nicht nur antiviral, sondern auch ausgleichend auf die Stimmung bei ängstlicher Depression. Auch die zuvor genannten Doldenblütler wirken auf die Psyche. Engelwurz heißt auch Kraftwurz und Angstwurz, beides ist in diesen Zeiten ausgesprochen nützlich. Die Firma Ceres liefert hier gute Produkte. Auch andere stimmungsaufhellende Pflanzen, vor allem solche mit einer adaptogenen Wirkung, kann man überlegen, wie Eleutherokokkus oder Rosenwurz.

Aromapflanzen, vor allem die Myrtengewächse (Eucalyptus, Teebaum, Niaouli, Cajeput, Myrte) zur Immunstärkung in Betracht, genauso wie Coniferen (Tanne, Kiefer, Lärche, Wacholder). Die Untersuchungen hierzu füllen inzwischen Bände. Es war eben kein Budenzauber, Wacholder und Weihrauch während einer Pestilenz zu räuchern. Wenn man kein anderes Mittel hat, ist es besser dieses anzuwenden, als nur zu hoffen und zu beten.

Dies ist nur eine winzige Auswahl aus den Möglichkeiten der Weltmedizin. Naturheilkunde war vielleicht noch nie so wichtig wie jetzt. Es bleibt zu wünschen, dass wir durch diese Seuche etwas mehr in Resonanz zu Mutter Erde kommen und unser Paradies und uns selbst in Zukunft pfleglicher behandeln – dann hätte sich vielleicht alles doch gelohnt.

 

Zur Beachtung!

Der Leser ist aufgefordert, Dosierungen und Kontraindikationen aller verwendeten Arzneistoffe, Präparate und medizinischen Behandlungsverfahren anhand etwaiger Beipackzettel und Bedienungsanleitungen eigenverantwortlich zu prüfen, um eventuelle Abweichungen festzustellen.

Die in diesem Artikel aufgeführten Rezepte und Behandlungshinweise verstehen sich ausschließlich als Lehrbeispiele und können daher auch weder den Arztbesuch noch eine individuelle Beratung durch einen Heilpraktiker bzw. Arzt ersetzen. Sie sind nicht als Ratschläge zu einer Selbstbehandlung gedacht, sondern wollen lediglich einen Einblick in Therapiemöglichkeiten geben! Die Einnahme der genannten Heilmittel wie auch die Anwendung der Rezepturen oder das Befolgen der Therapieempfehlungen geschieht stets auf eigene Verantwortung. Sollten Sie nicht die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde haben und über eine entsprechende Erfahrung verfügen, ist es empfehlenswert, sich vor jeder Anwendung kompetenten Rat bei einem Arzt oder einer Ärztin, einem Heilpraktiker oder einer Heilpraktikerin einzuholen. Es ist in jedem Fall ratsam, sich vor der Anwendung eines Heilmittels über mögliche Gegenanzeigen oder Nebenwirkungen zu informieren. Auch sollte die nur modellhaft angegebene Dosierung grundsätzlich überprüft und individuell angepasst werden. Bitte beachten Sie ebenso alle Warnhinweise und Anwendungsbeschränkungen der jeweiligen Beipackzettel.

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