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Der Energiekörper in der Paracelsusmedizin – von Max Amann und Olaf Rippe

„In diesem Lichte erkennen wir, dass es noch eine andere Hälfte des Menschen gibt, und dass der Mensch nicht Blut und Fleisch allein ist, sondern noch einen zweiten Körper hat, der für die leiblichen Augen zu fein ist“ (Paracelsus)

Alle hermetischen Systeme lehren, dass der physische Leib nicht der einzige Körper des Menschen ist. Häufig werden vier Körper angegeben, die, ähnlich wie russische Puppen, ineinander stecken und die man in erster Näherung den vier Elementen (Feuer, Luft, Wasser, Erde) zuordnen kann. Der Tod trennt die Verbindung zwischen den vier Körpern. Drei der Körper sind für unsere „gewöhnlichen“ Sinne nahezu oder vollständig unsichtbar und haben, jeweils unterschiedlich, die Eigenschaft, dass ein Sensitiver sie wahrnehmen kann. Dieses Wahrgenommene nennt man Aura („Hauch“). Die Aura ist weder eine Emanation des Energiekörpers, der sie anscheinend ausstrahlt, noch ist sie der Körper selbst. Sie ist eine Eigenschaft des jeweiligen Energiekörpers, so wie Masse eine Eigenschaft des physischen Leibes ist. Viele therapeutische Maßnahmen finden in der Aura statt und beeinflussen so den jeweiligen Energiekörper.

Erde – Der physische Leib

Beziehung zum alchimistischen Prinzip Sal. Er besteht aus Atomen, die zahlreiche chemische Verbindungen gebildet haben, aus denen wiederum unsere Organe bestehen. Er ist somit sinnlich wahrnehmbar. Die einzelnen Organe haben spezifische Funktionen, die größtenteils bekannt sind. Veränderungen von Form, Zusammensetzung oder Funktion der Organe sind pathologisch. Die Dichte der Organe schwankt relativ wenig. Der physische Leib hat ein Schwerefeld durch seine Masse und strahlt Infrarot ab. Er hat eine eindeutige Begrenzung, wie vergleichsweise auch ein Kristall. Schulmedizinische Maßnahmen finden weitestgehend am physischen Leib statt.

Wasser – Der vitale Leib (auch Lebensorganisation, Ätherleib bei Steiner, Archeus bei Paracelsus)

Beziehung zum alchimistischen Prinzip Merkur, innere Aura. Er hat fast genau die Gestalt des physischen Leibes mit einer eindeutigen Begrenzung in Gestalt einer Grenzschicht, die etwa zwei Zentimeter dick ist. Hiervon ist die eine Hälfte innerhalb der Haut des physischen Körpers, die andere Hälfte außerhalb. Er ist sinnlich, aber auch übersinnlich wahrnehmbar, mit ihm sind die Hautsensibilität und Elektrische Phänomene verbunden. Beim Handauflegen, Auftragen von Stoffen auf die Haut des Körpers oder subkutanen Injektionen, arbeitet man in der Grenzschicht des Ätherleibs und am Rand des physischen Leibs.

Die Teile der Akupunkturmeridiane, die der Therapie mittels Nadel, Strom oder Injektion zugänglich sind, liegen innerhalb des Körpers, in der Grenzschicht des Ätherleibs, also unter der Haut. Auch die Reflexzonen am Körper sind am ehesten an der Grenzfläche von Ätherleib und physischen Leib anzusiedeln und stehen mit dem Ätherleib in direkter Beziehung.

Der Ätherleib besteht aus feinstofflicher Substanz und enthält feinstoffliche Organe, die recht große Ähnlichkeit mit den physischen Organen haben. Das physikalisch-chemische Weltbild des naturwissenschaftlichen Materialismus sieht den feinstofflichen Ätherleib als Summe der Funktionen des physischen Leibes. Hieraus resultiert beispielsweise die andauernde Streiterei, was die Akupunkturmeridiane eigentlich darstellen. Die reale Existenz dieser Meridiane ist jederzeit nachweisbar.

