Signaturenlehre

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Signaturenlehre – Urweg der Heilpflanzenerkenntnis – von Margret Madejsky

Die Signaturenlehre ist ein Weg der Heilmittererkenntnis der seit Urzeiten begangen wird und auf der ganzen Welt bekannt ist. Es ist ein sinnlicher Zugang zur Pflanze, der auch allen botanischen und kulturellen Bezügen Bedeutung verleiht. Es ist ein Weg, der Offenheit, Achtsamkeit und Erfahrung erfordert. Im Gegensatz dazu steht die Rationale Phytotherapie, die diesen Weg als Indikationslyrik verumglimpft und belächelt - doch wer die Wurzeln seines Baumes der Erkenntnis missachtet, dessen Gebäude ist bestenfalls auf Sand gebaut.

Alchymilla, die Allhelferin unter den Frauenkräutern – von Margret Madejsky

Zu den vergessenen Heilpflanzen zählt der Frauenmantel nicht wirklich. Allerorts loben Volksheilkundige "Unser aller Frauen Heil" in höchsten Tönen und empfehlen das Kraut als "Universalspezifikum" bei Frauenleiden. Phytopharmakologen kommentieren dies mit den ernüchternden Worten: "Gynäkologische Indikationen gehen auf volksmedizinische, wissenschaftlich nicht gesicherte Vorstellungen zurück" (Wichtl) - denn man billigt der Droge gerademal eine adstringierende Wirkung zu. Die immer größer werdende Kluft zwischen der Volksmedizin und einer nach wissenschaftlicher Anerkennung strebenden Phytotherapie wird also am Frauenmantel besonders deutlich.

Silberdistel – Blütensonne mit Dornenkranz

Silberdisteln schmücken heute noch Stalltüren und Kühe beim Almabtrieb - sie dienen als magischer Schmuck zur Abwehr von Krankheitsdämonen - heute verwenden wir sie als Heilmittel bei Darmkrankheiten und Erschöpfung, aber auch bei Fruchtbarkeitsstörungen von Männern.

Johanniskraut – Sonnenkönig der Pflanzenwelt

Johanniskraut ist eine der am besten erforschten Pflanzen - die universelle Wirkung fasste Paracelsus zusammen mit den Worten: »Gott hat in der Perforata einen besonderen Willen und ein besonderes Arcanum (wahre Arznei) für den Menschen geschaffen, er sei bös oder gut. Wie die Sonne alle Dinge, die guten und die schlechten, bescheint, so ist auch die Arznei. Es ist eine Universalmedizin für den ganzen Menschen … Ich habe vier Kräfte gemeldet, die in der Perforata sind, nämlich gegen die Phantasie, gegen Würmer, gegen Wunden und die balsamische Tugend.«

Bärlapp und Beifuß – Sonnenkraft der Gürtelkräuter

Einer der ältesten Pflanzenkulte des Mittsommers ist der Sonnwendgürtel. Schon die germanische Fruchtbarkeitsgöttin Freya besaß einen solchen Zaubergürtel, und auch der Donnergott Thor soll seine Macht von einem magischen Kraut bezogen haben, das er um seine Lenden wand. Das Gürten mit bestimmten Kultpflanzen wie Bärlapp oder Beifuß sollte die reinigenden Kräfte der Sonne auf den Menschen übertragen. Aber es steckt noch wesentlich mehr hinter diesem Brauch....

Hexenpflanzen oder über die Zauberkünste der weisen Frauen – von Margret Madejsky

Der Rausch begleitet den Menschen durch seine Kulturgeschichte. Für unsere Vorfahren war dies eine ekstatische Reise zu den Göttern, um an ihrer Weisheit teilhaben zu können. In der Ekstase und geistigen Visionen reinigte sich zudem die Seele durch eine Art Wiedergeburt immer wieder aufs Neue. Als Nachtfahrende, Hebamme und Heilerin waren es oft Frauen, die sich in diesen Künsten auskannten - in der Neuzeit als Hexen verunglimpft und verfolgt, waren und sind sie in Wahrheit die Hüterinnen alten Wissens und überlieferter Weisheit - von ihren heiligen Pflanzen berichtet dieser Artikel.

Schutzmantel aus Lichtblumen – Therapietipps für Geist und Seele

Wenn im Geist dunkle Wolken aufziehen, dann hüllt man sich am besten in einen Schutzmantel aus Lichtblumen. Die Pflanzen sollen die Seeleeinhüllen, Wehrhaftigkeit verleihen, die Abgrenzung verbessern und den Geist für die Frühlingssonne aufschließen.

Von |2018-07-15T13:16:38+02:0018. Mai. 2018|Kategorien: Naturheilkonzepte - Therapietipps|Schlüsselworte: , , , |

Von der Heilkraft des Weinsteins – von Olaf Rippe

In sämtlichen alten Kräuterbüchern und auch bereits in antiken Schriften werden die Heilwirkungen des Weins ausführlich gewürdigt. Kristalline Ausfällungen aus dem Wein bei Lagerung in Fässern bezeichnet man als Weinstein - besonders zubereitet, dient er als Allheimittel bei chronischen Krankheiten.

Das Weltbild des Paracelsus – von Olaf Rippe

Das Weltbild und die Heilkunst des Paracelsus unterscheiden sich grundlegend von dem, was man heute unter Medizin versteht. Seiner Meinung nach sollte ein Heiler ein Meister der Philosophie, der Astrologie und der Alchimie sein. Sämtliche Erkenntnisse wären allerdings sinnlos, wenn man sich nicht gleichzeitig bemüht, ein tugendhafter Mensch zu sein. Auf diesen vier Säulen beruht das Weltbild des Paracelsus und ohne Kenntnis dieser Weltvorstellung kann man das Besondere seiner Heilkunst niemals verstehen, geschweige denn einen Nutzen daraus ziehen.