Der Ätherleib hat eine (relativ geringe) Masse und ist den Dimensionen Raum und Zeit unterworfen. Seine Dichte ist relativ homogen, er dürfte aus etwas Ähnlichem wie den stofflichen Atomen und ihren Verbindungen bestehen. Die innerste Aura ist eine Eigenschaft des Ätherleibs. Sie hat eine relativ homogene Dichte und etwa die Gestalt des physischen Leibes. Therapeutische Maßnahmen am Ätherleib, bzw. seiner Aura, können überall durchgeführt werden, wobei anscheinend eine Therapie in der Grenzschicht besonders wirksam ist. Es ist also nicht eindeutig, ob Therapiemaßnahmen auf der Hautoberfläche auf den physischen Leib, auf den Ätherleib oder auf beide einwirken.

Das Naturreich der Pflanzen ist dem Element Wasser zugeordnet, genau wie der Ätherleib. Dieser ist der wichtigste Ort der Therapie überhaupt. Auf Grund des Prinzips der Affinität („Verwandtschaft“) ergibt sich hieraus, dass die Therapie mit Pflanzenprodukten eine der wichtigsten Therapieverfahren ist und dass die lokale Therapie „auf der Haut“ besonders zu empfehlen ist. Nach oben Dargestelltem stellt hierzu die Akupunktur eine hervorragende Ergänzung dar.

Die Organe des Ätherleibs wirken auf die analogen physischen Organe ein und umgekehrt. Behandelt man beispielsweise die physische Leber, so zeigt sich eine Wirkung auf die Leber des Ätherleibs. Auch das Umgekehrte ist der Fall. Hochdosierte Medikamente mit ihrem starken Einfluss auf physische Organe verursachen nicht selten Störungen am analogen Ätherorgan, die „Therapie“ verursacht dann weiteren Schaden. Sanfte Therapie hat in der Regel eine durchaus ausreichende Wirkung auf den Ätherleib und seine Organe. Für ziemlich viele synthetische Stoffe scheint aber zu gelten, dass sie nur auf der physischen Ebene wirken; diese Stoffe sind dann auch in homöopathischer Zubereitung wirkungslos. Durch Vorhandensein einer inneren Struktur lässt sich der Ätherleib sehr gut topographisch behandeln.

Allgemein gilt: Viele, aber keineswegs alle Arzneistoffe oder Heilmaßnahmen der Naturheilkunde wirken primär am Ätherleib bzw. dessen Aura und erst von dort auf die übrigen Körper des Menschen. Oder, anders dargestellt: Wirkungsrichtung ist vom Ätherleib zum physischen Leib, Seele und Geist.

Luft – Der Astralkörper

Beziehung zu den Prinzipien Merkur und Sulfur, mittlere Aura. Er hat in erster Näherung die Gestalt des physischen Leibes. Außer an den Stellen, an denen die zweite Aura des Astralkörpers erweitert ist, sieht dieser Körper aus wie Darstellungen des Menschen durch zeitgenössische Künstler, etwa Picasso oder Leger. Sieht der Sensitive so etwas zum ersten Mal, kann es für ihn ein Schockerlebnis sein. Dieser Körper ist nicht messbar, technisch darstellbar, sondern nur übersinnlich wahrnehmbar.

Die Gestalt der Aura des Astralkörpers ist individuell verschieden. Am Rücken und an den Extremitäten ist die Astralaura 5-10 cm weiter als der Leib; viel weiter ist sie an der Vorderseite des Rumpfes. Dort ist sie im Hara-Bereich (Sonnengeflecht) je nach Person 30-120 cm weit. Ebenfalls individuell verschieden ist die Höhe der astralen Aura über dem Kopf, von 1 cm bis 30 cm.

Symbole für eine hochentwickelte Aura des Astralkörpers sind die Krone Oberägyptens, die Bischofsmitra und die Papstkrone oder allgemein Kronen – es kann sein, dass durch solche „magischen“ Gegenstände, auch Edelsteine, Parfüm, oder besonders vergeistige Arzneistoffe, die astrale Aura erheblich intensiviert werden kann (Wirkungsort jeder Art von Magie!).

Der Astralkörper hat keine homogene Dichte, er wird vom Kern zum Rand hin schwächer. Er hat also schon etwas vom Charakter eines Magnetpols mit umgebendem Feld. Bei nicht ausreichender Inkarnationstiefe oder durch Krankheit, kann sich der Astralkörper vom physischen Leib lockern. Er ist dann nicht mehr deckungsgleich sondern befindet sich in seiner ganzen Struktur 8-12 cm höher als der physische Leib. Dies sieht der Hellsichtige wie „zwei große Ohren“ über den Schultern („Engelsflügel“).

Im anatomischen Bau weicht der Astralkörper von physischen und Ätherleib ab. Er enthält Organe, die der Hellsichtige als kreisende Feuerräder wahrnehmen kann – Energieräder oder Chakra. Die Entdeckung dieser Organe ist der Geniestreich des Ayurveda. Ziel aller Yogasysteme ist es, durch Entwicklungsarbeit an den Chakren die Person des Übenden zu entwickeln und zu veredeln. Die Aura des Astralkörpers ist die Zone der gewöhnlichen radiästhetischen Wahrnehmung, Organe hierfür sind die Chakren. Wahrnehmungen religiösen Charakters erfolgen meist durch das dritte Auge (Stirnchakra), radiästhetische Wahrnehmungen (Rute, Pendel) mittels des beim Sonnengeflecht gelegenen Feuerchakras (Manipurachakra). Das Feuerchakra steht in Beziehung zu den Organen des Oberbauchs (Magen, Leber, Milz, Pankreas).

Ein Defekt an diesen Organen kann besondere Fähigkeiten des Erkrankten, die an den Astralkörper gebunden sind, zum Erlöschen bringen. Hierzu gehören parapsychologische Fähigkeiten wie Radiästhesie, Geistheilung, allgemein „Wunder“. Personen für die der Aufenthalt in einem dichten Menschengedränge (Verkehrsmittel, Veranstaltungen, Straßen) eine Qual ist, haben gewöhnlich eine relativ weite, empfindliche mittlere Aura. Dies kann ein Hinweis auf besondere Gaben sein.

Therapie am Astralkörper: Ausschließlich diesen zu behandeln und nichts für den physischen und Ätherleib zu tun, führt gewöhnlich zu Katastrophen. Beispiel hierfür ist der große Teil der Drogenopfer. Über den Astralkörper führt der Weg in die Astralsphäre, in der andere Gesetze gelten wie in dem Gebilde aus Raum und Zeit, in dem wir uns gewöhnlich aufhalten. Die Astralsphäre ist von Wesen belebt, die man teilweise als Dämonen bezeichnet. Die alten Hexensalben enthielten immer Schutzmittel gegen solche Wesen, beispielsweise Braunwurz oder kriechendes Fingerkraut. Am physischen Leib finden sich Pforten zum Astralkörper, die sehr wohl eine punktuelle Behandlung dieses Teils der Person zulassen. Die Pforten sind in Gehirnteilen, in den Verdauungswegen, den Zeugungsorganen, an der Innenseite der  Oberschenkel, zwischen den Schulterblättern und im Nacken (Todeschakra).

Außer Maßnahmen der Reflextherapie wirken dort insbesondere die therapeutisch wichtigen Tierprodukte und ein Teil der pflanzlichen Gifte, beispielsweise aus Nachtschattengewächsen (gehören alle der vom Element Feuer geprägten Astralsphäre an). Hexensalben und ihre Anwendung beruhen auf der Kenntnis dieser Phänomene. In der astrologischen Medizin ist die Pforte zur Astralwelt das Achte Haus, das des Todes und der Einweihung. Bei ungewöhnlichen Krankheiten und merkwürdigen Symptomen ist in der Regel eine Behandlung des Astralkörpers ratsam, die aber nach obigen Angaben und mit entsprechender Vorsicht erfolgen muss.

Feuer – Der Mentalkörper

Beziehung zu den Prinzipien Merkur und Sal, äußere Aura. Der Mentalkörper, Träger der dritten Aura des Menschen, ist ein energetisches Gebilde mit sehr geringer Masse und von unterschiedlicher Dichte und Gestalt. Er hat ebenfalls Eigenschaften, die einem elektromagnetischen Feld ähneln. Der Mentalkörper ist ausschließlich übersinnlich wahrnehmbar. Der Sensitive kann aus Gestalt, Farbe und stärke der dritten Aura wesentliche Informationen über die Persönlichkeit (Persona = „Maske“) und den gesundheitlichen Status des Auraeigners entnehmen.

Diese Aura wirkt nach außen rasch dünner, ihr Zentrum liegt im physischen Leib, insgesamt erinnert der Mentalkörper nur mehr entfernt an die Menschengestalt. Schwere Schäden an Gehirn und Zentralnervensystem sind für den Sensitiven in der dritten Aura zu erkennen.

Die Gestalt der Aura des Mentalkörpers: Am Rücken 20-40 cm weiter als der physische Leib, an der Rumpfvorderseite 150-400 cm. Sehr viel ausgedehntere dritte Auren auf der Vorderseite des Körpers (bis 20 m) sind in der einschlägigen Literatur immer wieder beschrieben worden. Ihr Auftreten ist keineswegs ein gutes Zeichen. Sie treten ziemlich regelmäßig bei Krebspatienten auf oder bei ganz besonderen Persönlichkeiten, beispielsweise bei Hochsensitiven. Dies ist nicht unbedingt ein Gütesiegel! Hitler hatte z.B. eine vordere dritte Aura von mindestens zehn Metern Weite.

Der Mentalkörper steht in Verbindung mit einer nächsten Dimension, die über die Aspekte des Astralkörpers hinaus existiert. Eine Darstellung, die der Aura dieses Körpers Ausdehnung und Dichte zuschreibt, ist unvollständig. Bestimmte Personen schienen mit Hilfe von Sprache, Musik oder meditativen Techniken eine erhebliche Ausdehnung ihrer dritten Aura in Raum, Zeit und in Parallelwelten erzielen zu können. Suggestiveffekte bei Gurus etc. wären hiermit erklärbar. Der Ausübende solcher Techniken läuft Gefahr, dass seine Persönlichkeit auseinander fällt. Er erleidet dann das Schicksal des Dr. Faust. Auch hier sind es wieder magische Traditionen, die zur Intensivierung dieser Aura führen können.

Zum therapeutischen Arbeiten am Mentalkörper eignen sich bestimmte Sinneswahrnehmungen, der Aufenthalt an heiligen Orten und meditative Techniken. Die Weisheitslehren des Ostens enthalten viele konkrete Hinweise auf Möglichkeiten und Gefahren bei diesem Vorgehen. Natürlich muss man sich vor Irrtümern und Scharlatanen hüten, die in diesem Bereich wirklich gefährlich werden können.

Orte der Kraft können eine günstige Wirkung auf den Mentalkörper ausüben. Es kommt dann dort zu Wundern und eine Wallfahrt setzt ein. Machthaber legen durchaus großen Wert darauf, solche Orte unter Kontrolle zu haben, sowie möglichst auch dort zu residieren. Ein solcher Ort hat seinerseits eine vom Zentrum nach außen abnehmende Aura, die durch Manipulation der Geomantie verändert werden kann (Kreuzwegstationen, Steinsetzungen, gezielte Baumaßnahmen, Pflanzungen). Der Kraftort kann sich durch natürliche Prozesse gebildet haben oder von Menschen mit besonderen Fähigkeiten konstruiert worden sein. Gewöhnlich ist beides zusammen der Fall. Konstruktionen sollen ein Abbild des Kosmos darstellen und damit gleichzeitig ein Abbild des Menschen (Tempel des Ostens, Kirchen).

Will man einen topographischen Bezug zum Mentalkörper suchen, so wäre an das Herzchakra und das Halschakra sowie an deren Verbindungszone zu denken. Arzneimittel für den Mentalkörper sind Verbindungen des Antimons, allgemein alchimistische Zubereitungen, besonders spagirische sowie manche homöopathische Hochpotenzen.

Arbeitet man in der Aura des Astral- und /oder Mentalkörpers, so ist es in der Regel ratsam, dies mit einer Therapie des physischen und/oder des Ätherleibs zu kombinieren. Diese kann aus stofflichen Zubereitungen oder einfachen Handgriffen etc. bestehen.

Quintessenz – Die höheren Wesensglieder

Die meisten Traditionssysteme lehren eine siebenfache Natur des Menschen, die sich aus vier niederen und drei höheren Teilen zusammensetzt. Die vier niederen Körper sind die mehr leiblichen/stofflichen; dies sind die Körper, an denen der Therapeut tätig werden kann (Bezug zu den vier Elementen). Von diesen vier Körpern ist der Mentalkörper am meisten vergeistigt, man könnte ihn auch Körperseele nennen.

Die drei höheren Wesensglieder stellen im engeren Sinn Seele und Geist dar. Diese drei könnte man einteilen in Seele, Geistseele und reinen Geist (göttliche Trinität). Studien hierzu fallen nicht in den Bereich der Heilkunde, sondern in den von Philosophie und Theologie.

Mögliche Verfahren am Energiekörper

Um auf den Energiekörper oder die innere Aura einzuwirken, genügen geeignete Maßnahmen auf der Hautoberfläche, die diese nicht verletzen:

Auftragen von Pflanzentinkturen oder alchimistischen Zubereitungen: eine sehr sanfte Therapie, die sich besonders für kleinere Zonen oder zur punktuellen Therapie eignet. Die Stoffe wirken durch den Hautschutz nur bedingt nach Innen. Wenn dies erwünscht ist, sollte man die Substanzen in Trägermedien einarbeiten, z.B. in Salben / Zellulosemilch einrühren.

Lösungen von fetten und/oder ätherischen Ölen: Viele Pflanzen lösen einen Teil ihrer Wirkstoffe, wenn man sie mit fettem Öl auszieht. Diese lassen sich gut zur Einreibung und Massage verwenden. Ein Universalmittel zur Reinigung der Aura ist Johanniskraut Öl. Ätherische Öle lösen sich gut in Alkohol (Parfüms, zur Verdünnung in der Aromalampe) und in Öl (Hautöle, Badeöle). Unverdünnte äth. Öle darf man, wenn überhaupt, nur punktuell auftragen (zum Betupfen von Akupunkturpunkten). Je größer die Körperoberfläche ist, die mit äth. Ölen in Kontakt kommt, desto mehr muss man die Öle verdünnen: für Körperöle ca. 5 bis 10% äth. Öle in Trägeröl; für Bäder nur einige Tropfen zugeben. Als neutrales Basis-Öl entweder Olivenöl (Geruch!), Sonnenblumenöl, Sesamöl, Mandelöl, Avocadoöl oder Jojobaöl (teuer) verwenden

Beispiele für die Anwendung von ätherischen Ölen an Energiezonen:

1. Unentschlossenheit, mangelnde Ausdauer, Erwartungsangst, Erschöpfung; Mittel einzeln oder in Mischung: Thymianöl, Salbeiöl, Rosmarinöl, Quendelöl, Ysopöl, Bohnenkrautöl. Ort: über Thymus, Inkarnationszone; bei Erwartungsangst auch KG12,14-18; M13,14; GV19 (Managerpunkt); GV20,21 und den vier klugen Göttern

2. Seelische Verletzung hat das Ich getroffen (reaktive Depression mit Herzsymptomatik, oft erotisch getönt). Mittel einzeln oder in Mischung: Ylang-Ylang, Cananga, Geranium, Rose, Cassiablüte, Rosenholz, Orange, Mandarine, Petit-grain, Neroli, Bergamotte, Lavendel. Ort: KG14-17,18; Neupunkte zwischen den Rippen über dem Herz, Herzspitze, KS1, KS6, Handgelenk, Ellenbeuge, KG22, M13, 14, Herzzone neben linkem Schulterblatt, um Prominenz (Angst im Nacken), bei irrationaler Angst auch im Bereich B22, 23. ei Angst vor Altern, Unattraktivität; Hormonzone an unterstem Lendenwirbel und oberem Kreuzbein; bei Phobien auch unteres Kreuzbein und neben Steißbein; zur geriatrischen Behandlung in den Bereichen von GV3,4 und KG2-6 (hier eventuell noch Zimtöl, Bayöl)

3. Nach Fußreflexmassage im gesamten Fußbereich obige Mischung mit „Kupfersalbe rot“ (Wala) einreiben. Für Beckenbereich auch in Johanniskraut Öl mischen.

4. Zone heiß, rot, prall – energieableitendes Öl: Cananga, Ylang-Ylang, Niaouli, Citronell, Melisse, Basilikum, Majoran, Bitterorange, Lavendel

5. Zone blass, kalt, schlaff, eingefallen – energiezuführendes Öl: Geranium, Rose, Palmarosa, Rosenholz, Salbei, Thymian, Cajeput, Litsea cubeba, Zimt, Pfeffer, Tanne, Fichte, Kiefer, Wacholder, Zypresse, Orange

6. Zone macht einen gestörten Eindruck, z.B. Anomalien betreffs Hautfeuchtigkeit, Hautfett, Abschuppung, Druckempfindlichkeit, Leitfähigkeit, doch ist die Störung nicht eindeutig einzuordnen: Mandarine, Zitrone, Eukalyptus, Kampfer, Zypresse, evtl. auch Rosmarin, Lavendel, Minze

Aktive Salben: Eine ideale Methode, um Reflexzonen zu behandeln. Ähnlich wie bei fetten Ölen geben sie ihre Inhaltsstoffe nur langsam ab (Depotwirkung). Galenisch lassen sich so lipophile und hydrophile Stoffe mischen. Salben eignen sich auch als Trägersubstanz für potenzierte Metalle (Wala, Weleda).

Auflegen von Metallen, Magneten, Steinen, Talismanen: Teils ist diese Methode uralt (Talismane auflagen). Das Tragen von Schmuck ist so alt wie der Mensch; es wirkt direkt auf die Aura und verändert die Ausstrahlung des Trägers.

Anlegen von elektrischem Strom / Elektroakupunktur: Zur Stimulation von Akupunkturpunkten und Reflexzonen.

Farbtherapie: z.B. Farbpunktur nach Penzel; Auflegen von Steinen hat z.T. einen ähnlichen Effekt

Handauflegen: Energieübertragung; Geistheilung –vielleicht die älteste Heilmethode überhaupt.

Massage, Akupressur: gezielte Arbeit an Zonen und Punkten zur energetischen Umstimmung.

Abräuchern: Reinigung der Aura; bes. von Schamanen angewendet. Geistwesen werden durch „schlechte“ Aura angezogen und durch Räuchern vertrieben. Auch als Moxatherapie zur Energetisierung von Akupunkturpunkten.

Wickeltherapie; warmer oder kalter Umschlag: Zur Anregung oder Ableitung von Zonen oder des Gesamtorganismus (Wadenwickel bei Fieber).

Waschungen und Bäder: Zur Beeinflussung von Reflexzonen (Teilbäder) oder des ganzen Körpers; eine sehr elegante und einfache Methode, um Arzneistoffe über die Haut zur Wirkung zu bringen.

Da es sich um „schwachwirkende“ Verfahren handelt (wenig reizend), muss der Gütewert des angewandten Mittels hoch sein – nicht jeder kann Handauflegen, nicht jeder Stein oder jede Tinktur ist wirksam usw. Ort und Art des angewandten Mittels müssen richtig sein, Kombinationen müssen sich harmonisch ergänzen. Wie bei jeder Behandlung hat man nicht immer Erfolg; dies kann auf einer Unstimmigkeit zwischen Behandler und Behandeltem beruhen oder der Wahl eines falschen Zeitpunkts oder des falschen Mittels, andere Fälle sind aus metaphysischen Gründen nicht heilfähig. Andererseits muss man sich vor dem Irrtum hüten, eine „schwache“ Therapie durch zu große Dauer, Intensität oder Zahl der angewandten Mittel verbessern zu wollen. Dramatische Erstverschlimmerungen, Nervenzusammenbrüche und Schlimmeres können die Folge sein. Bei Personen, die unter schwerem seelischem Druck stehen – hierzu gehören alle Nervenkranken – ist besonders überlegt und behutsam zu verfahren.

Bei richtigem Vorgehen ist der Erfolg in der Regel schon einige Minuten nach Behandlungsbeginn zu erkennen (Sekundeneffekt; bes. in der Neuraltherapie beschrieben).

Wesentlich „stärker“ wirken Verfahren, die die Haut verletzen, da der Reiz viel intensiver ist, dies heißt jedoch nicht, dass die Verfahren besser wären. Teilweise kennt man solche Methoden seit Urzeiten.

Setzen von Hautnarben, z.B. durch Kauterisation, künstliche Geschwüre: Heute noch in Tibet eine beliebte drastische Methode, um mittels eines Brenneisens Krankheits-Dämonen von innen nach außen zu ziehen. In der Antike eine der Kardinalmethoden, z.B. Haarseil oder Fontanelle setzen. In China wird das Moxen teilweise zum Setzen von Narben genutzt („Trau keimen, der nicht eine Narbe am M36 hat, wenn du mit ihm auf Wanderschaft gehen willst“). Früher war auch das Baunscheidtieren durch das Aufbringen von eiterziehenden Mitteln auf die gestochene Haut mit künstlichen Wunden verbunden.

Setzen künstlicher Blasen: Wird heute noch mit Cantharidenpflaster gemacht (neuerdings rezeptpflichtig). Gut geeignet zur Therapie an Gelenken und zur Umstimmung bei chronischen Entzündungen (z.B. bei Tinnitus am Mastoid).

Künstliche Blutungen: Ableitungstherapie durch Aderlass, Blutegel oder blutigem Schröpfen.

Künstliche Blutergüsse: Durch trockenes Schröpfen bewirkte lokale Umstimmung bei Erschlaffung.

Nadelakupunktur: Zur Stimulation von Akupunkturpunkten mittels Nadeln. Eine der elegantesten Therapiemethoden überhaupt. Einzigartige Wirkung auf alle rhythmischen Prozesse. Die ideale Regulationstherapie.

Homöosiniatrie – Injektion in Akupunkturpunkte und Reflexzonen / Therapie nach Weihe: Neuartige Methode, die der Akupunktur sehr ähnlich ist. Sie hat den Vorteil, dass man Arzneistoffe gezielt applizieren kann. Um 1880 entdeckte Weihe am Körper 195 druckempfindliche Punkte, die jeweils mit homöopathischen Mitteln korrespondieren. Er behandelte seine Patienten innerlich mit den jeweils gefundenen Mitteln. Von den 195 Weihe-Punkten sind 153 mit Akupunkturpunkten identisch, bei 105 deckt sich die Indikation des homöopathischen Mittels mit der Indikation des Akupunkturpunkts. Zur Auswahl von Injektionsstellen ist es am besten, die angezeigten Arzneimittel mittels Elektroakupunkturmessung nach Voll oder Pendel an den in Frage kommenden Zonen, Meridianen und Einzelpunkten zu testen. Man erhält häufig mehrere Injektionsstellen, oft in geometrischer Anordnung.

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